Vergesellschaftung schwierig bei Bengalen?

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    • Vergesellschaftung schwierig bei Bengalen?

      Hallo zusammen!

      Katzen begleiten mich schon seit über 20 Jahren und ich habe mich intensiv mit ihren Bedürfnissen, Verhaltensweisen, Gesundheit und Ernährung beschäftigt.
      Nun stoße ich aber an meine Grenzen und hoffe, ihr könnt mir Eure Erfahrungen mitteilen.
      Wir haben eine große Wohnung von 130 qm und derzeit 4 Stubentiger.
      Nach dem bitteren Verlust unserer BLH Katze würden wir unsere Gruppe gerne wieder komplett machen.
      Mein Mann schwärmt für Bengalen und auch ich bin der Rasse nicht abgeneigt, habe aber meine Bedenken.

      Und nun zu meiner Frage: Ich lese immer wieder, das Bengalkatzen schwierig in der Vergesellschaftung sein sollen. Könnt ihr dieses bestätigen?

      Wir können einen kastrierten Kater im Alter von 7 Monaten übernehmen. Zur Zeit lebt er mit einer weiteren Katze zusammen, die aber überhaupt nicht seinem Alter entspricht.

      Unsere Miezen sind zwischen 8 Monaten und 6 Jahren alt. Da mir die Harmonie der Gruppe natürlich am Herzen liegt, wäre mir Eure ehrliche Meinung wichtig.....

      Danke Euch ^^

      Gruß Sonja
    • Hallo Sonja,

      Schön das du zu uns gefunden hast.

      Deine Konstellation kann funktionieren, kann aber auch nicht funktionieren.
      Mein Mann hat letztes Jahr ein Inserat gesehen von einem Bengal Kitten, unbedingt wollte er ihn haben, für mich war es grundsätzlich kein Problem, da ich Tiere sehr liebe. Der Grundgedanke war dann, das Cesar (Bengal-Kitten) der Spielkamerad von unserem Balou (5-Jahre/angeblich Bengal-Mix) wird.
      Balou war bis dahin auch nicht alleine, wir haben noch eine inzwischen 11 järhige Hauskatze (Sira).
      Tja der Plan war gut, hat aber leider nicht gefruchtet. Somit haben wir uns um einen Spielkameraden für Cesar umgesehen und 3 Monate später zog unser Snow Kater Keanu bei uns ein, es ist Cesars Halbbruder und um 3 Monate jünger als er.
      Bei den beiden funtkoniert es wunderbar, sie spielen, toben und jagen sich quer durchs Haus. Leider kommen unsere beiden ältern hin und wieder "unter die Räder" ...
      Balou wird von den beiden kleinen (inzwischen beide über 1 Jahr) auch mal gewaschen, aber ihm ist das nicht sogeheuer. Er schaut auch immer sehr interessiert zu wenn die beiden spielen, geht aber nie dazu, sondern flüchtet eher wenn die Meute in seine Richtung unterwegs ist.

      Schwieriger ist es da schon mit Sira, sie zieht sich immer mehr zurück, sie faucht alle 3 Kater meist schon an wenn sie in die Näche kommen ...

      Heute würde ich es nicht mehr machen, ein Kitten zu einer funktionierenden Gruppe dazu zu geben, aber wir machen nun halt das beste daraus, es ist noch nie Blut geflossen und sie schlafen dann auch wiedermal gemeinsam bei uns im Bett. Aber es gibt dann auch mal wieder RICHTIG krach.

      So, sorry das ich soweit ausgeholt habe, was ich dir damit sagen möchte, es kann/muss aber nicht funktionieren, da du eine/n 8 Monate alte Katze/Kater hast kann es besser funktionieren als bei uns damals. Der/die 8 monatige die schon bei Euch ist, ist es eine Katze oder ein Kater? Kater/Kater funktioniert meiner Erfahrung nach besser, vor allem bei Bengalen ist es halt so das sie noch wilder sind als normale Katzen und dementsprechend auch Ihr Spielverhalten.

      Ich hoffe ich konnte Dir helflen, vielleicht lässt du uns mal wissen wie ihr Euch entschieden habt und wenn ihr es wagt wie es funktioniert.

      LG
      Hochi & Meute
      :1f431: Sira - 2006 / Cesar 24.04.2016 (Einzug 22.07.2016) / Keanu 30.07.2016 (Einzug 22.10.2016) / Halrey Davidson 30.02.2018 (Einzug 16.05.2018) :1f431:
    • Hallo Sonja,

      Hochi hat es schon auf den Punkt gebracht. Die Vergesellschaftung ist nicht so das Problem. Ich habe selber zwei Erwachsene Bengalen in Einzel Haltung Vergesellschaftet das klappt mit den richtigen Vorkehrungen.
      Ich sehe auch eher das Problem das der Bengale deine 3 auf kurz oder lang täglich stressen wird und da die ausdauer bei Bengalen unermesslich ist können die meisten normalen Katzen nicht lange mithalten und werden dann schnell zum Opfer gemeiner Attacken.

      Ich habe zwei Bengalen, und die Katze ist an manchen Tagen auch schon genervt vom Kater da der wiederum ein ruppigeres Spielverhalten hat als Sie.

      Ja haltet uns auf dem laufenden :-)
      <3 Eine Katze ist ein Herz auf 4 Pfoten <3
    • Vielen Dank für Eure Einschätzungen ^^
      Ich muss sagen, ich habe bei der ganzen Sache irgendwie kein gutes Bauchgefühl ?(
      Unsere Truppe ist wirklich absolut sozial und harmoniert prima zusammen. Unsere jüngste ist eine kastrierte Katze, worin
      ich auch ein Problem sehe, denn Kater raufen und spielen ja doch anders.
      Zudem ist unsere zweijährige Emmy die Chefin im Ring und da gibt es mit den anderen auch keine Diskussion drüber.
      So toll und einzigartig ich diese Rasse finde, wird mit doch immer mehr bewußt, dass das Risiko recht hoch ist, dass die
      neue Gruppenkonstellation den Fieden aus den Fugen hebt. Natürlich steht das Wohlergehen unser Gruppe über unserem
      Wunsch.
      Noch habe wir keinen konkreten Besuchstermin vereinbart, ich muss da einfach noch ein paar Nächte drüber schlafen...aber
      ich tendiere doch eher zu einem "Nein"
      Schließlich möchte ich ja auch, dass sich der Kater bei uns wohlfühlt und glücklich ist.

      LG Sonja