Beiträge von Silva

    Was wäre denn, wenn du beide einfach überall hingehen lässt - Haus - Veranda - Garten - noch weiter ...ohne jede Schranke?

    Es hat funktioniert! :love:<3:!:


    Ich habe mir die Zeit genommen, ohne weg zu fahren und mit meiner Tochter den Pika raus gelassen. Und Silva hatte ihm jetzt auf einmal gestattet wieder ihr Schatten zu sein.


    Ganz plötzlich, ohne irgend eine Vorwarnung oder Anzeichen war alles wie immer. Ich bin glücklich! Heut an Tag 2 funktioniert es wieder. Als wäre er nie weg gewesen.

    Bestiegen hat er sie jetzt nicht mehr, da gehe ich auch vorher dazwischen. Vielleicht hast Du recht und es ist wie Du es sagst. Leider ist Silva mit Futter überhaupt nicht für irgend etwas zu begeistern so recht. Sie frisst ausschließlich Frischfleisch, Hühnchengeschnetzeltes und geht auf die Jagd. Sie ist eigentlich so gut wie eine immer Draußen Katze, nur in der Nacht mag sie eigentlich gern bei mir im Bett liegen, wenn sie nicht wie jetzt gerade beleidigt ist.


    Vielleicht haben sich die beiden zu sehr von einander entfernt in diesen vielen Monaten. Das kann sein. Sie ist immer draußen auf der Jagd gewesen und er in einer Wohnung mit Kindern eingesperrt. Als ich ihn raus gelassen hatte war er auch völlig desorientiert, er lief zum Nachbargrundstück auf den Aldiparkplatz und maunzte alle Aldi-Besucher an... Bis sie ihn dann zum Tierarzt brachten, der mich anrief, dass mein Kater Stunden maunzend auf dem Nachbarsgrundstück verbracht hatte.


    Augen, Blutwerte, Reaktionstests... körperlich ist mit ihm alles in Ordnung.


    Vermutlich ist es aber schon so wie Du es sagst: für ihn ist vermutlich als kommt er heim und nichts mehr ist wie es war. Im Winter war Silva auch viel im Haus, jetzt ist sie nur noch draußen. Früher ist sie Stunden- und Tagelang mit ihm drinnen in den Körbchen gelegen. Mittlerweile wohnt sie "auf dem Walnussbaum" und liegt dort wie ein Jaguar in der Savanne auf nem Ast.


    Beide haben sich verändert und in eine völlig andere Richtung gelebt... Ich denke nach was ich machen kann. Auf Dauer ist eine Veranda von 13 qm auf jeden Fall kein Lebensraum für einen ausgewachsenen Bengal-Kater.


    Mit Druck, z.B. beide Katzen im Haus und sie muss sich ihm aussetzen führt vermutlich in die falsche Richtung, oder? So sanft wenn ich sie beobachte zeigt ihr gesamtes Verhalten: ich mag Dich nicht mehr, ich brauche Dich nicht mehr, verschwinde wieder.

    Guten Morgen ihr Lieben,


    ich habe es nun versucht so weit, aber im Moment funktioniert das (noch) nicht so richtig. Pika verhält sich insgesamt überhaupt nicht mehr wie früher. Als wäre er ein ganz anderes Tier, aber es ist Pika.


    Im Moment habe ich ihm die Veranda hergerichtet. So bald ich Pika aus der Veranda lasse flüchtete Silva nach draußen, die Spielaktionen findet sie drinnen völlig unangemessen. Dann setzt sie sich draußen auf den Stuhl von mir wo ich im Garten oft sitze und erzählt den Leuten ihren Unmut, also sie schimpft lautstark darüber, was ich für eigenartige Ideen habe, Spielen mit Pika... wer will den sowas. Sie verweigert das Futter gänzlich, als ich versuchte sie zusammen fressen zu lassen.


    Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben müssen im Moment. Sie hat beschlossen jetzt im Garten zu leben, auch wenn Pika aus der Veranda so nicht heraus kann wenn die Türe zu ist. Ihr ist das Risiko zu groß, dass ich wieder mit diesen "Futter- und Spielaktionen" daher komme sozusagen... sie mag das nicht tun müssen, mit ihm in einem Raum sein. Sie kommt auch nicht mehr zu mir ins Bett, sie ist richtig sauer auf mich, dass ich diese Futter- und Spielaktionen immer wieder von ihr verlangte.


    Pika war wie draußen auf der Wiese: so lange er 100% unter meiner Kontrolle ist, macht er nichts. So bald er die Gelegenheit hat, ich kurz an Aufmerksamkeit verliere hängt er an Silvas "Hintern".


    Sie irgnoriert ihn vollständig neuerdings. Ihr Interesse gilt ausschließlich dem Türgriff, so bald sie merkt, dass er sich frei im Haus bewegt. Sie kommt nur noch in der Früh um 7 kurz rein, wenn ich aufstehe, frisst und geht wieder, möglichst schnell so nach dem Motto: hör bloß auf und komme nicht auf die Idee ich wolle wieder mit Pika in einem Raum spielen müssen.


    Ich bin gerade etwas sehr ratlos weiterhin.


    Pika spielt jeden Abend 2 Stunden oder länger mit meiner Tochter (7 Jahre alt), der er eigentlich auch gehört. Das liebt er. Mit Angeln durchs Zimmer laufen, Klettern, sie bringt ihm bei sich zu verstecken in Kisten auf Kommando... aber es sind nur 2 Stunden am Tag. Da ich arbeite, alleinerziehend bin und das ganze Haus und Garten bewirtschafte finde ich auch nicht den Raum so recht da noch mehr zu machen, als das zu begleiten, dann ganz allein kann sie das mit ihm auch nicht.

    Guten Morgen,


    bei uns gibt es Ärger im Paradies... und ich weiß nicht so recht, wie ich das lösen kann. Der Hintergrund: Pika wurde gestohlen, tauchte nach ca. 4 Monaten wieder auf und es ist jetzt überhaupt nichts mehr wie vor 4 Monaten.


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    Ich erzähle:


    Vor ungefähr zwei Jahren holten wir uns Silva und Pika. Nach der Vergesellschaftung wurden sie ein Herz und eine Seele. Immer zusammen unterwegs, immer am Kuscheln. Nach der Kastration von Pika ließ auch sein Aufspringen komplett nach und alles lief gut so weit. Wir waren glücklich mit den beiden und die beiden mit sich.

    Vor ungefähr 4 Monaten wurde Pika am Gartenzaun von einer Frau mit Kindern gestohlen. Sie lockten ihn mit einem Köder durch den Kiez (Berlin Mahlsdorf Süd) und mehrere Zeugen beobachteten dieses Gespann. Irgendwo ein paar Straßen weiter verlief sich die Spur. Vor Kurzem, nach fast 4 Monaten tauchte er dort "plötzlich" wieder auf. Gut gepflegt sammelte ich ihn ein und brachte ihn zurück nach Hause.


    Silva begrüßte ihn auch sofort, aber Pika verhielt sich sehr eigenartig. Er wollte dauernd nur aufspringen, nichts anderes im Sinn als sie bespringen... sofort wenn er sie sieht rennt er auf sie zu, schnuffelt an ihr und will sie nieder drücken um sie zu besteigen. Silva wurde aggressiv dem gegenüber binnen einiger Stunden. Ich dachte das legt sich wieder. Neu vergesellschaften dachte ich, ggf wird es dann. So sperrte ich Pika in die Veranda und versuchte es langsam. Ich näherte mich ihr mit ihm an der Leine, damit ich ihn unter Kontrolle habe. Sie reagierte wieder sehr freundlich. So lange er an der Leine war, forderte sie ihn zum Spielen auf "Grashüpfer jagen", schnuffelte an ihm und setzte sich neben ihn.


    Mache ich die Leine ab: will er aufspringen und macht Jagd auf sie.


    Mittlerweile versucht sie nicht mehr freundlich zu ihm sein und hat ihn satt. Wenn sie ihn sieht faucht sie, ist wütend, hat aber in Anbetracht dessen, dass er fast doppelt so groß ist wie sie keine Chance gegen ihn. Er ist jetzt dauerhaft in der Veranda eingesperrt, dort jault er, gerade wenn Silva mal im Haus war macht er diese sehnsüchtigen Laute, wo ich weiß, so bald ich ihn raus lasse jagt er sie wieder und will aufspringen... so war er noch nie zuvor.


    Ich schreibe nun hier weil ich hilflos bin und weiß nicht, was ich tun soll. Habt ihr eine Idee? Ich verzweifle hier gerade ein wenig. Er ist ja schon kastriert.

    Ich hatte auch erst nur die Silva + 2 Hauskatzen, aber ohne Pika, einen weiteren Bengalen, wäre das nie was geworden. Bei uns ist es genau so gewesen, wie hier bereits mehrfach beschrieben :)

    Meine Katzen reagieren auf mich: wenn ich jemanden vermisse, tun sie es auch. Sie zeigen dieses Verhalten somit nur, wenn ich es zeige und sie "helfen mir beim Suchen" selbst wenn es nur Gedanken sind von wegen wäre schön wenn die 24 Stunden bald um sind, wie in Deinem Fall ^^

    Grüß Dich,


    meine Silva ist eine Schmusekatze, aber ich habe sie auch als 12-Wochen-Kitten abgeholt. Wenn die so direkt von einer "Heim- und Hobbyzucht" kommen, wo sie den ganzen Tag von Kindern denen in den Ferien langweilig ist rumgetragen und bespielt werden, ist es denke ich nicht verwunderlich, dass die Silva nicht ganz mitbekommen hat, dass sie keine "Schmusepuppe" ist.

    Der Kater ist älter zu uns gekommen und hat sich so verhalten wie Deine beiden. Er kam aus einem Haushalt, in dem das wohl nicht üblich war z.B. hoch gehoben zu werden. Das kannte er gar nicht und mag es bis heute nicht. Er kommt ganz selten mal, in einer ganz ruhigen Minute und setzt sich bei mir auf den Schoss zum kraulen. Lieber mag er es, wenn ich mich zu ihm auf den Boden setze, er zu mir her kommen kann, wenn er will und dann darf ich ihn kraulen. Spielen mag er immer gern, wenn ich mit Spielsachen daher komme.

    Vermutlich könnte es bei den beiden ähnlich sein? Sie sind das so vielleicht nicht gewohnt und brauchen viel Zeit zum Einleben? Es gibt generell aber auch Katzen, die nie wirklich gern gestreichelt werden.

    Alle Katzen die ich jemals hatte haben gemeinsam gehabt: Sie lassen sich streicheln, aber nur wenn sie Lust haben.

    Selbst Silva wenn keine Lust hat verkrümelt sich.

    Alles Gute euch!

    Ich persönlich denke, dass BARF = Biologisch artgerechte Rohfütterung


    Wenn ich so schaue, was unser Kater alles daher brachte: Mäuse jeglicher Art, bis zu Ratten, Vögel, Insekten, Fische und Reptilien.

    Es ist ja von Katze zu Katze verschieden. Der alte Herr hat auch vor Tauben und Spechten keinen Halt gemacht. Man liest von Bengalen, die sogar Hühnern an den Kragen gehen. War es bei uns die Eidechse, die Fledermaus, Winkelspinne, Weberknecht, Molch und keine Ahnung welche Fischlein als Geschenke an der Terrasse machen Bengalen ja wohl nicht einmal vor Kreuzottern Halt.

    Ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein ausgewachsener Bengale im Freigang wirklich eine besondere Gefahr läuft (laufen kann überhaupt) nicht vielfältig ernährt zu sein. Selbst hier in der Stadt sind ausreichend Grashüpfer, Libellen, Mäuse, Spatzen und Co, die zum Opfer fallen.

    Ich betrachte es somit eher so: damit die arme Natur, die von uns Menschen eh schon so geschunden ist nicht all zu sehr leidet, füttere ich maximal zu und satt. Möglichst so satt, dass Spatz, Schlange und Co gar nicht so extrem viel gefressen werden. Aber wenn nur 1-2 Mäuse am Tag gefressen werden und ich den restlichen 2-3 Mäuschen somit das Leben erhalten kann (pro Tag!) dann bin ich froh. Ich habe mich eh gefragt, wo der Kater 17 Jahre lang jeden Tag 1-2 Mäuse her bekam, die ich sehen konnte. Vieles was er gefressen hat weiß ich gar nicht. Aber wir hatten trotzdem Insekten, Vögel, Reptilien und der Nachbar noch Fische und Frösche im Teich und wir Kröten unter unseren Steinen.


    Das BARF ist denke ich ein bisschen auch Hype und auch Werbung von all den Firmen (barf-Ratgeber-Ersteller ja meist auch) die das verkaufen. Wenn die darauf schreiben das Fleisch aus dem Supermarkt tuts auch für Freigänger verkaufen sie ja nix mehr ^^

    Mein Kater hat zwischendrin auch nur Mäuse als Freigänger und rohes Fleisch ´+ Fisch zu Hause gefressen ganz ohne Supplemente, auf so eine Idee bin ich nicht gekommen und er wurde ca. 17 Jahre alt.


    Im Alter dann wollte er allerdings nicht mehr selbst jagen gehen und forderte dann auch wegen dem immer schlechteren Zustand Dosenfutter ein. Er konnte schlicht nicht mehr kauen.


    Ich habe gehört, dass manche ihren Katzen auch Frostmäuse füttern, allerdings sind das Wohnungskatzen. Ich weiß nicht, ob das bei Freigängern überhaupt notwendig ist.

    Ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob das mit den Revieren der Katzen nicht irgendwie auch dann Konflikte geben könnte bei Freigängern.

    Unsere Katzen haben uns früher beim Verlassen des Hauses bis an ihre eigene Reviergrenze begleitet, als wir Schulkinder waren. Außerhalb dieser Grenze sind ja auch eure Gerüche dann zu finden. Ich weiß nicht, für was das sozial sorgt. Du stellst ja eine sehr starke Vertreterin eures "Rudels" dar.


    Mir kämen bei der Idee somit zwei wesentliche Sorgen, die vielleicht auch unbegründet sein mögen:

    • Revierkämpfe. Nicht, dass er als Kater dann meint er müsse sich dann durch die anderen Reviere schlagen?
    • Wildjagd. Vielleicht auch weil er dann allein ohne Dir versucht in den Wald zu gehen? Im Wald sind dann ja auch Wildtiere, die er jagen wird (Schlangen, Rebhühner, Kaninchen/Hasen...), nicht dass es Jäger gibt, die das schwer verärgert? Bengalen sind ja sehr große Katzen die vielfältig jagen und auch vor Hühnern, Schlangen und Kaninchen keinen Halt machen. Wir hatten mal einen Jäger bei dem Standen z.B. Hunde kurz vor der Abschussliste, wenn sie wilderten.

    Dass er den anderen Kater sucht, da bin ich mir nicht so sicher. Wenn dann glaube ich würde er sein eigenes Leben Erweitern sozusagen.


    Ich finde somit die Idee mit einem Katzenkumpel / Kumpeline auch deutlich Vorteilhafter:

    • immer wen da, so dass die Langeweile aufhört
    • man tut was Gutes, wenn man aus dem Tierheim ein weiteres Tier holt (oder Bengalen in Not oder so, ein Kitten passt halt vom Alter her überhaupt nicht denk ich mir, irgendwo muss man ja ein Gleichaltriges Tier herbekommen)
    • das Streunen fängt gar nicht erst an, bisher habe ich von großen Streunern noch nie etwas Positives gehört, dass das gute Auswirkungen hatte, wenn die Kater sich sehr weit entfernten. Selbst bei Stadtkatzen die sich ihre Reviere ja oft als Rudel teilen gibt es immer wieder Rudelkämpfe gerade unter den (auch kastrierten) Katern.

    Ich wünsche Dir viel Glück beim Finden einer Lösung! :)

    Neue Bengalen Mutti


    Hier in dem Post habe ich mal ausführlich beschrieben, wie ich das mit dem Nein mit Silva gemacht habe. Meine beiden sind ja nun fast ein Jahr alt. Vielleicht hilft Dir das ein wenig? Für mich war glaube ich vor allem diese Kombination aus: Nein - ich treibe Dich mit meinem Rock aus dem Zimmer + der Nach-Hause-Veranda die Kombi, die dann endgültig für ganz viel Ruhe sorgte.

    Guten Abend,

    bei meinen beiden hilft vor allem Beharrlichkeit und Ernsthaftigkeit. Ich gehe hier einmal meine Erfahrung bei Katzen anhand Deiner Liste durch:

    nass spritzen, lautes 'Nein', klicken, vor die Tür setzen, eine Dose mit Münzen füllen und Krach machen

    Nass spritzen: meine beiden mögen an sich Wasser. Von daher verwende ich Wasser nur zum Spielen. Ich hätte ein schlechtes Gefühl dabei sie zu bestrafen in einer Weise, die ihnen unangenehm ist und der Art sehr fremd. Zuletzt verlieren sie ihren Spass am Wasser und an mir, da würde ich mir Sorgen machen.

    Ein lautes Nein: finde ich gut. Wenn ich schon beim Entstehen des Ganzen mit viel Achtsamkeit vorgehe, hilft ein Nein (noch). Bemerke ich es zu spät, hilft es nicht mehr. Würde ein Weihnachtsbaum fallen, würde ich klatschen. Meine beiden wissen, wenn ich klatsche, was ich fast nie tue, ist es sehr ernst. Das spüren sie aber auch Gefahr. Es kann gut sein, dass sie dann die Haare sträuben anfangen, weil sie denken: Feind, klatschen ist hier ein Not-Signal. Fallender Weihnachtsbaum wäre aber bei mir Notfall, das haben sie bisher nie gewagt.

    Klicken: ich halte persönlich überhaupt nichts von Klickern, aber es gibt Viele die das mögen. Somit kann ich Dir zu Klickern nichts sagen, außer meiner Abneigung gegen klassische / instrumentelle Konditionierung, auch von Katzen.


    Vor die Tür setzen: Hier sehe ich das Problem darin, dass Du sie vor die Türe setzt vermutlich. Meine Katzen wissen, wenn sie Mist bauen (das wissen sie ja durch das Nein langsam aber sicher, Monate später ganz sicher ^^) sag ich: nach Hause, dann geht es ab in die Veranda. Dieses Kommando habe ich aber nicht als Strafe eingeführt, sondern als ein Nach Hause gehen. Sie haben die Veranda komplett katzentauglich eingerichtet und es ist sowas wie ihr Zu Hause. Dort geht es hin, wenn sie krank sind, dort bleibt einer, wenn der andere Ruhe braucht, weil zu wild gespielt - nach Hause heißt: so, jetzt ist aber Ruhe im Guten Sinne. Nach Hause ist immer verbunden mit Katzen-Wohlfühl-Faktoren wie: Fressen, Decken, Kletterbäume, Höhlen, Wärme, saubere Toilette,... was Katze so liebt. Nach Hause sage ich auch am Abend, wenn sie keine Ruhe geben und ich schlafen möchte. Nach Hause heißt es zum Fressen gehen jeden Tag zum Füttern. So fing es ursprünglich an, Nach Hause ist was Leckeres, Gutes, Schönes. Die Katzen werden nicht von mir nach Hause getragen, sie müssen selber laufen. Ob sie nun Mist gebaut haben oder es Futter gibt: selbst ist die Katze, getragen wird, wenn ich schmusen will, damit die Botschaft stimmt. Manchmal trage ich nach Hause zum Schlafen und schmuse dort noch, das wissen sie aber, Tragen = Kuschelzeit.

    Krach machen: macht alles schlimmer, ruft vielleicht sogar Panik hervor oder Ähnliches, zumindest bei meinen wäre nachher ganz sicher kein Weihnachtsbaum mehr da, wenn ich Lärm machen würde.

    Bisher sind es reine Hauskatzen und wir überlegen nun, ob sich ihr Verhalten wohl ändern würde, wenn sie raus kämen und sich dort austoben?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich gehe davon aus, dass es schlagartig aufhören würde, wenn sie raus können. Bei mir sind zwei Freigänger auf dem Grundstück gewesen, mittlerweile ist es nur noch einer, er ist an Krebs gestorben mit etwa 17 Jahren (Siam-Mix). Beides aber Straßenkatzen, die auf der Straße lebten, als sie eingefangen wurden, also mit sehr harter Lebenserfahrung inc. Straßen und und und... Die EKH 5 Jahre alte Dame lebt auch als Freigängerin. Ich wohne an einer Hauptverkehrsstraße mehr mehreren 10.000 Autos pro Tag. Eine Bengal-Mix-Dame hat es mit 2 Jahren nicht überlebt. Meine beiden Bengalen bleiben somit nun im Haus. Ich bin mir bei Zuchtkatzen nicht so sicher, ob sie es überhaupt lernen können und dann lebe ich ja noch in Berlin, wo eine reinrassige Katze bei Vielen vermutlich Dollar-Scheine in den Augen leuchten lassen.

    Ruhiger: Definitiv. Der Siam-Mix-Kater wäre niemals im Haus zu halten gewesen. Das war aber schon klar, als ich ihn aus dem Tierheim holte. Sie vermittelten ihn mir an die Hauptverkehrsstraße, weil er eben von der Straße kam und somit massig Straßenerfahrung hatte. Ohne Freigang ging bei ihm gar nicht. Einmal klemmte die Katzenklappe in einer Eichentüre. Er wandte so viel Kraft an, dass er die Katzenklappe zerlegte, die Centimeterlangen Schrauben lagen am Boden, neben der zerstörten Plastikklappe, samt zerbrochenem Rahmen.

    Ein 40cm Bengal-Kater ist noch größer, vermutlich schafft er es lediglich schneller. Meine dürfen nicht raus, außer wenn ich es einmal geschafft haben werde ein Außengehege zu bauen - sage ich jetzt, wo sie alle beide wirklich relativ brav sind.

    Vielleicht liegt es daran, dass sie auch Vögel und Mäuse samt Knochen fressen? Vielleicht ist da eine Rose auch nicht so extrem vom Empfinden her?


    Wenn ich mir vorstelle, ich müsste einen Vogel oder eine Maus kauen würde ich mir das zumindest im Mund schlimmer vorstellen, wie eine Rose :D

    Aber das sind nur Gedanken, die völlig ohne jegliche Ahnung aus wissenschaftlicher Sicht zum Thema einfach durch meinen Kopf gingen ^^ Meine beiden kauen auch an allem Möglichen herum, wo ich mir sagen würde: das muss doch weh tun - tut es aber anscheinend nicht (Pfeifenputzer, das drahtige Zeug, hinterlässt keine einzige Spur im Maul etc)

    Das finde ich eine sehr pauschale Frage, ich denke es kommt auf die Situation an, Operationen egal welcher Art die überflüssig sind schätze ich nicht besonders wert.


    Zwei Kater z.B. in einem Haus, die niemals auffällig werden, nicht markieren, nicht aggressiv werden und glücklich sind, würde ich nie kastrieren lassen.


    Oder wenn man Katzenbabys bekommen lassen möchte, finde ich das auch legitim, wenn man seine Katzen erst kastriert, nachdem sie auch mal Junge bekommen haben.


    Zuchtkater / Katzen brauchen nur kastriert werden, wenn etwas Unerwartetes eintritt, wie Beendung der Zucht, oder Krankheit etc.

    Wenn Not ist würde ich sagen: so bald man die Kätzchen erwischt, wie bei einem Bauernhof, wo der Besitzer endlich der Komplettkastration aller Tiere zustimmt, da sich das Rudel vollständig unkontrolliert mit großem Leid vermehrt.


    Manchmal ist es ja auch sehr gut, wenn der Kater groß wird und kräftig, wie mein alter Siam-Mix-Herr, er hat Marder und Ratten komplett vom Grundstück vertrieben, schützte das ganze Rudel im Freigang vor anderen Katzen. Er war großartig, er wurde mit etwa 3 Jahren kastriert.


    Eine Freundin von mir hat einen Kater, der mit 4 Monaten kastriert wurde, er ist ganz zierlich, ruhig, verschmust... aber da sie eine Wohnung von 1,5 Zimmern hat, ist das für sie optimal und würde keinen anderen Kater haben wollen (er ist jetzt 14 Jahre alt).

    Ich kenne das auch, mit Besuchen von fremden Katzen / Katern.


    Um Schutz geht es dabei auch, klar. Wir hatten einen Kater der eine Katze immer vor einem anderen Kater beschützte. Sie rief ihn sogar, wenn was war oder kam vorbei und holte ihn ab, wenn sie in die Richtung wollte.


    Vor allem geht es aber glaube ich wie bei uns Menschen um Gesellschaft von anderen Katzen / Katern, die Freunde sind und Begleiter im Leben.


    Den Kater den ich jetzt geholt hatte sucht auch jemanden. Er vermisst jemanden ganz doll - und ich werde ihn nie für ihn ersetzen können, ich merke nur wie er leidet, seinen Kumpel nicht (mehr) da zu haben. Da dieser Kater aber aus einer Haltung kam, in der er einparfumiert wurde, die Krallen geschnitten wurden und es keine Springmöglichkeiten gab, war er in einem sehr schlechten Zustand als er hier her kam und ich wusste nicht, dass er vielleicht besser wo hin gekommen wäre, wo er von seinem Kumpel nicht getrennt wird. Ich kenne das, wenn Katzen andere Katzen vermissen, das sind ganz bestimmte Laute und Verhaltensweisen, die sie zeigen, wenn jemand verschwindet (durch Tod / Krankheit / Umzug...).


    Das ist wirklich sehr spannend, das finde ich auch. Und sehr schön zu beobachten, die Katzen in ihrem eigenen Rudel und ihren Freunden außerhalb.


    Zwei sehr tragische Geschichten (mit Todesfolge der Kumpels) gab es bei uns allerdings als ich Kind war, weil der eine Kumpel irgendwann versuchte von Außen durch ein Kippfenster nach innen zu springen, was er leider nicht überlebte. Gefahrenquellen wie Kippfenster / Türen, die für Katzen in erreichbarer Höhe von Außen sind, stellen vor allem für Besucher ja ein Problem dar und nicht für die Katze(n) welche ein Chiphalsband haben und von daher sowieso die Türe benutzen. Ein anderer Kumpel ist in den Pool gefallen und hat es leider auch nicht überlebt, weil er angefroren und nicht zugefroren war, so dass er nicht mehr heraus kam.


    Die eigenen Katzen lernen es meiner Erfahrung nach, wie sie mit dem Haus und Garten zurecht kommen. Für die "Besucher" sind Haus und Garten dann oftmals sehr gefährlich, gerade wenn es sich um Neuzugänge handelt.

    Guten Abend,

    wirklich viel Erfahrung mit Bengalen insbesondere habe ich nicht. Ich sammle sie gerade mit meinen beiden und der Bengalen-Mix-Dame vorher.

    Aber eine Geschichte von meinem Kater kann ich erzählen. Ich habe einen Kater, den ich mit 7 Monaten bekam und er war mit 7 Monaten eindeutig bereits fähig auf eine Katze aufzuspringen und den Deckakt zu vollziehen. Es störte ihn auch nicht, dass sie mit 5 Monaten noch gar nicht geschlechtsreif gewesen ist. Sie störte es allerdings auch nicht, dass sie noch gar nicht rollig war... Ich vermute ein 4,5 Monate alter Kater, der zum Deckakt aufspringt könnte schon auch langsam zeugungsfähig sein, letztendlich weiß das aber bestimmt euer Tierarzt besser.


    Sie schreit aber auch manchmal beim Spiel einfach so wie "am Spieß" und dabei ist überhaupt nichts. Also gar nichts. Sie tut das einfach so gern. Wenn ich dann zu ihnen gehe, ganz ruhig und vorsichtig und sage: hey, alles klar bei euch? - dann schauen sie mich beide an, hören sofort auf mit ihrem Tun. Wenn ich dann sage: ok, macht weiter! während ich aufstehe und wieder gehe, also mein Aufmerksamkeit wieder abwende, dann machen sie genau da weiter wo sie aufgehört hatten ^^ sie schreit und er macht irgendwas. Sie ist sonst eigentlich eine ganz ruhige. Er redet sehr viel, in verschiedener Tonlage, aber sie schreit einfach gern beim Spielen und tut total theatralisch, wie Theater, ganz ohne Aggression. Sie stellt keine Haare auf, sie faucht nicht, sie hat nicht mal die Krallen draußen, nichts. Keine Ahnung so genau, wie sie auf diese Idee kam. Wenn es ernst wird und kein Spiel mehr ist, dann verhält sie sich ganz anders. Dann hat sie die Krallen draußen und macht aus der Kehle so einen ganz bedrohlichen Ton, dann stellt sie die Haare auf und nutzt auch ihre Zähne, wenn er z.B. aufreitet und sie das nicht will.

    Theoretisch kann man aber bestimmt kastrieren, in den Straßenkatzenauffangstationen habe ich schon erlebt, wie Kater und Katzen, egal was kam, wie groß oder klein auch schon mit 2 oder auch 3 Monaten Alter kastriert wurde - der Tierschutz musste damals aber durchgreifen, weil es unglaubliches Leid verursachte die Vermehrung der Katzen. Die Kater erschienen mir dann aber eher stelzig, sie wurden nie so bullig wie ein ausgewachsener Kater, sie waren sehr anhänglich, überhaupt nicht (mehr) zum Schutz des Hofes gegen Marder geeignet, überhaupt nicht mehr Jagdlustig. Die Bauern regten sich darüber sehr auf, weil die Kater dann alle herumlagen, statt ihrem "Katzenjob" nachzugehen.


    Meine beiden Bengalen (Kater und Katze) spielen immer wieder grundsätzlich extrem grob. Sie springt ihm auf den Rücken, von Hinten und beißt ihn einfach so mal in den Nacken. Sie ist hinterhältiger wie er sogar würde ich sagen. Sie lauert ihm auf. Aber er liebt das wohl, weil i.d.R. macht er dann mit und ist glücklich, dass sie ihm Aufmerksamkeit schenkt. Manchmal sucht er sie, dann versteckt sie sich und macht sowas. Er lauert ihr auch manchmal auf und schmeißt sie einfach um, mitten im Lauf, dann kullern sie durch das ganze Haus wie zwei Fellkugeln.

    Wenn ich was sage, hören sie aber immer sofort auf. Also wenn ich leise was sage - Klatschen mache ich nur, wenn Gefahr herrscht, also wirklich was ernstes ist. Wenn sie sich z.B. aus versehen während sie sich jagen, fetzen und kugeln einem kleinen Kind nähern, dem Gasherd an dem ich koche, dem Ofen der eingeheizt wird, etc... ich nutzte es zum Kenntlich machen von Gefahr. Das wissen beide, Klatschen ist Notfall, deshalb wende ich das auch nur im Notfall an, sonst verliert dieser Laut den Effekt, wenn ich es bei normalem Spiel anwenden würde. Also wenn untereinander zwischen den beiden was ist, nutze ich das gar nicht.

    Ich wünsche Dir noch viel Freude an den beiden, ich liebe meine beiden sehr, sie sind wirklich wundervolle Tiere!