Durchfall geht nicht weg

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    • Hallo Michael,

      wir haben in der Tat gestartet mit gefrorenem Katzen-Fertigbarf von Kölle. Hat gut funktioniert, ist aber nicht ganz billig.

      Aktuell steigen wir testhalber um auf Fertigbarf von Zoobedarf Hitzegrad. Die sind uns aufgefallen, weil sie Vogel- und Wildkatzenzoos beliefern - und etwas preiswerter sind. Ich hatte ein sehr fundiertes Telefon-Gespräch mit einer Mitarbeiterin dort.

      Die Ware ist sehr frisch. Hier geben wir etwas Leinöl, einen Schluck Wasser und manchmal Flohsamenschalen dazu.
      Öl deshalb, weil beim Schockfrosten (bis -90 Grad) die langkettigen Ölketten wohl teilweise zerstört werden.

      Öl und Wasser geht superschnell, Flohsamenschalen, naja...
      Uns war selbst Barfen auch zu aufwändig.

      Aktuell empfinden wir es kaum aufwändiger als Dose.

      Wichtig: Unsere Katzen brauchen beim Barf deutlich weniger als beim Dosenfutter, das erklärt sich nicht mal mit der Umrechnung des Fleischanteils der Dose. Beispiel:
      * Dose (mit 70% Fleisch) je 300 g /Tag
      * Barf: 130 g/Tag
      das relativiert den etwas höheren Preis deutlich.

      Einziges Problem macht Bourbon: es bekommt ihm zwar gut, aber er ist bei neuen Sachen mäkelig - wir mischen aktuell ins Barf für ihn manchmal etwas Dosenfutter, um ihn daran zu gewöhnen. Tequila war gar kein Problem: alles was rohes Fleisch ist, wird verschlungen :-)
    • kommt auf den Tag an :D
      nein, im Ernst: wir kontrollieren zwar regelmäßig das Gewicht beim Clickertraining als ein Bestandteil, aber wir limitieren das Futter nicht in der Hoffnung, dass sie weitehin entspannt fressen. Sie hören meist von allein auf. Naja, zum Clickern gibt es noch im Backofen gegarte Hühnerbrust, aber die je 10-15g gibts immer, ob mit Nassfutter oder Barf.
      Das ist sicher individuell verschieden, kommt auch bei uns auf den Tag an. Aber sie hatten vorher auch Tage mit bis zu 450g Catz finefood pro Katze(!), nun gibt es auch Tage mit bis zu 180g Barf pro Katze, das ist aber die Ausnahme...
    • was aber auch beeindruckend ist, ist
      * Agilitätszunahme mit Barf ( naja, mir waren sie vorher auch agil genug - eigentlich... 8) , aber nun - naja, bei 110%)
      * und das Fell hat sich innerhalb der letzen drei (vor allem) Barf-Wochen deutlich verändert: von seidig zu seidiger und noch seidiger, von etwas glänzend zu Glitter-Glanz in der Sonne

      Gibt auch temporäre Nachteile...:
      * immerhin hat Tequila aufgehört zu knurren :cursing: , wenn rohes Fleisch kommt; es ist ja genug für jeden da :thumbsup: :thumbsup:
    • vielleicht noch als kleine Ergänzung:

      Die Frische des Fertigbarf empfinden als extrem gut.

      Und es ist immet noch so: bekommt unser Bourbon zuviel Dosenfutter ( catz finefood oder Granatapet) wie der Stuhl breiiger und müffelt deutlich. das hört mit Barf sofort auf. Da unser Zeitbudget unter der Woche sehr begrenzt ist, sind wir somit über das Fertigbarf froh.
    • noch ein Nachtrag
      Wir haben nun sehr systematisch gefüttert und beobachtet. Wir füttern etwa 3x/ Tag

      Tequila frisst und verdaut alles klarglos, maximal deutlicher Kotgeruch

      Bourbon:
      • Reines Barf: kein Durchfall, Kot riecht kaum
      • 1x Dose morgens + 2x Barf: Kot noch weitestgehend fest, riecht aber streng
      • 2x Dose + 1xBarf: dünner Kot, riecht sehr unangenehm
      • nur Dose: puh...breiiger Stuhl, furchtbarer Geruch
      Bei der Dose haben wir Catz finefood und Granataped in Verwendung. Aber auch das Dosenfutter anderer Futterhersteller macht keinen Unetrschied.

      Beide Katzen sind mit rnem Barf am agilsten.

      Was noch auffallend war: wie hatten beiden rohen Lachs (dünne Reststücke) angeboten. Haben beide problemlos akzeptiert, Bourbon hat ihn gierig gefressen, Stuhl perfekt, einzig der Geruch aus seinem Fell danach erinnert doch ein wenig an Nordsee:-)


      Fazit für uns abschließend: Dose maximal 1x/Tag imw weiteren mit Barf kombinieren. Dose ist allerdings gerade bei Fremdbetreuung einfacher, vor allem morgens...Abends werden unsere Catsitter wohl auch barfen können.
    • Druchfall geht nicht weg

      Hallo,

      Ich habe auch zwei Bengalen, Maomao, 9 Monate und, Nana, 5 Monate alt. Habe die selben Probleme wie oben erwähnt. Beim Maomao (m) nach verschiedlichsten Behandlungen hat sich nichts verbessert. Flüssiger zum Teil mit Blut versetztem Druchfall. Erschwerend kommt dazu, er ist extrem Handscheu und es ist unmöglich im Pillen oder Flüssigenkeiten mit Beigeschmack zu verabreichen. Weder im Futter untermischen noch im Zwangsweise zu verabreichen. Er ist nur Büchsenfutter mit Tuna. Bin überzeugt von Barf und habe es versucht, aber es wird nicht angrührt. Das einzigie was ich beimischen konnte sind probiotics, hilft aber auch nicht.
      Wir wohnen in Shanghai und die hiesigen Tierkliniken, an sich sehr bemüht, wissen auch nicht mehr weiter, ausser non-stop weitere Antibiotika zu geben, was ich jetzt stoppte.

      Ich werde nun die homöophatischen Mittel versuchen, habe nur noch nicht gefunden wo sie in China erhältlich sind.

      Für allfällige Tips wäre ich sehr dankbar.

      Beste Grüsse
      Mischa
    • Hallo Mischa,
      Antibiotika gegen Durchfall sind sinnlos, weil sie die Darmflora/ Bakterien mit zerstören.
      Wurden die Antibiotika gespritzt?

      Barf: welche Tierarten-Fleisch hast Du versucht? Gewolft oder Stückig?

      kannst Du Barf ggf. Mit Dosenfutter mischen? Am Anfang wenig Barf, viel Dosenfutter und dann die Barfanteile steigern?
      Häufige kleine Mahlzeiten möglich?

      Bierhefe unter Futter mischen(Flocken, zerkrümeln, wird recht fein)

      Frisst er rohen Tuna? Ggf. Ministückchen? Wenn ja->
      Handscheu: Klickertrainig-> Klick plus Ministück Tuna hinlegen. Wiederholen, bis er aus der Hand frisst.
      falls das klappt: Globuli in Tuna packen.

      Homöopathie: Nux vomica d12, wie oben angegeben

      Alles nur Gedanken, was mir dazu einfällt.

      Leider keine Idee, wo man Globuli bei Dir herbekommt.
      Wünsche deinen beiden alles Liebe!
    • Klingt ja schon mal erleichternd. :thumbsup: Mein TA meinte, er sei nicht davon begeistert, weil viele Besitzer die Supplemente falsch dosieren (oder gar nicht verwenden) und er daher öfter mangelernährte Tiere vorgestellt bekommt. Aus seiner Sicht spricht aber nichts dagegen, wenn man das beherrscht. Nur er (wie vermutlich dein TA auch) ist der Auffassung, dass das eben viel zu selten der Fall ist und daher rät er prinzipiell davon ab.

      Bei gewöhnlichem Durchfall verwende ich oftmals Heilerde magenfein (gibt es in jedem Drogeriemarkt für ein paar Euro). Die kann man einfach für ein paar Tage unters Futter mischen, bis der Stuhl sich festigt. Beim ausgewachsenen Orientalen-Kater nehme ich 1 Messerspitze bis max. 1/2 Teelöffel (je nach Schweregrad des Durchfalls). Wenn ich die höhere Dosierung wähle schleiche ich es langsam (über z. B. 2 Tage) aus, halbiere die Dosis von Mahlzeit zu Mahlzeit.

      Hilfreich finde ich auch das Buch Homöopathie für Katzen.
    • Ach, das freut mich richtig zu lesen. ^^ Ich bin hier eh der Exot mit meinen Orientalen. Aber ich finde die Tips von den Bengalenhaltern so toll. Daher halte ich mich lieber hier als im Orientalenforum auf. Meine Erfahrung nach einigen Generationen Orientalenhaltung ist: sie haben nicht nur sehr spezifische Anforderungen in der Haltung - jede einzelne meiner Katzen hatte ganz spezielle Vorstellungen über ihren Ernährungsplan. X/

      Meinen TA hatte ich wegen des Themas 'gelöchert'. Meine Kleine (Betty, die Siam, die du im Profilbild siehst) habe ich mit selbstgekochter Nahrung 'groß' gezogen (Betty isst - leider! - kein rohes Fleisch). Da schlug mein TA eben auch Alarm.... Musste aber zeitgleich zugeben, dass sie topfit ist. :/ :D Natürlich kann man in der Wachstumsphase kaum einen 'richtigen' Überblick behalten. Manche, wie z. B. Betty, fressen einem in der Zeit die Haare vom Kopf. Sie hat phasenweise über 600 g Fleisch pro Tag vertilgt - damals mehr als ein Drittel ihres Eigengewichts. Allerdings glaube ich auch nicht, dass die 'Futtermittelindustrie' auf solche Fressorgien von Kitten eingestellt ist. Daher sehe ich das ein wenig entspannter. Ich kann den Tierarzt hervorragend verstehen und finde gut, dass er so auf das Tierwohl bedacht ist. Aber es bedeutet noch lange nicht, dass man sein eigenes Tier so mangelhaft ernährt, wie er es von anderen Tierhaltern kennt. :blush: