Prinzessin pinkelt in die Wohnung

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    2,5
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    1,5
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    1 weiblich
    Sind alle Tiere kastriert?
    JA
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo,


    meine Mausi pinkelt wenn ich das Haus oder das Zimmer verlasse auf mein Bett.

    (großer Fleck keine kleine Markierung)

    Sie pinkelt wenn sie mal bei Regen oder Kälte nicht raus darf, wenn mein Partner für ein, zwei Wochen bei sich in der Wohnung ist oder auch wenn sie generell Dinge verweigert bekommt wie z.B. in bestimmte Schränke zu klettern (z.B.Vorratsschrank).


    Wir haben zwei Katzenklos eins in der Küche und eins im Flur in einer ruhigen Ecke. Ihr Lieblingsstreu, vermehrte Spieleinheiten und Aufmerksamkeit ändern nichts an ihrem Verhalten. Grundsätzlich kuschelt sie kaum weshalb man sie so auch nicht beruhigen könnte.

    Kurz bevor ich vor ca. einem Jahr umgezogen bin hat sie das erste mal außerhalb vom Katzenklo auf das Paket der Nachbarin gepinkelt. Nach dem Umzug hat sie überall in meinem Schlaf und Wohnbereich uriniert. Nach einiger Zeit ist es besser geworden und phasenweise pinkelt sie nur ins Katzenklo.

    Aber schon wenn es einen Wetterumschwung gibt, ich Besuch habe oder mal den ganzen Tag unterwegs bin stresst sie das enorm.

    Ich habe schon kein Sofa mehr, weil dies zuvor jedes mal nachdem ich die darauf befindlichen Schutzdecken gereinigt hatte erneut bestrullert wurde.(7 Tage die Woche)

    (Feliway und Enzymreiniger zeigten keine merkliche Veränderung)

    Sie kann ihren Urin kontrollieren und ist auch sonst gesund.(laut Tierarzt)

    Ein zweites Kätzchen ist für mich hier auch keine Lösung. Wir hatten schon mal ein zweites Kätzchen damit sie nicht so alleine ist, aber dadurch ging es ihr nur noch schlechter und sie hat sich selbst nach Monaten nicht getraut in der gegenwart der anderen Katze zu spielen.

    Mein Partner und ich möchten in eine andere Wohnung ziehen nur das geht nicht denn er hat sehr teure Möbel, die nicht einfach so ersetzt werden können. Wir beide Lieben das Kätzchen sehen aber sind mit unserem Latein am Ende.

    Was kann man da tun?

  • Hm, das klingt wirklich nach extremem Stress für die Kleine..? Mir scheint auch, hier kommen ggf. mehrere Stressfaktoren zusammen.


    Erstmal ein paar Fragen und Anregungen/ Vermutungen:


    Probleme mit dem Standort des Klos, Lärm, Veränderung der Lebensumstände.


    - Insgesamt klingt das für mich auch nach Angstpinkelei, weil sie pinkelt, wenn Du weg bist. Gibt es Geräusche im Haus, die sie ängstigen?

    - War der Umzug begleitet von weiteren Veränderungen, z.B. Zusammenzug mit einem Partner, den die Katze nicht mag? - Protestpinkeln auf Sofa und Bett, wo der Geruch des neuem Partners besonders intensiv ist-

    Verhält sich die Katze anders wenn er nicht da ist?

    - Hat sich etwas mit dem Tagesablauf geändert! Z. B. neue Arbeits-/ Abwesenheitszeiten?

    - Was ist - aus Sicht der Katze!! - jetzt anders als es vorher war?

    - verbringst Du weniger Zeit mit Deiner Bengalin als vorher? - Protest- und Aufmerksamkeitspinkeln -



    Den letzten Abschnitt Deiner Antwort verstehe ich nicht. Was hat ein Umzug mit teuren Möbeln zu tun? Die werden doch gut verpackt und umgezogen....


    Ich würde Dir raten, eine Tierpsychologin einzubinden. Das kostet zwar Geld, aber die Neuanschaffung von Möbeln und Sofa ist auch teuer. Auch der Wiedergewinn des Hausfriedens könnte das wert sein.....





  • Hallo meimei444!

    Ich würde auch sagen, dass sich das nach großem Stress, Verlustängsten, Angst generell und starker Revierunsicherheit anhört. Bitte bedenke immer, dass Katzen das nicht machen, weil sie dich ärgern, protestieren wollen (im Sinne von Rebellion) oder einfach ungezogen sind, sondern sieh das immer als Hilfeschrei deiner Katze, denn sie kann als letztes Mittel nur so mit dir kommunizieren. Man müsste nun tatsächlich das Verhalten, die Gegebenheiten bei dir vor Ort, Tagesabläufe etc. sehen und analysieren und das kann eine fachkundige Beratung vor Ort bestimmt am besten leisten. Als erste Hilfsmaßnahmen würde ich dazu raten, einfach noch mehr Toiletten aufzustellen, weil sie die ja doch noch benutzt. Zb wenn du nicht drin liegst sogar direkt aufs Bett. Versuche feste Rituale in den Tag zu bekommen. Zb bevor du immer zu recht festen Zeiten mit ihr spielst, machst du was bestimmtes vorher, Zb Platz schaffen - immer die Stühle zur Seite stellen eine bestimmte Decke hinlegen etc. Wenn du das Haus verlässt, versteckst du vorher Leckerli in einem Schnüffelteppich und „schleichst“ dann raus - keine Verabschiedung usw. Da deine Katze allein ist, braucht sie diese Strukturen und viel Beschäftigung, denn wenn plötzlich die Tür ins Schloss fällt und sie ist allein, kommt die Angst, was evtl. schon so schlimm ist, dass sie die Panik befällt, wenn du nur ein Zimmer verlässt oder andere Änderungen eintreten. Generell solltest du versuchen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Viele Ausguckmöglichkeiten in der Wohnung (Catwalk), viel Spieleinheiten mit Jagderfolgserlebnis - also keine Laserpointer etc., Clickern, ein toller Fensterplatz mit Ausblick zb auf ein Vogelhaus oder eine belebte Straße wenn sie allein ist (KatzenTV😉), in der Wohnung muss sie „ihre eigenen“ Plätze haben, die nach ihr riechen und die ihr Sicherheit geben.

  • Das klingt auch für mich nach viel zu vielen und über ein Forum nicht lösbaren Baustellen. Dafür muss man die Begebenheiten Vorort sehen, um die Probleme richtig einschätzen und Lösungsmöglichkeiten finden zu können. Daher auch mein Impuls, dass Du nach einer guten Tierpsychologin suchen solltest.

    Mit dem Partner würde ich tatsächlich erst zusammenziehen, wenn es Deiner Mausi besser geht. Ihre Pinkelei zeigt, dass es ihr gar nicht gut geht und sie dringend Hilfe braucht. Hautpsächlich, weil ich not amused wäre, wenn meine Katze dessen Möbel zerstört (und Urin ist da echt heftig). Zum anderen wäre es noch ein Stressfaktor zusätzlich für die Süße, den ich erstmal mindestens erkannt haben möchte - von daher würde ich den Umzug evtl. einfach mit der Katzenpsychologin/Trainerin gemeinsam planen.

    Zusätzlich stellt sich mir die Frage nach der Auslastung. Sie ist eine junge Einzelkatze. Wieviel und wie beschäftigst Du Dich pro Tag so mit ihr? Und was ist mit ihrem ersten Lebensjahr? Wieso kam sie erst mit einem Jahr zu Dir und was hat sie vorher erlebt? All das kann durchaus, gepaart mit anderen ungünstigen Zusammenspielen, zu ihren Verhaltensstörungen geführt haben.

    Entschuldige, erstmal nur die Fragen, aber ohne Antworten auf diese, kann man so gar nichts sagen oder vorschlagen, was Euch das Leben erleichtern könnte.

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