Katzenverluste reihenweise

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    • Katzenverluste reihenweise

      Hallo liebe Forengemeinde,

      nun greife ich doch mal ein Thema auf, was ich vor der Anschaffung von unseren zwei Räubern sehr unterschätzt hatte, mich sehr frustriert.
      Eigentlich sollten sie Freigänger werden. Ich hatte vor 25 Jahren auch nur Katzen mit Freigang. Das war für mich das normalste von der Welt.
      Und dann haben uns einige Daten und Beobachtungen eingeholt...

      Daten:
      Das durchschnittliche Lebensalter von Katzen beträgt in D aktuell 2,5 Jahre
      Das durchschnittliche Lebensalter eines Katers beträgt in D aktuell 1,5 Jahre.
      Allerdings war die Quelle für mich seinerzeit nicht gesichert.

      Beobachtungen:
      In unserem Wohngebiet ( Spielstraßen, 410 Häuser (!)) haben wir in 10 Jahren in unserem Umfeld etwa 17 Katzen kennen gelernt, mal besser, mal eher aus der Ferne.

      4 Katzen leben noch ( verlassen als ehemalige Tierheimkatzen den Reihenhausgarten quasi nie).
      Keine der anderen Katzen ist eines natürlichen Todes gestorben.

      Die häufigste nachvollziehbare Todesursache war Vergiftung durch Fressen vergifteter Mäuse ( Gift wirkt in der Maus etwa nach 48h).
      Verkehrsunfälle waren selten. Es werden auch Katzen als herrenlos oder optisch interessant einfach mitgenommen. Uns sind hier konkrete Beispiele bekannt, würde hier aber zu weit führen.

      Dan kam der letzte Tropfen: Ein Bengalenpärchen war bis zu etwa einem Jahr nur im Garten. Dann durfte das Männchen streunen. Das hat bis zur Vergiftung ( Katze wurde gefunden) gerade für 3 Monate gereicht.

      Daher lassen wir hier unsere Katzen nur an der Flexleine in den Garten und fahren mit ihnen in den Wald. Funktioniert gut, aber wenn man sieht, wie glücklich die beiden im Wald sind, blutet uns oft das Herz :@

      Eigentlich haben wir die Devise: lieber frei, glücklich, und dafür evtl. kürzer- aber so kurz- das Risiko haben wir dann doch gescheut.

      Es ist aber eine verdammte Sch..., dass wir hier, nähe Waldrand, kein Durchgangsverkehr, Wiesen, (allerdings auch Schrebergärten) eine Oase für Katzen, eine Leine benutzen müssen!

      Ich habe so etwas noch nie geschrieben, aber heute waren wir wieder im Wald - und da kam mir dann doch mal die Galle hoch, als ich unsere beiden glücklich erlebt habe, aber an der Leine :cursing:
      Bringt ja nix, hilft nicht, musste aber mal raus.
      Stinkt mir einfach...
      viele Grüße
      Sven
      Nicole
      Bourbon
      Tequila

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sven ()

    • Ich verstehe dich vollkommen, ich hatte bisher immer Wald-Wiesen Katzen, also keine Rassetiere, aber leider sind alle entweder dem Verkehr zum Opfer gefallen oder sie sind einfach "verschwunden" :(

      Aktuell haben wir ja 4 Katzen, 2 Wald-Wiesen Katzen und 2 Bengalen, keiner der 4 darf weiter wie bis auf den gesicherten Balkon, da es ja nicht nur eine Kostenintensive Sache ist wenn 2 Bengalen verschwinden sondern auch mein Herzschmerz einfach zu groß ist.

      Natürlich schauen unsere auch mit großen Augen zum Hund in den Garten, weil er dort rennen kann aber sie nicht, aber wir versuchen Ihnen einfach im Haus soviel zu bieten wie es uns möglich ist.

      LG
      Gabi
      :1f431: Sira - 2006 / Cesar 24.04.2016 (Einzug 22.07.2016) / Keanu 30.07.2016 (Einzug 22.10.2016) / Halrey Davidson 30.02.2018 (Einzug ca. 15.05.2018) :1f431:
    • Wir haben im Moment eine Freigängerkatze und einen Kater, der auch nur an der Leine in den Garten darf. Die größte Sorge macht uns ein möglicher Diebstahl, als zweites natürlich der Verkehr.
      An vergiftete Mäuse habe ich bisher noch gar nicht gedacht =O
      Da es mit Bella und unserer damaligen zweiten Katze extremen Stress gab, haben wir sie rausgelassen und wollen/können das jetzt nicht mehr zurück nehmen. Sie ist auf Grund ihrer Blue-Zeichnung aber auch nicht so eine auffällige Erscheinung wie andere Bengalen.
      Im Moment planen wir gerade unseren Garten katzensicher zu machen, das ist natürlich ziemlich aufwendig. Aber bei dem ungesicherten Freigang bleibt doch immer auch irgendwie ein ungutes Gefühl...
    • Wir haben einen gesicherten Garten und nur einer meiner 5 Katzen darf ganz raus, er kennt noch ungesicherten Freigang und akzepiert die Begrenzung nicht. Allerdings wird er mit 10 Jahren immer häuslicher. Meine Bengalin würde niemals auf die Idee kommen den Garten zu verlassen, falls das doch mal geschehen sollte, würde sie den ganzen Ort nach mir zusammen schreien. In etwa MÄH MÄH Mami hilf mir, ich will zu dir.
      Mit meinen Jungs sieht das schon anders aus, sie würden gerne die Welt da draußen erkunden, 600 qm sind langsam langweilig und die Vögel in Nachbars Garten sind ganz toll.
      Es hat eine Stange Geld und Nachbesserungen benötigt, dass unser Garten sicher wurde, aber es ist mir wert, denn die Sorge abends wo sie sind bis sie nach Hause kommen ist mir unerträglich.
    • Wir haben ca. 80 m normalen Maschendrahtzaun, auf den wurde ein Netz aufgesteckt und mühsam habe ich mit einer Nylonschnur Netz mit Zaun durchfädelt. Die letzten 60 cm fließt Strom.In diesem Bereich ist der Zaun 220 cm hoch. Im vorderen Bereich musste ich den Garten abtrennen, dort ist der Netzzaun nur 170 cm hoch, aber das reicht. Wir mussten noch ein Zwischentor anbringen, so dass wir auch noch rein und raus können. Etliche Bäume musste ich mit Drahtglocken absichern und einige Bäume mussten weichen. Sie haben noch genügend Klettermöglichkeiten.
      Ich stell mal Bilder rein. Der Spaß hat mich so ca. 2500 Euro gekostet, aber das ist es mir wert.
    • Sie kommen noch, jedoch kann ich den Garten nicht so leicht mit Fotos erfassen, der Garten ist zu groß. Und dann sieht man/frau die Sicherung nicht.

      Die ersten beiden Bilder ist das Netz im vorderen Bereich des Garten. Man sieht das Netz eigentlich nur im Winter, denn ansonsten ist alles begrünt. Im seitlichen und hinter Garten haben wir das Netz auf den normalen Maschendrahtzaun aufgesteckt. So, dass der Zaun eine Höhe von ca. 230 cm hat. Auf den letzten 60 cm läuft Strom. Den werde ich jetzt bald wieder ausschalten. Denn sie wissen es. Lakisha kam noch nie hin.
      Vielleicht hilft es Dir weiter.
      Das ist ja toll, dass Eure auch einen Garten bekommen. Das ist so so schön.
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      • DSCF0442.JPG

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      • DSCF0399.JPG

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    • Zuviel Grünzeug sollte nicht in den Zaun hängen, da es dann schnalzt und Strom weg zieht. Auch im Winter muss ich die Bäume immer vom Schnee abschütteln und vom Zaun befreien. Da habe ich aber immer den Strom ausgeschalten. Und mein Garten ist wirklich dich bewachsen.
      Dateien
    • Hallo

      Meine Elli, die ich ja von der Nachbarin übernommen habe, bekam von ihr leider auch Freigang.
      Unmöglich ihr das jetzt wieder zu nehmen.
      Ich laufe nachts mehrmals durch die Gegend und suche sie, weil ich sonst keine Ruhe habe.
      Wenn ich sie dann endlich ins Haus gelockt habe, schreit sie wie am Spieß, weil ich sie dann nicht mehr raus lasse.
      Sobald sie einsieht, daß sie nicht mehr raus darf, legt sie sich auf meine Beine und schläft.

      In letzter Zeit jedoch nur zwei, drei Stunden, dann pläkt sie wieder so lange, bis ich sie schließlich rauslasse.
      Dann schreit sie draussen, wenn sie wieder rein will, dann will sie wieder raus, usw.
      Einmal hat nachts um drei der Nachbar angerufen, weil ich die Elli nicht gehört habe, aber die halbe Nachbarschaft dagegen schon.

      Bei Regen ist sie länger drinnen.
      Jeden Tag bringt sie mir Tierchen, lebend oder tot. Mäuse, Vögel und sie angelt auch sehr erfolgreich im Nachbarsteich.
      Bis jetzt konnte ich jedoch alle Fische, bis auf einen, erfolgreich reanimieren und in den Teich zurückbringen.
      Bin schon die Attraktion in der Nachbarschaft mit der Salatschüssel, in der ein lädierter Karpfen schwimmt und der protestschreienden Elli im Schlepptau.
      Zum Glück frisst sie ihre Fänge nicht.

      Da der Terror nachts nicht mehr auszuhalten ist, habe ich jetzt schweren Herzens eine Katzenklappe gekauft. Die wird nächste Woche eingebaut.
      Dann kann sie kommen und gehen wie sie will.
      Hoffentlich bringt sie dann die Tierchen nur tot rein....

      Wir haben auch einen Garten, indem die Elli unheimlich gerne und ausgiebig mit uns spielt und tobt.
      Sie sitzt auch mal nur ganz ruhig mit uns im Garten. Sobald wir jedoch ins Haus gehen protestiert sie lauthals und wenn sich keiner mehr erbarmt mit ihr draussen zu sitzen zischt sie ab.

      Ich habe grosse Angst, daß ihr was passiert.
      In unserem Wohngebiet heizen manche Idioten ziemlich schnell mit ihren Autos durch die Gegend.
      Die nächste Strasse ums Eck ist eine vielbefahrene Durchgangsstrasse.

      Sie ist meistens nur im Wohngebiet unterwegs, ich habe sie aber auch schon über die Durchgangsstraße laufen sehen.
      Gerade wird auch im angrenzenden Gebiet viel gebaut, da strolcht sie ständig in den Rohbauten herum, wo viel seltsames Zeug herumliegt, wo sie sich verletzen könnte.

      In der Nachbarschaft wurde bereits ein Hund mit einem Giftköder getötet. Da habe ich bei der Elli jedoch keine Angst, weil die unheimlich schleckig ist und nur auserlesene Sachen ist.
      Nicht mal die Wurmkurtablette in Leberwurst verpackt frisst sie ( also auch die Leberwurst drumherum nicht, die riecht das ).

      Ich habe trotzdem täglich unheimlich Angst um meine kleine Entdeckerin.
      Oft bleiben die Leute stehen und bewundern sie, so daß ich auch Angst habe, daß sie geklaut werden könnte.
      Ich kann ihr ( und mir ) aber nicht antun, ihr den Freigang zu verbieten.
      So hoffe ich eben, daß ihr nichts passiert.
      Falls ich mir mal wieder Katzen anschaffen sollte ( wenn es Elli in dreißig Jahren mal nicht mehr geben sollte ), werden es nie mehr Freigänger.

      Herzliche Grüße
      Hysterie
    • Hallo Hysterie

      Ich verstehe dich sehr gut - unsere beiden sind auch Freigänger (mit Katzentüre)... wir wohnen allerdings in einer ruhigen Gegend mit vielen Bäumen und Wiesen (aber klar, auch hier im Quartier hat es Autos). Wenn ich aber sehe, wie glücklich unsere Katzen draussen herumspringen und wie verschnurrt sie abends bei uns liegen, bereue ich unseren Entscheid nicht, sie nach draussen zu lassen. Und klar, auf die Mäuse und co. könnte ich verzichten ;( aber sie sind so ausgeglichen und glücklich :love: . Aber natürlich ich werde unruhig, wenn sie länger nicht nach Hause kommen, das wird wohl auch immer so bleiben...

      Liebe Grüsse Claudia
    • Unser Zaun ist jetzt seid gut zwei Wochen im Betrieb. Beim ersten Mal ohne Leine im Garten war Balu unsicher und ganz platt über dem Boden laufend unterwegs und ist immer von mir weggelaufen, wohl aus Angst ich fange ihn wieder ein. Was ich sonst natürlich auch gemacht habe.


      Beim zweiten Mal hat er sich immer noch oft nach uns umgesehen, so nach dem Motto: meinen die das Ernst, echt, ich darf???


      Mittlerweile toben beide total ausgelassen durch den Garten und springen die Bäume raufen und runter.
      Oder sie suchen sich ein schönes Plätzchen zum Chillen.
      Wenn die Menschen was Spannendes machen, mischt man natürlich auch mit:1f600:
      Wir hatten ja schon einen 1.60 m hohen Doppelstabmattenzaun der "untenrum" weitgehend dicht ist. Darauf haben wir den Plus/Minus-ElektroZaun aufgesetzt.
      Hier mal ein paar Bilder:
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      Das Dach des Gartenhauses ist nur zur Straßenseite gesichert, um keinen Absprungspunkt zu bieten:
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      Torlösung 1 nur mit Netz ohne Strom:
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      2. Tor mit Strom gesichert:
      20170813_201835.jpg
      Das ginge deutlich eleganter, wenn man die Kabel unterirdisch verlegen könnte. Dann bräuchte man die Krokodilklemmen nicht und der Stromkreis würde beim Öffnen des Tores nicht unterbrochen. Geht bei uns aber nicht mehr, da wir letztes Jahr den Weg gepflastert haben.
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