Bengalkater spielt Alpha-Tier

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Bengalkater spielt Alpha-Tier

      Wie viel Bengalen hast du?:4 Bengalen
      Wie alt sind deine Katzen?:10 und 5 Jahre, 8 und 5 Monate
      Wie lange hast du deine Bengalen schon? 5 und 2 Monate
      Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?:3 männlich, 1 weiblich
      Sind alle Tiere kastriert (JA/NEIN):Ja
      Wenn NEIN welche Tiere nicht:
      Sind deine Katzen vom Züchter:Ja



      Mein Problem ist folgendes:
      Hallo,

      Wir haben 4 Katzen, 2 Wald-und-Wiesen katzen (10 Jahre weiblich-Sira und 5 Jahre männlich) sowie 2 Bengal Kater mit 8 Monate (Cesar) und 5 Monate.

      Das Problem ist bei der 10 jähreigen Katze Sira und dem 8 Monate alten Bengal Kater Cesar, der Kater stalkt und jagt die Katze, die rennt auch schon los wenn sie ihn nur sieht und dementsprechend ist auch sein Jagdtrieb geweckt :(

      Sira hat mir nun inzwischen schon 2x in die Speis gemacht (groß) weil sie sich entweder nicht auf's Kisterl traut oder einfach nur protestiert.
      Mein Gedanke ist jetzt das ich Feliway ausprobiere, hat das schonmal wer von Euch und was wäre besser Classic oder Frinds?

      Eventuell noch andere Ideen um das ganze etwas ein zu dämmen?

      Vielen dank für Eure Hilfe
      Gabi
      :1f431: Sira - 2006 / Cesar 24.04.2016 (Einzug 22.07.2016) / Keanu 30.07.2016 (Einzug 22.10.2016) / Halrey Davidson 30.01.2018 (Einzug 16.05.2018) / Quattro 06.04.2018 (Einzug 04.08.2018) :1f431:
    • Hallo Gabi,

      Axel verhielt sich seiner damaligen kätzischen Partnerin Georgina gegenüber ähnlich. Axel verehrte Georgina und hing 24/7 an ihr wie eine Klette. Das wäre für Georgina nicht allzu schlimm gewesen, wenn er nicht die Kuscheleinheiten mit regelmäßigen Prügelattacken aufgepeppt hätte. Georgina reagierte gestresst und bekam dadurch Magen-Darm-Beschwerden (Bauchweh, Durchfall). Meine ehemalige Vermieterin, eine Main Coon Züchterin mit über 30 Jahren Erfahrung, riet uns zur Frühkastration. Sie meinte, dass einige (potente) Kater sich die Zuneigung des Gegenübers erprügeln wollen. Da Orientalen frühreif sind, ist es durchaus möglich, dass ein Kater im zarten Alter von 5 Monaten schon den ersten Hormonschüben ausgesetzt ist.
      Nach der Kastration wurde es nicht schlagartig viel besser, doch man konnte schon einen kleinen Unterschied bemerken. Eine signifikant spürbare Besserung gab's über einen Monat nach der Kastration.

      Axel rauft sich so oder so gerne spielerisch - "typisch Kater" eben. Doch immerhin reduzierte sich die Prügelei auf ein für Georgina sehr gut erträgliches Maß. Georgina war halt auch ein "typisches" Katzenmädel, die solche Raufereien auf den Tod nicht ausstehen konnte. Betty, Axels jetzige Partnerin, hingegen findet diese Raufereien ebenfalls witzig. Die beiden hauen sich jeden Tag hier "zum Spaß".

      Unsere damalige Lösungsstrategie sah neben der Frühkastration folgendermaßen aus:

      Georgina wurde ermuntert, sich Axel gegenüber zur Wehr zu setzen. Wir lobten sie, wenn sie Axel in seine Schranken wies (sei es durch Ignorieren oder ihn mal eine gezielte Ohrfeige verpassen oder...).

      Axel wurde immer wieder gelobt, wenn er sich Georgina 'normal' näherte.

      Von beständiger oder zu massiver Intervention seitens der Menschen wurde uns abgeraten, mit der Begründung, dass wir damit den Katzen die Chance nähmen, unter sich die Dinge zu regeln (natürlich nur, solange die Situation nicht zu entgleisen droht). Dies ist wichtig, damit die Katzen untereinander zur Ruhe kommen- Darin waren sich alle von uns befragten Züchter einig.

      Zeitgleich gab's ein Georgina-Pamper-Programm. Sie spielte für ihr Leben gerne und war gerne der Mittelpunkt der menschlichen Aufmerksamkeit (sie war extrem eifersüchtig; wie viele Siamesen). Daher gab es zur Erhöhung des Wohlbefindens täglich Zeiten (1 bis 2 mal ca. 5 bis 10 Minuten), in denen sie bespaßt wurde, während Axel warten musste. Das war anfänglich für alle etwas stressig, aber die Magen- und Darmprobleme von Georgina gehörten ab diesem Zeitpunkt der Vergangenheit an. Zugleich besserte sich das Verhältnis der beiden Tiere - Georgina war dem Kleinen gegenüber wesentlich 'gnädiger' gestimmt. :D Nachteil dieser Geschichte war, dass beide Katzen Zeit ihres Lebens entweder "unter sich" spielten oder getrennt mit dem Menschen. :cursing: ;)


      Daher würde ich wahrscheinlich bei ähnlicher Konstellation nachfolgendes zuerst ausprobieren:

      In einer Tiersendung mit Birga Dexel wurde den Haltern eines Mehrkatzenhaushaltes empfohlen, für ein gestresstes Tier einen speziellen Raum (dort war's glaube ich das Arbeitszimmer) einzurichten, der nur für dieses Tier und alle Menschen benutzbar ist. Wenn ich mich recht entsinne, wurde die eine Katze von einer anderen Katze gemobbt. Das stresste die Katze und führte zu Verhaltensauffälligkeiten (was genau, weiß ich nicht mehr). Allerdings war es dort nicht so krass, als dass eine Trennung der Tiere notwendig gewesen wäre.
      In die Tür wurde eine chipgesteuerte Katzenklappe eingebaut und diese nur auf diese Katze programmiert. Dann musst die Katze auf die Nutzung der Klappe trainiert werden. Als die Katze die Klappe gut nutzen konnte, hatte sie ihren absolut sicheren Rückzugsraum und zugleich den Mega-Bonus dort auch ab und an "ihre" Menschen ganz exklusiv für sich zu haben.

      Damals, mit Georgina und Axel, sind wir einfach nicht auf diese Idee mit der Katzenklappe gekommen. Leider, denn ich denke, dass es die einfachste Möglichkeit ist, einem etwas gesetzteren Tier einen Rückzugsraum anzubieten. Es muss ja auch nicht gleich ein ganzes Zimmer sein. Wenn die Räumlichkeiten es nicht erlauben, könnte mMn z. B. die Übertragung des Exklusiv-Nutzungsrechts eines Kletterschranks auf die gestresste Katze ähnliches bewirken.

      Könnte das für Sira ggf. eine Lösung sein? Für mich wäre vorstellbar, dass es der Dame im besten Alter es gut täte, ab und an eine Auszeit von den übermütigen Halbstarken zu haben. Zugleich würde Cesar beim Rückzug von Sira an einen sicheren, für Cesar unzugänglichen Ort einen Jagdmisserfolg nach dem anderen erleiden. Somit könnte das Sira jagen m. E. einiges an Attraktivität verlieren.

      Liebe Grüße,
      Milena

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Gina ()

    • Hallo Milena,

      Danke für die ausführliche Antwort.

      Über den eigenen Raum mit der Klappe haben wir auch schon nachgedacht ist halt die Frage ob sie es annimmt.

      Ich denke ein großes Problem ist, das sie 5 Jahre als Einzelkatze gehalten wurde (durch Unwissenheit) und nie gelernt hat mit anderen Katzen klar zu kommen. Cesar ist jetzt seit 5 monate bei uns und das Problem ist seit ca 3-4 Wochen akut.
      Gestern hat sie ohne das sie überhaupt versucht hat ins Bad zu kommen (dort stehen die Kisterl) in der Küche 1 Meter neben den Näpfen hin gekackt. Ich hatte keine Chance sie davon abzuhalten :(

      Dann liegen die beiden wieder innherhalb von 1 m auf der couch oder sie geht bei ihm vorbei als wenn nichts wäre und das versteh ich so gar nicht.

      Heute sind die Feliway Stecker gekommen, ich hoffe das es irgendwas bringt.

      Hat jemand von euch Erfahrung mit Zyklene? Wäre das überhaupt eine Alternative?


      LG
      Gabi
      :1f431: Sira - 2006 / Cesar 24.04.2016 (Einzug 22.07.2016) / Keanu 30.07.2016 (Einzug 22.10.2016) / Halrey Davidson 30.01.2018 (Einzug 16.05.2018) / Quattro 06.04.2018 (Einzug 04.08.2018) :1f431:
    • Hallo Hochi,

      "Cesar stalkt nicht" ,er ist ein Kater und will dies in seiner Dominanz auch eben deutl zeigen!! Und da nimmt er sich eben die "Weiber" zur Brust

      in der regel sind diese Hormon stecker was fürn... poppes....und kann leider auch das <Gegenteil auslösen.

      Caesar katert und sollte in die Kastration gehen ,denn die Jagerei wird zu nehmen und wenn sira sich die Protestbrödelei angewöhnt, wird sie es auch "geringeren" Anlässen zu Tage bringen!!

      Und Caesar mit Katzenminze-Kissen so lange auf die Höhe bringen ,bis er zu müde ist,Sira zu jagen_!!!

      sira aber nicht von casar räumlich trennen ,denn dann fühlt sie sich zurückgesetzt und beginnt viell. noch mit anderen Psychospielch.

      Werfe bei meinem Carlo, die Kissen,wie frisbees und dann ist er ausgetobt und hormonell übersättigt :D obw. kastriert ....

      Gruß i.A. Carlo

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Carlo ()

    • Hallo Carlo,

      Cesar wurde bereits kastriert bevor er zu uns kam (Frühkastration mit ca 11 Wochen).

      Er hat ja noch 2 kumpels mit denen wir spielen und auch apportieren spielen wir sehr viel mit ihm.
      Räumlich trennen wäre für uns die allerletzte Möglichkeit, wenn jedoch so das Sira den Raum jederzeit verlassen und betreten kann (Chipgesteuerte Klappe) aber wie gesagt das ist die letzte Möglichkeit.

      Die Stecker ob für den Popo oder nicht werden einfach ausprobiert, es kann nur nichts bringen ;)

      LG
      Gabi
      :1f431: Sira - 2006 / Cesar 24.04.2016 (Einzug 22.07.2016) / Keanu 30.07.2016 (Einzug 22.10.2016) / Halrey Davidson 30.01.2018 (Einzug 16.05.2018) / Quattro 06.04.2018 (Einzug 04.08.2018) :1f431: