2. Katze für meine 3 jährige Bengalin Baily

  • Hallo zusammen,
    ich habe mich hier angemeldet, um eure Hilfe und Erfahrungen in Anspruch zu nehmen :S
    Ich hole mal etwas weiter aus, damit ihr alle Hintergründe kennt.
    Mitte 2020 habe ich mir mit meinem damaligen Lebensgefährten 2 Bengalen geholt (Lui und Baily), Geschwister und beide 1 Jahr alt, kastriert und Wohnungskatzen. Leider haben sich die beiden gar nicht gut verstanden, wie bei Kater und Katze wohl üblich. Daraufhin haben wir mit dem Clickertraining angefangen und viel Zeit und Geld in professionelle Unterstützung gesteckt, es ist teilweise besser geworden, aber Lui blieb ein "Problemkater", er hat Baily sehr häufig durch die Wohnung gejagt und Baily kam gar nicht mehr zur Ruhe, zusätzlich hat er angefangen in die Wohnung zu pinkeln.
    Letztes Jahr haben wir uns getrennt und die Katzen aufgeteilt, Baily blieb bei mir und aufgrund der Wohnsituation war ein anderer Kater vor Ort. Baily hat seitdem einen völligen Charakterwandel durchgemacht, sie ist ausgeglichen, fröhlich, verschmust und sehr sehr anhänglich und menschenbezogen, mit dem anderen Kater sucht sie von sich aus keinen Kontakt, toleriert aber seine Annäherungsversuche und lässt seine "Putzattacken" über sich ergehen. Wenn es ihr zu viel wird, geht sie weg. Die beiden bekommen getrennt Futter und wenn er sein Trockenfutter bekommt wartet sie geduldig bis er fertig ist, bevor sie schauen geht, ob er ihr vielleicht etwas übrig gelassen hat. Sie ist unglaublich unterwürfig und würde niemals auf Angriff gehen, sie versucht immer der Situation zu entfliehen, nur wenn das nicht geht faucht sie und wenn das nichts bring erhebt sie mal die Pfote und haut zu, nur um dann wegzurennen, sobald sie kann. Und baut dann den Stress in ihrem Laufrad ab, indem sie rennt oder auch einfach nur "spazieren" geht.
    Nun werde ich Anfang nächsten Monat umziehen und weiß nicht so recht, wie ich es richtig machen kann, damit es Baily gut geht. Der Kater wird nicht mit umziehen und Baily wäre alleine, ich weiß nicht, ob das gut für sie ist. Bisher hat sie nie wirklich den Kontakt zu anderen Katzen gesucht, sie kommt lieber zu Menschen und redet mit uns. Wenn ich eine 2. Katze "adoptiere" muss es eine Katze sein, die absolut null Dominanz zeigt, denn damit kommt Baily gar nicht klar. Ich bin am verzweifeln, weil ich nicht möchte, dass es Baily schlecht geht, aber mit ihrem jetzigen Charakter ist sie nicht wie eine typische Bengal Katze, weswegen ich glaube, dass es ein viel ruhigerer Charakter sein müsste. Vielleicht braucht sie auch keine 2. Katze um glücklich zu sein, da sie Kontakt bisher fast ausschließlich bei Menschen suchte, ganz selten mal wenn sie ihre "5 Minuten" hat und spielen will versucht sie den Kater zu animieren, dass ist aber auch das höchste der Gefühle.
    Und bevor ihr etwas sagen möchtet, ich kann ihr momentan Freigang nicht gewähren, sie ist sehr tollpatschig und würde sicherlich schnell überfahren werden, aber ich versuche ihr in ca. 1 Jahr einen gesicherten Freigang im Garten zu gewähren!
    Was meint ihr? Braucht sie eine 2. Katze? Welche Rasse wäre gut? Ich dachte an Maine Coon, BKH oder Russisch Blau.
    Vielen Dank!

  • Hallo!


    Also für mich klingt das erst mal nicht so, dass sie grundsätzlich keine anderen Katzen mag. Vielleicht steht sie nicht so sehr auf Kater, eher auf Katzen. Kater spielen in der Regel anders als Katzen und vielleicht kommt sie damit nicht klar. Habe es aber auch schon andersrum gehört. Da konnte man zur Katze kein anderes Weibchen dazu tun, aber mit Katern geht es.

    Ich würde versuchen ihr wieder kätzische Gesellschaft an die Seite zu stellen. Katze, nicht Kater. Kein Kitten. Mit den Rassen kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht findet sich im Tierschutz ein passender Charakter der ein neues zu Hause sucht?


    LG Mignonne

  • Hallo Mignonne,

    vielen Dank für die Antwort, der Kater mit dem sie zur Zeit zusammenwohnt ist ein bisschen...anders. Er ist meinen Elter zugelaufen und wurde vermutlich ausgesetzt, weil er ein "Problemtier" ist. Nachdem sie über ein Jahr versucht haben die Besitzer ausfindig zu machen, haben sie ihn chippen lassen und behalten. Allerdings, sobald ihm etwas nicht passt pinkelt er in die Wohnung, ins Bett oder auch Menschen an, das hat sich schon sehr verbessert, wird aber wohl immer ein "Problem" sein. Er hatte anfangs auch Probleme mit der Katzen Kommunikation untereinander, sodass er Verhaltensweisen von Baily adaptiert hat, sie aber nicht verstanden hat. Das führte dazu, dass er einmal in einer völlig normalen Situation, mit einem komplett freundlich Ausdruck, angefangen hat zu fauchen, keine angelegten Ohren, kein Knurren, kein gar nichts, einfach nur fauchen, aus dem nichts heraus (gefaucht hatte er vor Bailys Einzug nie). Sein Spielverhalten ist tatsächlich eher das einer Katze und nicht das eines Katers, er spielt lieber fangen als zu raufen, nur beim Putzen wird er mal etwas "grober".

    LG KattleCat

    • Offizieller Beitrag

    Hallo!


    Ich finde auch, es klingt so, als könnte eine Kätzin durchaus passen. Die sind ja in der Regel sowieso auf das Zusammenleben in lockerer Gemeinschaft gepolt und nicht so auf territoriale Dominanz wie ein Kater. Es könnte auch mit einer weiteren Bengaldame klappen.

    Meine Nala kann manchmal mit Daris Rauflust (an Dari ist wirklich ein Kater verloren gegangen, glaub ich manchmal) nix anfangen und faucht und knurrt Dari dann auch ziemlich genervt an. Die lässt sich davon aber meist nicht beeindrucken, und nach einigen wilden Verfolgungsszenen dösen die beiden zusammen ein oder putzen sich und man merkt, es gehörte alles zum Spiel dazu. Manchmal ist Nala aber auch zuerst in Rauflaune und das ist immer ganz ungewohnt, das zu sehen.

    Ich will damit sagen, dass deine Kätzin evtl. doch noch einmal den Bengalcharakter auspackt, wenn sie es mit einer extrem ruhigen oder gar schüchternen Vertreterin einer anderen Rasse zu tun bekommt. Dieser Bengalstyle ist ziemlich anders zu anderen Katzen finde ich - selbst die extrem ruhige Nala kann ich mir mit einer "normalen" Katze nicht wirklich vorstellen.

  • Guten Morgen,
    gestern kam ich leider nicht mehr zum Antworten, meine ganze Energie steckt gerade im Umzug, Catwalk bauen, Platz für das Laufrad suchen und möglichst alles bedenken, damit Baily den Umzug gut übersteht und die neue Umgebung schnell als ihr neues Zuhause annimmt.
    Nachdem es mit ihrem Bruder so gar nicht geklappt hat und er im Verhältnis betrachtet noch wenig dominant und Kater war als viele andere, kommt für mich auch tatsächlich nur der Versuch mit einer Kätzin in Frage.
    Das klingt schön, ich wünsche mir für Baily auch so eine Spielgefährtin, mit der sie dann auch kuschelt, ich bin ja auch nicht immer Zuhause und möchte nicht, dass sie dann den ganzen Tag alleine ist und auf mich wartet. Momentan ist es so, dass immer jemand vor Ort ist, allerdings ist es wohl so (so sagte man mir), wenn ich nicht da bin, dann sucht sie mich, "schreit/jammert" wenn sie mich nicht findet und verschwindet dann im Zimmer und kommt meist erst dann raus, wenn ich nach Hause komme. Wenn ich mal über Nacht weg bin, und dann Heim komme begrüßt sie mich freudig, aber wehe ich gehe dann ins Badezimmer und schließe die Tür hinter mir, sie steht davor und schreit und kratzt an der Tür, duschen gehe ich nur noch, wenn ich sie mit ins Badezimmer hole, sonst ist es zu nervig.
    Das Problem ist, wenn ich mich für ein Tier entscheide, dann gebe ich es nicht mehr her, zumindest nicht, wenn ich es irgendwie hin bekomme. Tiere sollten in meinen Augen nicht rumgereicht werden, weil "man unzufrieden" mit dem Tier ist, es nicht die Erwartungen erfüllt, oder auch weil sie kleine Eigenheiten an sich haben, wie das Pinkeln in die Wohnung, ja sicher mag es nervig sein, aber das ist für mich kein Grund ein Tier wieder abzugeben. Sodass, wenn ich mich für eine 2. Katze entscheide ich mir so sicher wie möglich sein möchte, dass es passt, damit ich kein Tier wieder abgeben muss.
    Du denkst also, eine 2. Bengalkatze wäre besser als eine andere Rasse?

  • aber wehe ich gehe dann ins Badezimmer und schließe die Tür hinter mir

    Das geht aber mal auch gar nicht. Ne Tür zu machen! Mein Kater liegt meistens vor der Dusche wenn ich drin bin. Vorher ist er so nett und holt das Handtuch von der Stange, damit ich besser dran komme :D Wenn bei uns Besuch da ist und die schliessen die Tür zum Gäste-WC sitzen auch beide Kater davor und wenn man nicht aufpasst ist einer der Kater schon drin und begleitet die Gäste bei ihrem WC-Gang.


    Ich finde es schön dass du dir so Gedanken machst und schaust dass es deiner Baily gut geht. Ob jetzt Bengalin oder andere Katze, puh das ist eine schwierige Frage. Die Frage ist ja auch, ob du eine passende Bengalin findest.

  • . Wenn ich mal über Nacht weg bin, und dann Heim komme begrüßt sie mich freudig, aber wehe ich gehe dann ins Badezimmer und schließe die Tür hinter mir, sie steht davor und schreit und kratzt an der Tür, duschen gehe ich nur noch, wenn ich sie mit ins Badezimmer hole, sonst ist es zu nervig.

    Ich habe schon seit einer Ewigkeit keine Tür mehr zugemacht. Geht gar nicht. Wenn sie es mit bekommen sind sie sofort da und beschweren sich. Hat aber eher was damit zu tun dass ich den Zugang zu ihrem Revier abschneide, weniger mit mir. Ich habe diese Schaumstoff-Hufeisen an den Türen damit sie offen bleiben. Die sind eigentlich dafür da damit sich kleine Kinder nicht die Finger einklemmen.
    Es gibt nur eine Tür die von Anfang an zu ist , die Gäste-Toilette. Da sie immer zu ist gehört sie aber auch nicht zum Revier.

    Ein Umzug ist für eine Katze nie leicht. Sie wird aus ihrem alten Revier entfernt und in eine fremde Umgebung gesetzt.
    Ich würde ein paar Wochen warten bis sie sich eingewöhnt hat, bevor ich eine neue Katze dazu hole.
    Sollte halt kein Sofakissen (Perserkatze) sein, sondern eine aktive Katze. Bengalin wäre super aber kann auch eine andere aktive Katze sein.
    Abessinierkatzen (hatte ich früher) kommen dem Verhalten von Bengalen sehr nahe. Aktiv und dominant.
    Oder eine aus dem Tierheim wenn es dort aktive Katzen gibt. Die Pfleger kennen sie ja und sollten das einschätzen können.



  • Tatsächlich ist das Tür schließen nur dann ein Problem, wenn ich länger/über Nacht weg war und es ist auch nur bei mir so, nicht bei anderen. Ich habe dann immer das Gefühl, sie hat Angst, dass ich wieder gehe. Sie ist schon sehr stark auf mich fixiert und ich glaube, dass es ihr nicht gut tut, gerade wenn ich weg bin, ich würde mir wünschen, dass sie diese Anhänglichkeit auch einer anderen Katze gegenüberbringen könnte. Sie spielt auch lieber mit mir als mit dem Kater, mit dem wir gerade zusammenwohnen.

    Ich glaube charakterlich dürfte die andere Katze fast gar keine Dominanz zeigen, da Baily damit überhaupt nicht klar kommt, dass durfte ich jetzt mit zwei verschiedenen Katzen beobachten. Sie rennt weg, faucht vielleicht mal, versucht aber immer aus der Situation zu entkommen und sich zu verstecken. Ich habe bei ihr noch nie gesehen, dass sie einer anderen Katze gegenüber oder einem anderen Tier (Insekten mal ausgenommen) dominantes Verhalten gegenüber gebracht hat. Sie ist eine absolute Schmusekatze, sehr genügsam und freundlich, ich würde fast sagen dankbar für alles was man ihr gibt. Teilweise extrem verspielt (gerade mit ihrem Lieblingsspielzeug), teilweise so gar nicht, da will sie sich einfach nur unterhalten. Sie reagierte bisher nie negativ auf Umgebungswechsel (sie ist sehr neugierig und erkundet für ihr leben gerne), Futterumstellung, Katzenstreuwechsel oder ähnliches. Sie nimmt alles wie es eben kommt und beschwert sich nicht, das einzige, bei dem sie sehr negativ reagiert ist Dominanz einer anderen Katze, sie hat Angst, versteckt sich, kommt nicht mehr raus und bekommt teilweise halbe Panikattacken. Es gab da eine schwarze Katze mit der war eine Vergesellschaftung nicht möglich, eine alte Katzendame. Nach etlichen versuchen und starken Auseinandersetzungen (Baily fehlt seitdem ein kleines Stückchen Ohr), habe ich eine räumliche Trennung bevorzugt. Nach rund 2 Monaten ist die ungefähr 18 jährige Katze gestorben, aber Baily hatte noch 2 Monate später Angst aus dem Zimmer zu kommen, hat sich vor schwarzen Kissen erschreckt und ist weggerannt und traute sich nicht mehr in dunkle Ecken, aus Angst die Katze könnte irgendwo lauern.

    Ich habe fast das Gefühl, Baily hat gar kein wirkliches Revier, zumindest hat sie noch nie versucht irgendetwas anderen Katzen gegenüber zu verteidigen. Einige Wochen zu warten bis ich eine 2. Katze dazu hole sollte also kein Problem sein. Ursprünglich dachte ich, direkt mit dem Einzug (2 Tage danach oder so) eine 2. Katze in die Wohnung zu holen, damit es nicht zu Revierkämpfen kommt, aber ich denke das sollte mit Baily absolut kein Problem sein. Selbst in ihrem "Revier" (das Zimmer in dem sie übergangsweise untergebracht war), hat sie sofort mit dem jetzigen Kater geteilt, die Tür würde geöffnet, er kam rein, sie hielt Abstand und solange er ihr nicht zu nahe kam war alles gut. Wenn er näher kam fauchte sie, ging rückwärts und versucht Abstand zu gewinnen, hätte ihn aber nie angegriffen.

    Ich habe Angst davor, dass ich mich für eine Katze entscheide, und die beiden am Ende einfach nebeneinander her leben, und sie beide gar keine Zeit miteinander verbringen, das wäre so schade und Baily hätte damit absolut nichts gewonnen und die neue Katze auch nicht.

    • Offizieller Beitrag

    Vlt. kannst du die beiden, wenn es dann soweit ist, einige Tage woanders unterbringen und auf neutralem Boden zum ersten Mal zusammenkommen lassen? In der Katzenpension, wo meine ab und zu zu Gast sind, werden die Karten immer neu gemischt - und wenn man sie abholt, sind sie plötzlich jeweils mit ganz anderen Katzen befreundet und zuhause ist dann ein paar Stunden lang getrübte Stimmung. Im Idealfall sollte es dann also bei deiner Zusammenführung auf dem neutralen Boden keine Auswahl geben ;)


    Ich glaube auch fast, das ist nicht unbedingt eine Dominanzfrage bei euch ... der Bruder war ein Kater und komplett "anders drauf" als eine Katze, die alte Katze war einfach zu alt und hatte ganz "andere Probleme" - und hinzu kommt, dass ein gewisser Grad an Rangfolge bzw. Dominanz, wenn man es denn bei Katzen so nennen will, ganz gut ist, um bestimmte Dinge zu regeln - wie z.B. wer frisst zuerst, wer darf wo liegen etc. Wenn das einmal klargestellt ist, ist es erst einmal gut - mit der Zeit kann sich das aber auch manchmal wieder ändern.


    Und Katzen sind in der Tat ganz anders drauf als Kater - meinen beiden ist es sch...egal, ob eine Tür zu ist oder nicht (es sei denn eine der beiden ist dahinter eingesperrt - und auch selbst das ist ihnen manchmal egal) - Türen werden noch nicht einmal dann aufgemacht, wenn sie nur angelehnt sind. Manchmal sehen wir die beiden stundenlang nicht - wohlgemerkt in einer Etagenwohnung (!), weil sie i-wo herumgeistern ... Diese Anhänglichkeit ist einfach nicht so ausgeprägt wie bei Katern, Katzen müssen sich im Zweifel halt immer allein durchschlagen können, um den Nachwuchs durchzubekommen. Deswegen schließen sie sich gern mit anderen Katzendamen zusammen und bilden Freundschaften - das können lockere Bekanntschaften sein bis hin zu "Busenfreundinnen" ... das kommt halt drauf an, aber grundsätzlich sucht die Katze gern andere Katzen zu sozialen (Zweck-)Gemeinschaften, was einer Vergesellschaftung ja entgegen kommt.


    Deine Katze ist durch das Mobbing des Bruders in diese "Beute"-Rolle gekommen, aus der sie ohne weiteres scheinbar keinen Ausweg findet. Deshalb wäre es wichtig, ihr Selbstbewusstsein zu stärken - mit viel Spiel (Erfolgserlebnisse durch Jagdspiele mit Angel, Hasenfellstücken etc., Kunststücke mit Clicker lernen etc.) und sehr wichtig ist es auch - wenn du schon dabei bist :) - die Wohnung so einzurichten, dass es viele erhöhte Plätze gibt zum Beobachten (nur da fühlen sich unsichere Katzen sicher) - diese Plätze dürfen nicht in Sackgassen enden. Es sollte auch keine "Verkriechecken" z.B. unter Betten, in Schränken oder was weiß ich geben, solche "Rückzugsorte" machen unsichere Katzen noch viel ängstlicher.


    Ich weiß nicht wie du die Zusammenführungen immer so gestaltet hast, aber ich finde diese Bücher sehr gut (Jackson Galaxy hat dann auch noch etliche Tipps für die selbstbewusste Katze etc.)


    https://www.amazon.de/Katzenzusammenführung-Herz-Verstand-Christine-Hauschild/dp/373574074X/ref=asc_df_373574074X/?tag=googshopde-21&linkCode=df0&hvadid=310661448858&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=14316214960537139738&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9044112&hvtargid=pla-564449332928&psc=1&th=1&psc=1&tag=&ref=&adgrpid=63480430762&hvpone=&hvptwo=&hvadid=310661448858&hvpos=&hvnetw=g&hvrand=14316214960537139738&hvqmt=&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9044112&hvtargid=pla-564449332928


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  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
    Das mit dem neutralen Boden klingt gar nicht so verkehrt, vielleicht finde ich eine Möglichkeit dafür, danke für den Tipp.
    Ich habe genau das versucht, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Sie kann bereits eine Menge Kunststücke, zB High-Five, Platz, Männchen, im Kreis drehen, Winken, in den Rücksack/Transport Box schicken, an der Leine laufen etc.. Sie liebt das Clicker Training sehr, sobald es losgeht schnurrt sie sofort.
    Genau so versuche ich es gerade einzurichten, keine Sackgassen, viel oben, und da sie es nicht so mag, gibt es wenig Höhlen. Dann versuche ich die noch offenen "Verkriechecken" vorerst abzusperren, vielleicht hilft ihr das auch noch mehr.

    Werde ich mir auf jedenfall mal anschauen, bisher habe ich es versucht sehr langsam anzugehen. Erstmal die neue Katze (was in meinem letzten Fall Baily war) in einen Raum sperren für mindestens einen Tag, dann Decken/Kissen austauschen um den Geruch zu verteilen und alle Tiere daran zu gewöhnen. Und wenn Entspannung eingekehrt ist und niemand argwöhnisch der Tür gegenüberstand habe ich die Tür geöffnet. Aber auch nur für einen kurzen Kontakt und dann wieder allen ihre Ruhe gegeben und am nächsten dann etwas länger. So hatte es mit dem Kater sehr gut funktioniert, mit der alten Katzendame absolut gar nicht, so schnell konnte ich gar nicht dazwischen gehen wie sie Baily angegangen hat.
    Die Bücher helfen mir sicher weiter, ich bin zwar "schon" seit 2 Jahren Katzenmama, aber ich habe immer das Gefühl, obwohl ich nur das Beste für meine Kleine will mache immer wieder Fehler...

    Der Catwalk hängt seit Samstag an der Wand, zumindest teilweise, der Rundgang fehlt noch, am Ende soll er einmal entlang der Wand ums Wohnzimmer gehen. Die Pflanzen kommen noch weg und die Hängebrücke muss links noch fixiert werden, aber erstmal bin ich happy, dass alles soweit hält und funktioniert hat.
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    Samstag war ich dann abends noch eine kleines Maine Coon Mädchen anschauen, sie ist 5,5 Monate alt und sehr verschmust. Die Züchter machen einen sehr kompetenten Eindruck und ich habe ein gutes Gefühl bei allem. Freitag werde ich nochmal hinfahren um die Kleine besser kennenzulernen, um einschätzen zu können, ob sie wirklich etwas für Baily ist. In jedem Fall ist sie sehr zutraulich, kam direkt auf meinen Schoß, neugierig ist sie auch, nur zum Spielverhalten kann ich noch nicht viel sagen, da es schon recht spät war und dann doch eher Kuschelzeit war.

    • Offizieller Beitrag

    Das sieht ja super aus! :thumbup:


    Hast du eine Gittertür? (Eine billige Baumarkttür aussägen und Draht reintackern - dann erst verdecken und nach und nach Durchblick erlauben - hab ich noch nie gemacht, aber mal als Tipp gelesen und für gut befunden ;) ... dann solltest du am besten so trainieren, dass sich beide jeweils zuverlässig in ihren Bereichen ablenken lassen durch Spielsachen oder Leckerli - sobald das Anstarren beginnt ... ich hab auch mal gelesen, dass man den Katzen die Augen auswischen soll und auf diesem Tüchlein dann der jeweils anderen die Lieblings-Leckerli reichen soll ... an den Augen sind offenbar die stärksten Pheromone ...


    Auf jeden Fall die Tür erst öffnen, wenn beide entspannt direkt am Gitter fressen, spielen etc. ohne Angst, Anspannung, Anstarren oder sonst negativen Gefühlen. Auch wenn die Phase länger dauert, aber so könnte deine Katze dauerhaft die Angst verlieren.


    Die Main Coon ist natürlich jetzt noch sehr jung und könnte irgendwie nervig oder komisch sein für deine 3jährige Katze - ist ja ungefähr so, als ob man als fast 30-Jährige mit nem Viertklässler abhängen muss. Vielleicht ist das aber auch in eurem Fall gerade gut - ich weiß es auch nicht ^^ Fakt ist, dass die Main Coon bestimmt schnell körperlich überlegen sein wird - Frage ist, ob sie es nutzen wird oder ob das irgendwie wieder alte Traumata in Baily wecken könnte ... oder dein Bengalmädchen ist eher sehr stämmig und groß, aber das ist ja eher selten bei Bengalen (also meine beiden wiegen mit fast 3 knapp 4 kg)


    Auch wenn die Main Coon sehr ansprechend ist, würde ich evtl. doch dazu raten, eine weibl. kastrierte Wohnungskatze ungefähr gleichen Charakters, Alters und Körperbaus zu suchen ... aber wie gesagt, die beiden können auch ein Dreamteam werden, das kann niemand wissen.

  • Das mit der Tür klingt gut, werde ich die Woche mal in Angriff nehmen, wäre gar nicht auch die Idee gekommen ^^
    Alles klar, das mit den Augen wusste ich nicht, aber auch das wird auf jeden Fall ausprobiert!

    Ich hoffe es wird alles recht schnell gehen, da man die Wohn nicht gut trennen kann, heißt eine Katze hat alles bis auf einen Raum und eine Katze nur einen Raum...

    Also bisher wirkte die Maine Coon etwa so ruhig und gelassen wie Baily, aber wir müssen wie ja noch genauer kennenlernen. Meine Kleine wiegt auch knapp 4 Kilo, und ist damit eher weniger stämmig, ich habe die Hoffnung, dass eine Maine Coon ihre Dominanz eher gelassen rüber bringt und nicht in Form von Gewalt. Die Rasse ist an sich eher ruhig und entspannt, ich hoffe das trifft dann auch auf die kleine Gwen zu (wenn sie es denn überhaupt wird).

    Das ist ja das Problem, man weiß es nie...ich habe geschaut nach anderen Katzen, aber oftmals passte der Charakter nicht und ich habe die Hoffnung, dass eine jüngere Katze etwas aufgeschlossener ist, als eine ältere. Baily ist schon sehr distanziert gegenüber neuen Katzen, und hält lieber Abstand als mal zu gucken.

    Aber mal abwarten, hier ist noch nichts entschieden und bis zum Umzug sind es sowieso noch gut 2 Wochen und bis dahin steht noch einiges an, so langsam habe ich keine Lust mehr auf den ganzen Stress und will endlich ankommen und etwas entspannen, Baily ist auch schon ganz verunsichert von dem Trubel und weil ich so viel weg bin...