Bengal Problem mit Nachbarskatze

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    Bengal: 1 1/2 , Siam: 1 Jahr, europäische Hauskatzen: 7 und 11
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    1 Jahr 3 Monate
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    1x Bengal männlich,1x Siam weiblich, 2x europäische Hauskatzen weiblich
    Sind alle Tiere kastriert?
    JA
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo zusammen

    Bin neu in diesem Forum, da wir auch seit ca. 1 1/2 einen Bengal haben. Wir haben insgesammt 4 Katzen und diese verstehen sich untereinander super.

    Unser Bengal (Otello) ist extrem neugierig, möchte überall dabei sein und alles was sich bewegt ist für ihn extrem intressant.

    Nun sind wir vor ca. 5 Mt. umgezogen. Seit wir umgezogen sind, hat sich Otello zu einem richtigen Kater entwickelt. Er ist extrem territorial geworden. Unsere Nachbarn haben auch 4 Katzen....und nun beginnt das Problem...

    Otello terrorisiert regelmässig unsere Nachbarskatzen. Vorallem eine, die nur noch 3 Beine hat, wird vom ihm hauptsächlich gejagt

    Die Besitzerin war schon 2 mal bei uns. Und Sie nervt sich natürlich extrem. Die 3 beinige hatte letztes mal Biswunden. Sie hat Otello dabei beobachtet wir er auf sie losging:(. Sie bezeichnet ihn als agressiv. Diese Aussage hat mich schon etwas erstaunt, da wir Otello nie als agressiv erlebt haben:/

    Sie meint wir sollen ihn mehr fordern, damit er keine Luste mehr hat ihre Katze zu jagen.

    Hat jemand von euch schon mal das gleiche erlebt?

    Ich habe wirklich Verständnis für unsere Nachbarin. Gleichzweitig glaube ich aber nicht, dass wir das territoriale Verhalten von Othello durch stunden langes spielen ändern können.

    Hat jemand von euch das gleich Problem? Wie würdet ihr da am besten vorgehen?

  • Hallo Laura,

    ich finde es tatsächlich ein bisschen schade, dass sich hier niemand gemeldet hat, weil mich dieses Thema ganz grundsätzlich proaktiv interessiert hätte, wie man damit wohl umgeht?! Ich glaube schon, dass es hier einige erfahren Katzenbesitzer gibt , die auch Tipps geben können, mich würde aber auch die rechtliche Seite interessieren.


    Ganz grundsätzlich muss ich sagen, dass ich persönlich aggressive fremde Tiere auf meinem eigenen Grundstück nicht tolerieren würde.

    Das beruht aber vielleicht auch darauf, dass ich in erster Linie Hundebesitzerin bin und sich so eine Frage bei einem Hund nicht stellen würde.

    Wir haben einen absolut friedlichen, kinderlieben schnuffigen 20kg Hund, treu, entspannt, toleriert den Igel in unserem Garten, läßt sich vom Nachbarskind die Ohren lang ziehen und das Lieblingsspielzeug klauen, sitzt geduldig vor seinem Fressnapf, bis die kleine Bengal-Mixin genug Futter geklaut hat usw. Wenn aber ein Mini Rüde dauerkläffend auf ihn zu rennt, wird er zur Bestie. Glücklicherweise ist er mittlerweile so gut erzogen, dass er sofort an die kurze Leine kommt und kein Unheil anrichten kann. Ich würde nie auf die Idee kommen, der Sache seinen Lauf zu lassen...


    So und nun zurück zur Katze: Auch unsere Katze soll eine Freigängerin werden. Sie kann es jetzt schon kaum erwarten und schlüpft ab und zu durch die Tür. Was ist wenn sie Unheil in der Nachbarschaft stiftet? Es gibt andere freilaufende Katzen, unsere direkten Nachbarn ziehen jeden Jahr Hühnerküken groß... usw. Ich bin schon der Meinung, dass die Besitzer jedes Haustiers für deren Taten verantwortlich sind.


    Ich denke wenn sich die Katze massiv "daneben" benimmt, dann seid ihr als Besitzer gefordert, das Problem zu lösen, selbst wenn es bedeutet, die Katze darf nicht mehr raus. Ich denke, so würden wir es handhaben, da es für mich keinesfalls in Ordnung wäre, dass meine Haustiere, anderen Schaden zufügen. Bei meinen Kindern würde ich das auch nicht tolerieren.


    Ich schreibe das so offen und direkt, weil wir gerade am "Scheideweg-Freigänger" sind.... und


    ich würde mich freuen, wenn sich erfahrene Halter von Freigängern einfach mal mit Erfahrungen melden könnten :)

  • Liebe Laura,


    ich kann dir leider nichts zur rechtlichen Situation sagen. Ich kann dir nur von meinen Erfahrungen berichten.

    Wir haben zwei Bengalen, super lieb zu Hause und verschmust. Wir haben uns allerdings gegen den Freigang entschieden (obwohl wir einen Garten haben) aus folgendem Grund. Jimmy der Kater ist uns schon zwei mal beim Gartenspaziergang mit Leine ausgebüxt ( manchmal binde ich ihn mal kurz draußen an, da in unserem Garten keine Bäume sind, an denen er sich verheddern könnte) und da reichten schon 5 Minuten aus , als er sich mit unglaublich Geschick irgendwie aus dem Geschirr gewurmt hat. (Wahrscheinlich Fehler meinerseits, da zu locker am Hals).

    Aber nun auf den Punkt zu kommen. Wir haben eine Familie gegenüber mit zwei BKH beide Freigänger. Unser Kater kennt sie vom Spaziergang an der Leine.

    Er ist also schnurstracks rüber und hat die Kätzin und den Kater unserer Nachbarn verprügelt.

    Und zwar so, dass die zwei drei Stunden unter der Terrasse nicht mehr hervorgekommen sind.

    Unsere Nachbarn waren nicht sauer, da wir uns gut verstehen und ich ja Jimmys Ausbruch schnell bemerkt habe und rüber bin.

    Ich will nur sagen, Bengalen neigen dazu ein großes Revier zu beanspruchen. Das liegt einfach in ihrer Natur. Auch wenn sich mal aus versehen eine Katze zu uns in den Garten verirrt, flippt der Kater aus. Die Kätzin bleibt entspannt.

    Du wirst es nicht verhindern können, dass Otello andere Katzen versucht zu vertreiben.

    Du kannst dich höchstens mit der Nachbarin absprechen, wann die Katzen Freigang haben. Es ist aber natürlich sehr stressig und nervig.

    Ich will dich nicht entmutigen, aber für uns ist genau aus dem Grund Freigang ausgeschlossen und wenn die Katzen es gewöhnt sind tolerieren sie es gut. Zeitaufwändig sind zwar die Spaziergänge mit unseren Süßen, aber es ist die Mühe wert.

    Ich wünsche euch alles Gute und hoffentlich findet ihr eine Lösung!!!

    Viele Grüße Chrissi

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