Bengalen Senior "musste" zu uns ziehen, wie kann ich ihm die Eingewöhnung leichter machen?

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    10
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    2 Tage
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    2 Männlich/ 1 weiblich
    Sind alle Tiere kastriert?
    JA
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    NEIN

    Hallo zusammen


    Wir haben vor zwei Tagen Dragon in unserem Rudel aufgenommen.

    Er musste von seinem alten Platz weg, da die Nachbarn gedroht haben ihn umzubringen weil er sich immer wieder mit ihrem Kater gerauft hat. Als Jungkater musste er drei mal umziehen, da man sich nicht bewusst war, was einen Bengalen zu halten bedeutet... Mir zerbrach das Herz als ich seine Geschichte hörte. Es gab zwei Lösungen: 1. um platzieren 2. Einschläfern... das konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren!

    Dragon ist zehn Jahre alt, Bengale und an Hauskatzen wie auch Auslauf gewöhnt.

    Das erste Bekanntmachen ging ganz gut und als unsere zwei andern (Kimba, Perser/Siam 15J. und Lana Dreifärber 5 J.) Abends wieder zu hause waren, waren wir super glücklich.

    Dragon ist sehr kommunikativ und ein soooooo lieber Bursche. Dass sich die drei noch nicht lieben ist klar, jedoch habe ich das Gefühl, dass sie sich bestimmt aneinander gewöhnen werden. Es gab Geknurre und Gefauche, jedoch wurde noch niemand verprügelt oder angegriffen.

    Die letzte Nacht war für uns Zweibeiner, naja wie soll ich sagen, eine kleinere Katastrophe.

    Dragon jault und schreit für eine halbe Minute, hört dann für eine halbe Stunde auf und dann beginnt das ganze von vorne. Er findet auch die Zimmerpflanzen total super als Klo, was wir jedoch nicht so toll finden.

    Wir trainieren fleissig, dass er alle seine Geschäfte ins Katzenklo macht. Denn dieses nutzt er auch.

    Er findet es natürlich sehr blöd, dass er noch nicht raus darf, da er sich normalerweise die Nacht um die Ohren schlägt um dann am Tag zu "chillen".

    Könnt ihr mir vielleicht einige Tipps geben, wie ich ihm das Einleben erleichtern kann und ob ich etwas machen kann, dass er nachts nicht so heulen muss?


    LG


    NadEschkin

  • NadEschkin

    Hat den Titel des Themas von „Bengalen Senior "musste" zu uns ziehen, wie kann ich ihm die eingewöhnung leichter machen?“ zu „Bengalen Senior "musste" zu uns ziehen, wie kann ich ihm die Eingewöhnung leichter machen?“ geändert.
  • Hallo NadEschkin!


    Ich fürchte bis zu einem gewissen Grad sind die Lautäußerungen am Anfang ganz normal und sollten sich mit der Zeit legen. Mit 10 ist er ja auch noch kein Greis, sondern in Menschenjahren ausgedrückt ungefähr ein erfahrener Mann Ende 50 ;) (aber je älter man wird, umso schwerer fallen einem ja bekanntlich Veränderungen).


    Sorge für viele Möglichkeiten, dass er seinen Duft gut verteilen kann um sich gut einleben zu können und sein Revier zu identifizieren ... viele Klos an unterschiedlichsten Stellen, viele Kratzmöglichkeiten. Ich glaub, das ist für den Anfang am Wichtigsten.

  • Hallo, ich finde es wirklich toll, dass du Dragon ein neues Zuhause und die Chance auf ein glückliches Leben gibst.

    Das Jammern nachts kennen wir von unseren beiden auch, sie wollen immer mit ins Bett (dürfen sie aber nicht jede Nacht da sie nachts anfangen zu spielen und uns dann wecken). Vllt kannst du ihn ja am Anfang mal mitnehmen ins Bett in der Eingewöhnungsphase? Dann hört das Jammern vllt auf. Ist er es evtl von den Vorbesitzern gewohnt im Bett zu schlafen?

  • Vllt kannst du ihn ja am Anfang mal mitnehmen ins Bett in der Eingewöhnungsphase? Dann hört das Jammern vllt auf. Ist er es evtl von den Vorbesitzern gewohnt im Bett zu schlafen?

    Ich wäre damit lieber vorsichtig - bzw. wenn man einmal damit angefangen hat, kann man es schlecht wieder abstellen, sollte es dem Kater gefallen. Dann muss man es halt immer erlauben. Der Kater kann ja nicht verstehen, warum er das nach einiger Zeit nicht mehr darf und könnte den Revieranspruch zB durch Markieren ausgleichen wollen ... und natürlich wieder anfangen zu miauen. Auch wenn er das mal gedurft haben sollte, so hätte man ja jetzt durch komplett andere Rahmenbedingungen die Chance es zu ändern. Das A und O ist bei Tieren konsequentes Handeln - sie können nicht nachvollziehen, warum mal was geht und mal nicht, und werden unsicher bei sowas ... und Unsicherheit bringt bei Katzen halt schnell Unsauberkeit mit sich ...

  • Oh vielen Dank für den Tipp. Das wusste ich noch gar nicht. Wir haben die beiden meistens 1 mal pro Woche im Schlafzimmer (am Wochenende), weil Nali meistens um 4 Uhr morgens spielen will und dann sogar unter die Bettdecke klettert und kratzt um uns zu wecken damit wir sie streicheln und dann weckt sie Simba mit Miauen damit er mit ihr Fangen spielt (natürlich mit den Vorhängen…). Habt ihr sonst Tipps fürs Schlafen in der Nacht? Wenn wir schlafen dürften, könnten sie sonst öfter mit ins Bett

  • Oh vielen Dank für den Tipp. Das wusste ich noch gar nicht. Wir haben die beiden meistens 1 mal pro Woche im Schlafzimmer (am Wochenende), weil Nali meistens um 4 Uhr morgens spielen will und dann sogar unter die Bettdecke klettert und kratzt um uns zu wecken damit wir sie streicheln und dann weckt sie Simba mit Miauen damit er mit ihr Fangen spielt (natürlich mit den Vorhängen…). Habt ihr sonst Tipps fürs Schlafen in der Nacht? Wenn wir schlafen dürften, könnten sie sonst öfter mit ins Bett

    Ich würde empfehlen, dass ihr euch überlegt, ob ihr immer das Schlafzimmer erlauben wollt und dann heißt es durchhalten, dass sich die Katzen halbwegs an euren Rhythmus gewöhnen ;) oder ihr überlegt euch, sie auszusperren und sie von mir aus morgens dann irgendwann hereinzulassen oder ihr überlegt euch, sie in einem bestimmten Zimmer unterzubringen aus dem ihr sie dann morgens irgendwann heraus lasst. Wichtig ist nur, dass das immer auf die gleiche Weise passiert und (zumindest in der ersten Zeit) zu gleichen Uhrzeiten. Wenn ihr zB entscheidet, sie bei euch im Schlafzimmer übernachten zu lassen, dann spielt ihr abends ordentlich, dann erst gibts Futter und das dann so üppig, dass es für die ganze Nacht reicht und es zumindest deshalb keinen Grund gibt, euch zu wecken. Auch wenn es schwer fällt, ihr dürft niemals auf irgendwelche Katzenwünsche eingehen in der Nacht ;) dann ist das schon möglich, dass sie sich euch anpassen, allerdings werden sie vermutlich nicht aufhören miteinander zu spielen, wenn sie zwischendurch Lust haben - insofern müsstet ihr geräuschintensive Kulissen aus dem Schlafzimmer verbannen oder Ohrenstöpsel verwenden.

  • Also meine dürfen ja auch ins Schlafzimmer. Jetzt wo es kühler wird kommen sie auch wieder ins Bett, vorher waren sie auf dem Kratzbaum. Im Sommer haben sie uns schon auch mal um 4 Uhr geweckt, dann bin ich aufgestanden, Kater hinterher und dann bin ich zurück und habe die Tür geschlossen. Aktuell lassen sie uns schon auch mal bis 6 Uhr schlafen. Wenn sie dann ausgesperrt wurden haben wir noch 1-3 Ruhe bevor an der Tür gekratzt wird. Für mich passt das so, auch wenn die Kater natürlich kein Wochenende kennen und uns Samstag und Sonntag auch spätestens um 6 Uhr wecken.

    Ihr Liebe

    Ihr seid toll! Ihr habt mir soooo geholfen. Ich gehe oft raus mit Dragon und wir beide geniessen es sehr (mit Leine). Danach, im Haus, geht es dann gleich wieder los mit der Schreierei. Naja, gut Ding will weile haben...:D

    Wann habt ihr eure Bengalen raus gelassen? 1 Woche, zwei, mehr?