mögliche Gesellschaft für unseren Bengal-Kater

    Hallo liebe Forumgemeinde,


    wir haben uns Mitte April einen Bengalkater zugelegt. Er war zum Zeitpunkt des Wechsels 3 Monate bei seiner Mutter. Da wir in einer ruhigen Gegend mit ausreichend Wiesen, Bäumen, Sträuchern usw. wohnen gingen wir davon aus, dass das Umfeld soweit geeignet ist. Er ist seit 2,5 Monaten im ungesicherten Freigang und kommt jeden Abend ca. 22:30 Uhr nach Hause. Jedoch haben wir den Eindruck das er unterfordert ist, da er viel dasitzt bzw. nicht ausreichend aktiv unterwegs ist. Im Haus haben wir einen großen Kratzbaum mit mehreren Etagen, großen Pappkartons, Pappröllchenmagazin für Leckerlies zum rauspuhlen etc. Auf der Wiese benutze ich zum spielen mit Ihm eine Angel mit einem Lederstreifen-Federbündel. Er ist Mitte August dann 7 Monate alt und noch nicht kastriert. Unser Ansatz ist, dass er sein Revier im nicht kastrierten Zustand selbst besser erarbeitet. In der Nachbarschaft gibt es einen ausgewachsenen Hauskatzenkater welcher sein Revier auch auf unserem Grundstück hat / hatte. Hier gibt es immer wieder Reibereien aber zum Glück bisher ohne Verletzungen.

    Im Internet wird eine Kastration vom 7-9 Monat angeregt. Wir spielen nun mit dem Gedanken uns einen zweiten Bengalen zuzulegen damit er einen richtigen Partner hat. Nun meine Fragen:


    - weiterer Bengal vor oder nach der Kastration?

    - Kater oder Kätzin?

    - kastriert oder nicht?

    - welches Alter sollte der Neuzugang haben?

    - würde das mit dem bestehenden Nachbarskater funktionieren?

    - Bengal oder andere Rasse?


    Für erfahrene Antworten wäre ich sehr dankbar!

  • Hallo,

    also unkastrierter Kater im ungesicherten Freigang finde ich nicht besonders begeisternd. Warum muss man hoffentlich nicht erklären. Ich würde ihn gestern kastrieren lassen.

    Über einen zweiten (kastrierten!) Kater würde sich eurer sicherlich freuen.

    Wir waren vor ein paar Monaten in einer ähnlichen Situation und haben da einige Fehler gemacht.

    Wir haben zu unserem Kater zuerst eine Katze im selben Alter, aber keine Bengal, dazu geholt und das ging leider ziemlich schief, sodass die Katze wieder ausziehen musste.

    Mittlerweile wissen wir, dass es besser ist gleichgeschlechtliche Tiere zu nehmen, am besten ungefähr im selben Alter und ich denke auch Bengal wäre am besten oder eine andere Rasse die den Bengalen ähnelt.


    Wir haben zu unserem Kater mittlerweile ein Bengalkitten dazu geholt und es klappt echt super gut. Der Kater war fast ein Jahr als das Kitten eingezogen ist. Ich würde mich denke ich nach einem männlichen Bengal Kitten oder einem Kater bis ca. 1 Jahr umschauen.

    herzlichen Dank für die Antwort. Liege ich falsch mit dem Kastrieren noch ca. 2 - 3 Monate zuwarten? Er macht noch keinerlei Anstalten was unkastrierte gewöhnlich tun, wie größerer Radius, markieren etc. Wird er wenn er dann kastriert ist weiter versuchen sein eigenes Revier zu bilden, oder ist er dann immer Gast auf unserem Grundstück, da ja Nachbars Kater schon seit Jahren durch unser Grundstück lief und noch läuft und es deswegen immer wieder Reibereien gibt. Ich versuche schon Nachbarskatze (wohnt ca. 30 Meter entfernt) mit ner kleinen Wasserspritzpistole von unserem Grundstück fern zu halten um Probleme zu vermeiden, Ist das falsch? Mein Kater braucht doch auch seinen Raum ... oder soll ich dem Schicksal freien Lauf lassen ?

  • Unsere sind Wohnungskatzen daher kann ich dir da nicht viel zu sagen, außer dass ich ihn möglichst schnell kastrieren lassen würde. Das mit dem Revier wäre da überhaupt nicht meine Sorge, sondern eher die ungewollte Fortpflanzung.

    Die meisten Katzen und Kater die draußen sind, sind ja kastriert und schaffen es trotzdem sich zu arrangieren was das Revier angeht.

    Ich würde es gar nicht darauf ankommen lassen dass er mit markieren etc. anfängt.

    Soweit ich weiß ist es relativ normal dass es da mal zu Reibereien kommt... ich denke die beiden machen das schon.

  • Hallo, also euer Bengalkater kann sich sein Revier sicher selbst erarbeiten, ich würde da nicht eingreifen. Ich kenne es von meiner Bengalkatze auch, dass sie trotz Freigang (aber zum Glück nur im nahen Umkreis und nicht mehr als 3-4 Std am Tag) unterfordert wirkt. Beziehungsweise, wenn es nach ihr gehen würde, wäre sie noch länger/öfter draußen, aber das möchte ich nicht.

    Ich würde auch den Kater möglichst bald kastrieren lassen, eventuell auch, um das Revier kleiner zu halten, nicht dass er nach der ersten Rolligkeit gewohnt ist, kilometerweit von daheim weg zu gehen.

  • Wow, ich bin echt erschrocken! Ich dachte es hätte sich rumgesprochen, dass die Katzennothilfen Tierheime und Tierschutzvereine in Deutschland jedes Jahr aufs neue mehrfach von Kätzchen überschwemmt werde und nicht wissen wohin mit den Tieren. Teils von Ups-Würfen, aber noch viel mehr von (halb-)wilden Katzen.


    Ein intaktes Tier, noch dazu einen Kater, der theoretisch täglich Würfe produzieren kann, in den Freigang zu geben ist ein absolutes No-Go:!:

    Noch dazu bei dieser einerseits wundervollen, andererseits aber auch anspruchsvollen Rasse! Wenn da Mischlinge in falsche Hände gegeben werden, weil andere Farben dominieren und der Bengale nicht erkennbar ist, dann werden doch Nachkömmling, wie Besitzer:in unglücklich!

    Ich kriege es leider nicht netter formuliert, sondern schaffe es nur nicht unnetter zu sein :rolleyes:

    Vielen Dank für die Antworten! Ja, wir werden ihn demnächst kastrieren lassen, und uns dann nach ca. 4-6 Wochen nach einem kastrierten Kater von einem Züchter als Gesellschaft umsehen. Mich treibt dann noch die Sorge, wenn unser Kater und der Neuankömmling trotz behutsamer Zusammenführung nicht zurecht kommen sollten, was wir dann tun sollen. Ich möchte keinen Handel mit einem neuen Kater betreiben. Nehmen Züchter in solchen Fällen den Kater zurück? Was gibt es in diesem Fall dann noch für Möglichkeiten?

  • Also ich bin ja kein Fan von ungesichertem Freigang (auch schon aufgrund des Jagdverhaltens und der Tatsache, dass Katzen nicht zwischen einer bedrohten Eidechsenart und einer gewöhnlichen Maus unterscheiden können ...), aber das muss jeder ja selbst entscheiden ...

    Ich glaube aber, dass Kater auch locker schon mit 6 Monaten Nachwuchs "erzeugen" können und man das an seinem Verhalten den Menschen gegenüber nicht unbedingt merkt ...

    Darüber hinaus ist es auch wohl so, dass Kater noch eine Zeit nach der Kastration zeugungsfähig sein können - ich glaub ich habe mal gelesen bis zu 8 Wochen ... das müsstest du bei der Freigangsplanung auch berücksichtigen!

    Sein Radius ist aktuell nicht mehr als 30 Meter im Umkreis vom Haus und wird m.E. sogar wieder kleiner da die intensive Neugier weniger wird. Bei uns gibt es ja wie schon beschrieben nur einen kastrierten Kater i.d. Nachbarschaft. Sonst habe ich in den letzten Jahren nie eine andere Katze gesehen . . .

  • ich werde mich mal auf deine Fragen konzentrieren (das mit dem Freigang ist ja geklärt)

    - ich nehme an das vergesellschaften von 2 kastrierten Katern ist einfacher.

    - auf jeden Fall Kater (Katze und Kater vertragen sich nicht besonders)

    - kastriert

    - wenn möglich das gleiche Alter

    - Bengalen sind dominant. ich nehme an die regeln das unter sich.

    - Bengal

  • Mit 7 Monaten würde ich den Jungspund dringend kastrieren lassen!


    Wenn sich die Hormonsituation nach 2-3 Wochen normalisiert hat, würde ich einen kastrierten Kater ungefähr im selben Alter (bis + 6 Monate) dazu nehmen. Das Vergesellschafteten in diesem Alter ist noch total unkompliziert.

    Ich habe einen Bengal und einen EHK aus dem Tierschutz, klappt wunderbar. Das Temperament sollte aber annähernd passen. Also auf keinen Fall ne couch potatoe Rasse wie Ragdoll o.ä.

    So, jetzt haben wir unseren Kater kastrieren + chipen + in den Ohren tätowieren lassen. Wir warten jetzt noch ca. 4 Wochen ab, damit dann auch die ev. noch vorhandenen Sexualhormone kpl. abgebaut sind. Von einer Züchterin habe ich mir sagen lassen, dass auch eine Kätzin als Gesellschaft kein Problem wäre, mit dem Vorteil, dass sie die Kätzin im Falle einer nicht möglichen Zusammenführung zurücknehmen würde. Das finde ich sehr gut! Mal sehen . . .

  • Bitte keine Kätzin, auch wenn die Züchterin noch eine loswerden möchte. Du tust ihr damit keinen Gefallen.
    Kater kämpfen gerne (siehe das Kampfvideo in meinem Profil) und Katzen in der Regel nicht.
    Ich hatte früher Kater und Katze aus einem Wurf. Selbst das hat nicht mehr funktioniert als sie älter wurden.


    Loki habe ich dritter Hand bekommen. Beim letzten Besitzer musste er weg weil sich die Katze nicht mehr vom Schrank getraut hat.

    Sobald sie sich gezeigt hat , wurde sie von Loki (spielerisch) angegriffen. Katze und Kater funktioniert einfach nicht so gut.


    Solange du die Wahl hast suche dir einen Kater.

  • Da muss ich widersprechen. Kater und Katze funktioniert wenn die beiden charakterlich zusammen passen. Unsere sind jetzt beide etwa 1 Jahr alt und sie verstehen sich gut. Natürlich kämpfen sie auch miteinander (meistens provoziert unsere Katze aber den Kater) und spielen Fangen, aber danach putzen sie sich gegenseitig und kuscheln miteinander. Es gibt sicher auch andere Beispiele, aber es kann genauso sein dass sich 2 Kater oder 2 Katzen nicht verstehen. Daher wirklich auf den Charakter achten und auf die Empfehlung der Züchter hören (vorausgesetzt es sind gute Züchter)

  • Ich sehe es wie Puppi. Wir haben zwei Kater und eine Katze. Hätten wir nur die beiden Kater genommen, wären beide nicht glücklich geworden. Denn sie sind vom Charakter her doch eher gegensätzlich. Der eine ist sehr ruhig und mag eher Lauerspiele, der andere ist da schon etwas wilder und rauft gerne.
    Uns unsere Katze (die auch noch die kleinste aus dem Wurf war), ist vom Charakter auch eher wild und sie mag auch mehr die Raufespiele, als das Lauern.


    Das hat sich aber auch alles erst mit der Zeit heraus gestellt. Am Anfang (die ersten 2 Jahre) war die Katze sehr schüchtern und vorsichtig. Dafür war unser ruhiger Kater noch ein kleiner Wildfang. Jetzt sind die Katzen 7 Jahre alt und ich denke mal, ihr Charakter ändert sich nicht mehr so stark.