Bengalkatze und Hauskatze - geht das gut?

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    • Bengalkatze und Hauskatze - geht das gut?

      Hallo liebe Bengalenfreunde,

      ich bin neu hier und wir bekommen Mitte August eine Bengalen Kitten Weibchen. Ich habe mich schon in diversen Facebook Gruppen erkundigt, wie ich die Zusammenführung mit unserer zwei Jahre alten weiblichen Hauskatze Gimli am Besten bewerkstellige. Diese ist mit ihrer Schwester bei uns eingezogen, die leider vor kurzem einem Autounfall zum Opfer viel. Nun hab ich mich natürlich im Vorfeld über Bengalen informiert und gerade, dass sie so aktiv sind gefällt mir sehr gut. Auch unsere verstorbene Ronja war sehr aktiv, hat ständig mit uns geplaudert und ist mit uns spazieren gegangen. Sie war eine ausgezeichnete Jägerin und sehr auf uns bezogen. Aber die beiden Schwestern haben auch gerne gemeinsam gespielt und gerauft und die Gegend unsicher gemacht. Nun dämmert mir aber langsam, dass unsere Bengalendame wahrscheinlich an Aktivität und Ausgelassenheit noch ein Schippchen drauf legen wird. Die verbleibende Katze (Gimli) war in unserer Zweierkonstellation immer der untergeordnete Part und ist als Anhängsel meist dort aufgetaucht wo Ronja ihr Unwesen trieb.
      Glaubt ihr diese Konstellation mit einer Bengale kann gut gehen? Auf der einen Seite ist Gimli ja eine selbstbewusste, aktive Anführerin als Partner gewohnt. Dadurch, das wir die neue Katze als Kitten holen, ist Gimli vielleicht nicht so überfordert wie mit einer alten dominanten Katze. Wäre es möglich, dass sie mit der Aktivität einer Bengale überfordert sein wird, oder kann man die Aktivität durchaus mit einer überdurchschnittlich aktiven Hauskatze vergleichen? Ich bin in dieser Hinsicht hin und hergerissen. Je mehr ich darüber lese desto unsicherer bin ich, ob Bengalen nun wirklich alle soooo anders in ihrem Verhalten sind als Hauskatzen oder ob man das schon irgendwie vergleichen kann. Mir ist natürlich klar, dass es immer auch aufs Individuum ankommt. Wenn ich diverse Berichte lese, habe ich oft das Gefühl, dass ich (bzw. Gimli) noch mein blaues Wunder erleben werde.

      lg Monika
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      Ich finde nicht, dass Bengalen so sehr viel aktiver sind, als aktive Hauskatzen. Im Vergleich zu meinen drei Bengalen sind die Hauskatzen meiner Schwester sogar noch etwas aktiver. Die stellen mehr Unsinn an. :D
      Kommt also auf das Gemüt der Bengalkatze an. Wenn sie eine etwas ruhigere Katze ist, dann kann man sie sogar mit einer normal aktiven Hauskatze vergleichen. Hab hier nämlich so ein Exemplar. Mein Nicky ist ein ruhiger Kater, der gar nicht so viel herum tobt (außer er hat seine 5 Minuten). Er kuschelt lieber mit uns und mag ruhigere Spiele.

      Ich würde es einfach mal versuchen. Dein Gimli ist ja nun auch schon aktivere Katzen gewohnt. Evtl. kannst du auch vorher noch ein paar mehr Infos über das Wesen deines Kittens erfragen. Nicky war z.B. schon immer ein ruhigeres Gemüt, während mein Leo schon als kleines Kitten sehr neugierig, verspielt und frech war, was er auch bis heute beibehalten hat.
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      Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich glaube mittlerweile auch, dass es klappen wird. Ich habe mir auch ein paar Videos von Bengalen angeschaut. Da ist schon Kraft dahinter, aber so viel wilder wie unsere spielen die auch nicht. Vielleicht haben sie mehr Ausdauer und bestimmt auch mehr Sprungkraft, aber ich glaube nicht dass sich das nachteilig auf das Zusammenleben zwischen den Katzen auswirkt.

      lg Monika
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      Andromeda schrieb:

      Ich finde nicht, dass Bengalen so sehr viel aktiver sind, als aktive Hauskatzen.

      Das ist meiner Erfahrung nach nur die Hälfte der Wahrheit.
      Die meisten Bengalen sind "anders aktiv" als gewöhnliche Hauskatzen.
      Bengalen stänkern ausgesprochen gern und teilweise auch recht rücksichtslos, nehmen die z.T. sogar recht deutlich aggressiven Reaktionen anderer Katzen nicht so ernst, sind selbst auch deutlich weniger nachtragend.
      Das kann bei einer dominanten und selbstbewussten Hauskatze in Verbindung mit einem vergleichsweise braven Bengalen gut gehen, aber wenn der Bengale einer von der dominanten Sorte ist und die Hauskatze sich davon einschüchtern lässt, dann kann das auch sehr schief gehen.

      Das dumme daran: Man weiß es vorher nicht und es passiert auch immer wieder, dass die Probleme erst Monate nach einer vermeintlich friedlichen Eingewöhnung eskalieren.

      Da kann man nur viel Glück, ein wachsames Auge und ein ruhiges Händchen beim Schlichten der Streitereien wünschen, denn so wie es aussieht ist die Entscheidung zur Anschaffung des Bengalen schon gefallen.
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
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      Danke für deine Einschätzung Oskar. Stimmt, wir haben uns entschieden. Ronja und Gimli haben schon immer sehr ruppig gespielt, sich ineinander verbissen biss eine geschrien und sich losgerissen hat und dann sind sie aufs neue hintereinander her gejagt. Wir merken in den letzten Tagen vermehrt wie Gimli jetzt mit uns Fangen spielen und Raufen will. Ich denke das geht ihr schon ab, obwohl eigentlich Ronja meistens diejendige war, die auf Gimli lag und auf ihr rumgehüpft ist. Natürlich kann es immer noch sein, dass ich das falsch einschätze, aber ich glaube das kann ich erst feststellen, wenn ich es ausprobiert habe. Wie gesagt, ich hab mir jetzt Videos von den Kitten angesehen, aus deren Wurf die neue Katze sein wird und echt viele andere Videos und ich muss sagen unsere Katzen waren viel aggressiver beim Spielen als die Katzen in den Videos. Ich hoffe mal, das ist ein gutes Zeichen und die Vergesellschaftung wird klappen. Ich bin da momentan recht zuversichtlich.