Geht jemand von euch mit den Bengalen draußen an der Leine?

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    • Rocca schrieb:

      Ja die Jacke ist übertrieben aber er sitzt sonst nach zwei Minuten im Schnee und zittert am ganzen Körper.
      So reicht es wenigstens für 10 Minuten.
      Ohne Jacke müssen wir gleich wieder hoch, und fünf Minuten später ist er wieder warm und will wieder raus.
      Ich muss ehrlich zugeben, dass ich auch schon drüber nachgedacht habe, meinem Kleinen was anzuziehen, wenn wir raus gehen, habe nur nichts passendes zur Hand gehabt und war mir auch nicht sicher, ob es tatsächlich eher die Angst ist, wenn er zittert.

      Wie ich bereits schrieb hat er Angst wegen Fluglärm und Autos, dann bleibt er stehen und zittert auffällig. Allerdings zittert er auch, wenn er bei mir in der warmen Jacke ist und den Lärm hört. Und er zittert nicht, wenn er ein paar Meter zügig gelaufen ist.

      Als vor ein paar Tagen mal etwas Schnee lag, da wollte er unbedingt raus. Aber als er dann im Schnee war, da hat er sich überhaupt nicht bewegt, nur abwechselnd die Pfötchen gehoben und ausgeschüttelt, da habe ich ihn gleich wieder mit in die Wohnung genommen.
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Zittern bedeutet nicht unbedingt, dass ihnen kalt ist, sondern eben (wie oben angedeutet), wenn sie stark aufgeregt sind.
      Ich würd nie auf die Idee kommen, ihnen was anzuziehen. Wenn es das Wetter nicht hergeben sollte, geht es eben nicht raus - ansonsten hätt ich viel zu viel Schiss, dass sie irgendwo hängenbleiben, wenn sie mal ausbüxen sollten.

      Katze einfach Katze sein lassen :)
      <3 17.04.2014 - Emil & Nala <3
    • Nala schrieb:

      Zittern bedeutet nicht unbedingt, dass ihnen kalt ist, sondern eben (wie oben angedeutet), wenn sie stark aufgeregt sind.
      Sie zittern allerdings auch, wenn ihnen kalt ist, d.h. so eindeutig ist das nicht.
      Und wenn dann noch Angst dazu kommt, dann führt das meist dazu, dass sie sich auch nicht genug bewegen, um bei niedrigen Temperaturen warm zu bleiben.
      Der kleine Oskar hatte sich Ende Februar beim Spazieren gehen erkältet. Deshalb haben wir diese Experimente erst einmal eingestellt und gewartet, bis er voll durch geimpft ist und dass es etwas wärmer wird.
      Seit letzter Woche gehen wir wieder etwas öfter.

      Auf einsamen Wegen oder Nebenstraßen ohne Verkehr oder Fußgänger geht es inzwischen ganz gut, aber sobald Leute oder Autos kommen geht er in Lauerstellung.
      Außerdem läuft er immer ein paar Meter recht zügig, um dann ganz plötzlich stehen zu bleiben. Manchmal läuft er auch ohne Grund zwischen den Füßen durch.
      Das kostet sehr viel Aufmerksamkeit, so richtig wie spazieren gehen ist das nicht.

      Andererseits muss man klar sehen, dass das auch noch nicht zu erwarten ist. Ich bin in der Summe mit ihm in 2 Monaten so oft draußen gewesen, wie man mit einem jungen Hund in 3 Tagen gehen muss... und der lernt es in den 3 Tagen auch nicht.

      Also üben wir geduldig weiter und ich freue mich über die langsamen Fortschritte.
      Die letzten 100 Meter nach hause klappen schon sehr gut, da merkt man ihm richtig an, wie er sich auf die kuschelig warme Wohnung freut.
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Ich habe gerade mit einer Bekannten per Mail über dieses Thema philosophiert und damit die Gedanken nicht verloren gehen stelle ich die auch mal hier rein.
      Es ging darum, ob und wie schnell man damit rechnen kann, dass die Katze wirklich an der Leine mit läuft wie ein gut erzogener Hund...

      Das Problem mit der Katze an der Leine ist vielschichtig:
      Hund sucht Schutz im Rudel, d.h. beim Herrn.
      Katze kennt das Konzept Rudel nicht, die sucht Schutz auf Bäumen oder in Verstecken.
      Hund jagt im Rudel, der hat das im Instinkt, dass er zusehen muss, dass er nicht verloren geht.
      Katze kennt das nicht, die hat ihr Revier und jagt allein.
      Hund stöbert, geht viel forscher mit unbekanntem Terrain um, Katze schleicht vorsichtig und lauert.

      D.h. die Katze hat dabei viel mehr zu lernen.
      Dummerweise (oder glücklicherweise) muss man aber viel seltener raus, also übt man auch weniger.
      Mehr lernen mit weniger üben, bei einem Tier was von Natur aus nicht so gelehrig ist, das muss einfach um ein Vielfaches länger dauern und erfordert entsprechend mehr Geduld.

      Wenn man bei einem Hund davon ausgehen kann, dass er (bei geschicktem Training) etwa einen Monat braucht, bis er einigermaßen leinenführig ist, dann würde ich bei einer Katze ein Jahr ansetzen. Alles Andere wäre Wunschdenken.
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Heute war ich beim Fressnapf, eine Flexi-Leine holen, damit läuft sich etwas schöner.
      Kann er etwas hinterher bummeln und dann vornweg laufen und stehenbleiben, ohne dass er über die Leine stolpert.
      Das "bei Fuß gehen" üben wir dann im nächsten Schritt. ^^

      Das angenehme war heute, dass er zum ersten Mal ganz deutlich signalisiert hat, dass er mit kommen will.
      Wir waren am Nachmittag schon mal draußen und eigentlich wollte ich allein zum Fressnapf, aber als ich mich angezogen habe, da kam er und hat sich sehr deutlich bemerkbar gemacht.
      Hat sich auch echt gelohnt... wenn ich gewusst hätte, wie Frauen auf den Anblick junger Katzen reagieren, dann hätte ich mir schon eine zugelegt, als ich noch Single war. :cool:
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Erna schrieb:

      Ist wahrscheinlich die Hundeerfahrung, die dir und dem Kater hilft.
      Ja sicherlich, letztendlich sind diese Erfahrungen sehr wertvoll.
      Aber mir war auch von vorn herein klar, dass es mit dem Kater deutlich anspruchsvoller wird, denn gerade das gehen an der Leine widerspricht dem Naturell der Katze aus verschiedenen Gründen.
      - Katze will Revier erkunden und nicht einfach nur durch marschieren, da ist der Hund deutlich unbekümmerter
      - Katze hat von Natur aus sehr wenig Verständnis für fremdbestimmtes Handeln, das liegt dem Hund als Rudeltier im Blut
      - bei Angst gehen Instinkte vor Erlerntem

      Dagegen anzukommen erfordert sehr viel Geduld und systematisches Üben.
      Aber wie man sieht sind wir auf einem guten Weg!
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Mal ein kurzes Update:
      Momentan haben wir eine auffällige Stagnations-Phase.
      Oskar wird selbstbewusster, hat dadurch weniger Angst, wird aber auch spürbar eigensinniger.
      Heißt, jetzt bockt er nicht mehr so oft aus Angst, dafür widersetzt er sich immer mal wieder bewusst (und mit Kraft) dem Zug der Leine, wenn er gerade was interessantes sieht oder riecht. Der Effekt ist nahezu der gleiche.
      Und neue, fremde Wege sind nach wie vor sehr schwierig.

      Die Einzige, die davon echt begeistert ist, ist meine Partnerin... weniger über Oskar, sondern über meine Geduld.
      Und ich befürchte, davon werde ich in den nächsten Monaten noch viel brauchen...
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Fremde Wege gehen bedeutet Du gibst den Weg vor ,geht Ihr alt bekannte Wege ist Oskar der Chef.
      Je nachdem mußt Du sein Selbstbewußtsein stärken und den bekannten Weg gehen oder Oskar ist so frech , dann halt
      neuer Weg ,aber bedenke so ein Training bedeutet immer ,das diese Regelmäßigkeit immer von Oskar eingefordert wird...

      Es kann sein ,Du machst aus ihm einen Freigänger und er will immer raus.... Denn es kann sein, dass ers selber und alleine spazieren möchte...

      Noch muckt er auf unbekanntem Terrain ,wohl nicht mehr lange :D :D
    • Michel O. schrieb:

      Was hast du denn dagegen unternommen wenn er Angst hat raus zu gehen?
      Raus geht er erst einmal nur in der Umhängetasche, zu Fuß gehen wir momentan nur den Heimweg im Wohngebiet und eventuell unterwegs in Parks.
      In der Umhängetasche fühlt er sich sicher, da lehnt er sich auf dem Weg lässig raus und beobachtet die Umwelt, gewöhnt sich an den Verkehrslärm, da bleibt er auch in der Eisdiele/Gaststätte drin und so lassen sich die Spaziergänge auch in einer einigermaßen akzeptablen Zeit absolvieren.
      Mit dieser Einteilung können wir ihn jetzt schon recht locker bei Sonntagsausflügen oder Abends in die Kneipe mitnehmen.
      Den Weg nach draußen werden wir ihn erst zu Fuß gehen lassen, wenn das besser klappt, weniger wegen der Angst, sondern eher wegen des Übermuts (=Fluchgefahr).


      Carlo schrieb:

      Fremde Wege gehen bedeutet Du gibst den Weg vor ,geht Ihr alt bekannte Wege ist Oskar der Chef.
      Ganz so würde ich es nicht sehen. Momentan üben wir noch, dass er auf einen Zug der Leine und Zuruf in die richtige Richtung mit geht. Das ist ein Geduldspiel, es dauert eben, bis er die alte Borg-Parole "Widerstand ist zwecklos" auch bezüglich der Leine verinnerlicht hat.
      Klar, wenn er auf den letzten 100 Metern Heimweg "Schlittenhund" spielt, dann ist das "sein Weg", aber das ist dann die Gelegenheit, das Kommando "Stop" zu üben.


      Carlo schrieb:

      Es kann sein ,Du machst aus ihm einen Freigänger und er will immer raus..
      Wenn er immer raus will, dann ist das kein Problem, solange er einigermaßen akzeptabel an der Leine läuft.
      Dass man ihn nicht frei laufen lassen kann, das ist auch so sicher wie das Amen in der Kirche... es reicht ein frecher Spatz und die gute Erziehung ist komplett vergessen. Und da mache ich mir auch keine Hoffnungen, dass man das weg bekommt. Dazu ist zu viel Raubtier drin.


      Noch ein lustiges Detail: Momentan hat er seinen Spaß dran, auf den Mauer-Simsen der Zäune oben zu laufen...
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      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Das ist die Tasso-Marke, die nach der Registrierung kam.
      Sieht aus wie Hundemarke und sorgt immer wieder für Irritation bzw. Erheiterung. :thumbup:

      ... und so riesig wird er sicher nicht. Er ist jetzt knapp unter 5 Monate alt und wiegt knapp 3 kg, das ergibt nach aktuellen Hochrechnungen schlanke 6kg ausgewachsen.
      Das ist leicht zu tragen, weniger, als ich im letzten Jahr abgenommen habe, da wird der weggefallene Ballast mit Kater aufgefüllt.

      Was momentan viel problematischer ist, als die Last des Gewichts: Er versucht in Panik-Momenten (und manchmal im Übermut) immer noch, an mir hoch zu klettern. Das könnte ein blutiger Sommer werden... :cursing:
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!
    • Neue Erkenntnisse:

      In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass der kleine Oskar sich regelmäßig dem Zug der Leine widersetzt, dann aber doch weiter läuft, sobald der Zug weg ist... aber auffällig schleppend.
      Wenn ich ihn hingegen mit der Hand streichele und in die richtige Richtung weiter schiebe, dann läuft er sofort weiter und auch deutlich zügiger. Anscheinend ist das kleine Katzenhirn nicht so recht dazu in der Lage, den Zusammenhang zwischen dem Zug an der Leine und mir herzustellen.
      Seit ich das gemerkt habe streichele ich ihn regelmäßiger und schiebe ihn dabei öfter mal ein bisschen an.
      Dadurch läuft er insgesamt besser mit und reagiert dann auch zwischen durch besser auf den Zug der Leine.

      Muss man nur aufpassen, der kleine Schelm hat jetzt schon zwei mal nur drauf gewartet, dass ich mich zu ihm herunter beuge und ist dann hoch gesprungen, um mir mit der Vorderpfote eins auf die Schirmmütze zu geben.
      Wenn du nicht mehr das faulste Wesen im Haus sein möchtest, schaff dir eine Katze an!