Bräuchte euren Rat (:

    Hey!

    OK, zugegeben ich weiß es gibt schon eine Menge Fragen in diesem Forum zum Thema Bengalen anschaffen, aber eine Situation die unserer ähnelt habe ich noch nicht gefunden... Also verzeiht mir, dass ich mit diesem Thema "nerve" ^^


    Seit Jahren schwirrt in einer Ecke meines Hinterstübchens der Gedanke 2 Bengalen anzuschaffen. Und nun, da ich es umsetzen möchte kommen mir Zweifel.

    Mein Mann und ich haben 4 Kinder im Alter von 0 bis 9Jahren. Hier geht es manchmal laut her: es wird gestampft, gelacht, geweint, Kissen geworfen, Türen geknallt, rebelliert und alles was ihr euch sonst noch so bei einer Großfamilie vorstellen könnt ;)

    Wir wohnen in einer Wohnung ca 120m2 mit zwei kleineren Balkonen, die Katzen könnten also nicht raus. Die Wohnung geht über 3Etagen, sodass sich jeder mal zurück ziehen kann. Sie wird über eine Brücke im 3. Stock betreten. Diese Brücke ist mit einem recht hohen Glasgeländer gesichert, aber daneben geht es ungesichert runter... (ich komme dann bei meinen Fragen noch darauf zurück).

    Wir sind viel zuhause und haben einen ruhigen Hund.

    Ich selbst bin mit Katzen aufgewachsen und habe viel Erfahrung mit Miezen.


    Und ich habe sooo viel über Bengalen gelesen, wahrscheinlich jedoch noch nicht alles. Ich finde tatsächlich wenig zur Haltung von Bengalen in einer Familie.

    Meine Idee war, dass sie gut in unsere Familie passen würden, weil sie so aktiv sind. Aber inzwischen bin ich doch unsicher geworden...

    Dass wir gut sozialisiert Tiere und einen guten Züchter finden müssen ist mir klar. Und es vor allem auf die Sozialisation ankommt...


    Manches ist mir allerdings einfach noch nicht ganz klar:

    1) Macht es überhaupt Sinn diese Tiere in eine große Familie zu holen? Ja hier ist immer was los, die Große hat sicher Lust auf Training mit den Miezies, aber ob ihr das länger als ein Jahr wirklich taugt?! Sowas lässt ja bei Kindern auch mal irgendwann nach...

    Klar würde mit den beiden auch so ordentlich gespielt werden, aber was wenn eine oder beide zu fordernd ist/sind? Wie sicher ist esq, dass wenn die Tiere gut sozialisiert sind, sie mir nicht dann vor Langeweile "an die Decke" gehen? (mal einbezogen, wir machen unseren Flur zu einem Kletterparadies und kaufen immer wieder Spielzeug) oder sind wir sogar genau das Richtige für die Miezen eben weil so viel los ist?


    2) Ich kann hier alles ziemlich gut sichern, Balkone und Fenster sind kein Thema. Gedanklich macht mir aber doch die Brücke zu unserer Wohnung zu schaffen. Ich darf sie nicht sichern (haben wir schon ein Mal angefragt, Brandschutz und so..) OK die Kids fallen da auch nicht runter, aber evtl eine Katze schon, wenn sie doch mal raus will? Wie sind eure Katzen so, laufen sie raus sobald die Tür mal ne Weile offen steht? Wenn hier ein Großeinkauf ankommt oder wir alle rein und raus wollen, dann ist die Tür auch schon mal n bisschen offen. Stelle ich mir vor, ich müsste immer besorgt sein, dass da einer schnell abhaut - ist ja mit den Kids auch nicht wirklich möglich, dass die das immer im Blick haben.


    3) Ich habe so ziemlich alles gelesen von super schmusig, über nur mit einem Menschen schmusen, nur mal Köpfchen geben bis nicht anfassen lassen bei Bengalen. Ist das tatsächlich sehr charakterabhängig, Sozialisation oder beides?

    Wenn ja, woran erkenne ich denn dann beim Züchter schon ob es passt?

    Wäre ja doch schade, wenn die Katzen dann nicht mit uns kuscheln oder am Ende nur mit eine Person hier, da wären alle anderen ziemlich traurig. Auch wenn mir klar ist, dass Katzen generell auch ihre Menschenvorlieben haben und man sie eh nicht zu was zwingen kann...


    4)Macht es Sinn über solche Konstellationen (wie zB eine Norwegische Waldkatze-Kitten mit einer Bengalkitten) zusammen zu halten? Mein Gedanke war, evtl geht es dann nicht ganz so ab wie mit zwei Bengalen.. So es charakterlich passt zwischen den verschiedenen Rassen usw..


    Soweit die ersten Fragen (: ich bitte um Ehrlichkeit, ich möchte echt keine Kitten anschaffen und dann feststellen, dass das hier nicht funktioniert oder wir nicht die Richtigen sind...


    Lieben Dank vorab euch! :)

  • Hallo Happy!


    Wir haben 2 Bengalmädchen (geb. Anfang September 2019) - die konnten kleine bis mittlere Kinder und deren Launen von Anfang an ohne Probleme vertragen ... vom Züchter aus können sie höchstens dessen Enkelkinder gekannt haben, wenn sie mal zu Besuch gewesen sein sollten. Wir haben uns aber zb auch bei einer anderen Zucht umgesehen, wo es im Haushalt kleine Kinder gab und die Katzen dort ließen sich auch durch nix aus der Ruhe bringen (da waren dann aber keine Kitten mehr frei) ... also von daher sollte das möglich sein, solange es Ruhezonen gibt, wenn die Katzen sie brauchen. Ich denke, dass unsere den Trubel sehr gern haben, wenn auch mal Besuch da ist - auch mit kleineren Kindern ... oder unsere Tochter Besuch von anderen Mädels (11/12 Jahre alt) hat. Evtl kannst du ja gezielt beim Züchter fragen, ob Kinder schon was Bekanntes sind und wie die jeweiligen Kitten auf sie so reagieren. Oder mit den Kindern beim Züchter die Katzen besuchen, dann merkt man es ja sehr direkt ... so hab ich es gemacht.
    Unsere beiden zumindest laufen nicht raus, wenn die Wohnungstür aufgeht, eigentlich interessiert sie das gar nicht und wenn mal zufällig eine vorbeiläuft, wenn man Pakete reinschiebt oder Einkäufe reinträgt, dann sind die Pakete und vollen Einkaufstüten auf jeden Fall interessanter. Ich glaub auch nicht, dass sich eure direkt über ein hohes Geländer hinweg in die Tiefe stürzen würden, sollten sie mal kurz ausbüxen. Die sind schon sehr vorsichtig und erkunden neues Terrain erst mal gewissenhaft.
    Ich persönlich würde zu 2 Bengalen - am besten Wurfgeschwister gleichen Geschlechts - raten; die sollten normalerweise gut miteinander auskommen, die haben ihre Spiele von klein auf gemeinsam perfektioniert und können sich somit auch gut allein beschäftigen bzw. miteinander, wenn es mal sein muss. Unsere beiden sind jetzt keine Superschmuser, aber fast immer in unserer Nähe, immer neugierig, zum Spielen aufgelegt, sehr freundlich und offen (auch bei Fremden), sie sind auch überhaupt nicht nervig oder unausgeglichen, wenn man sich mal nicht so doll mit ihnen beschäftigen kann, aber sie spielen dann immer Fangen und brauchen eine gute Rennstrecke, das kann schon mal ordentlich rasant sein und ist sehr spannend zu beobachten.
    Wir haben uns für Kätzinnen entschieden, da die körperlich einfach einiges kleiner sind und in einer reinen Wohnungshaltung irgendwie passender erscheinen. Früher hatte ich nur Kater, da fand ich es jetzt auch spannend, mal die weibliche Seite an Katzen kennenzulernen ;) ach ja - ich glaube, unsere Mädels mögen alle Familienmitglieder gleich gerne, ich kann keine speziellen Vorlieben erkennen :)

  • Hallo Happy!


    Ich kann mir das mit der Brücke schwer vorstellen, kannst du mal ein Bild machen?


    Meine beiden versuchen immer raus zu kommen wenn wir die Haustür öffnen. Wir haben da aber so unsere Tricks entwickelt. Und wenn wir mal Besuch bekommen werden die Kater halt ne Minute in ein Zimmer gesperrt, bis der Besuch reingekommen ist. Wenn sie doch mal ausbüchsen rennen sie aber auch nicht km weit weg, sondern halten sich in dem Bereich auf den sie kennen. Nur wird der jedes Mal grösser ;)


    Ich habe keine Kinder und kann dazu nix sagen. Ihr solltet euren Kindern aber beibringen, dass Katzen keine Spielzeuge sind die nach Bedarf zur Verfügung stehen. Das lese ich leider immer wieder mal. Die Ruhephasen der Katzen müssen sie akzeptieten und auch wenn sie mal nicht gestreichelt werden wollen. Du schreibst dass deine Tochter sich ggf nach einem Jahr nicht mehr kümmern will. Da seit ihr als Eltern dann in der Verantwortung das entweder durchzusetzten oder den Part zu übernehmen.


    Bei uns bin ganz klar ich die Favoritin. Ich bin aber auch die, die sich am Meisten kümmert. Wie verschmust die Katzen werden kann man vermutlich vorher nicht wissen.


    Ich habe auch ein Geschwisterpaar, 2 Jungs. Das klappt super.


    Wenn du nicht 2 Bengalen nimmst sondern mit einer anderen Rasse mischt könnte sich der Bengal irgendwann langweilen, dann habt ihr nix gewonnen. Wieso nicht gleich 2 Norweger wenn die auch in Überlegung sind? Was bringt euch zu der Rasse Bengal?

    Bei mir war es eine Kombination aus Allergieprobleme mit anderen Katzen, Optik und Charakter. Ich hatte auch ein bisschen Angst dass ich ihnen nicht gerecht werde, aber bislang sind klappt alles gut und ich liebe es wenn sie durch die Wohnung rasen. Dann weiß ich alles ist ok. Klar, hier und da ist mal was kaputt gegangen, aber nir mutwillig. Ich habe die Entscheidung für die Kater bisher keinen Tag bereut.

  • Achso - was ich noch beisteuern könnte - wir haben eine Dachterrasse mit einer sehr tiefen Mauerumrandung (ca. 50 cm Tiefe) - ohne einen regelrechten Käfig draufzubauen, könnte man das nicht ordentlich sichern - da wir in der 3. Etage sind, wäre es auch recht tief sich da runter zu stürzen - verständlicherweise ;)

    Ohne Geschirr und Leine dürfen die beiden da also nicht drauf - sie haben ihren eigenen Katzenbalkon, der auch viel besser zum Beobachten der Umgebung geeignet ist und auch aufregender gestaltet ... allerdings flitzen sie natürlich manchmal trotzdem mit auf den "verbotenen" Balkon bevor sie angeleint sind - sie springen auch manchmal dann direkt auf die Mauer und schauen runter, allerdings waren sie sehr vorsichtig dabei, das zu Anfang zu erkunden - das konnte man schon recht gut kontrollieren.

    Natürlich werden sie dann immer so schnell wie möglich weggelockt oder eingesammelt - sollte mal ein Blatt vorbei wehen oder ein Vogel entlang fliegen, möchte ich nicht wissen, was dann passieren könnte ...


    Und wie Mignonne auch schrieb, die laufen ja nicht kopflos weg, es sind ja sehr vorsichtige Tiere, das geht nur schneller, wenn sie was schon kennen. Für den Fall der Fälle hab ich auch immer das Lieblingsleckerli in der Nähe der Dachterrasse, damit sind sie sofort wieder im Haus ...


    Meine Tochter ist übrigens nicht sonderlich zimperlich mit den beiden, die werden herumgeschleppt, geknuddelt, gebürstet, verkleidet, in diversen Wagen herumgefahren etc. - natürlich nicht ständig ;), aber wenn sie z.B. Besuch hat, können da schon mal solche Dinge bei herauskommen ... die Katzen haben sich noch nie zur Wehr gesetzt - also weder gefaucht, gekratzt, gebissen etc. - sie strampeln ein bisschen und miauen etwas grummelig, wenn sie vom Arm runter wollen und gehen dann einfach weg, wenn es zuviel wird, was allerdings wirklich kaum vorkommt, die mischen immer schnell wieder mit. Wäre meine Tochter nicht so kuschelbedürftig, wäre vielleicht das Schmusebedürfnis der Katzen größer, aber man muss sagen, dass es ohnehin mehr wird mit dem etwas erwachseneren Alter der beiden, das merkt man jetzt immer deutlicher ...

    Wir haben sie letzten Endes von einem Züchter, der gar nicht so großen Wert auf Ausstellungserfolge legt, glaube ich, sondern sehr auf den familientauglichen Charakter achtet - da hat er uns wirklich nicht zuviel versprochen. Als wir sie zum ersten Mal besucht haben, da kamen die beiden direkt zu uns und sind auch nicht mehr von unserer Seite gewichen, wir haben dann ca. 2 Stunden mit ihnen gespielt, wir duften sie überall anfassen, sie sind unter die Strickjacke gekrabbelt etc. - in der Zeit sind sie auch einige Male ordentlich aufs Klo gegangen (darauf muss man ja auch achten ;)), dann waren wir nach 2 Wochen noch einmal dort, da war es das gleiche, und als wir sie dann wieder 2 Wochen später endlich zu Hause hatten, da haben sie sich auch nicht anders verhalten und eigentlich war die Eingewöhnung mit allem drum und dran nach 3 Tagen erledigt.


    Gelegentlich muss man ja schon auf eine Art Warteliste, oder die Katzen schon vor oder mit Geburt reservieren, da die Rasse so beliebt ist. Das ist natürlich schwierig, denn da ist vom Charakter ja noch nicht allzu viel zu erkennen. Wir haben unsere erst mit 8 Wochen kennengelernt, da war mit denen schon richtig was anzufangen und der Züchter hat uns die unterschiedlichen Charaktere der beiden auch ausführlich beschrieben, was wir vielleicht erst mal belächelt haben, was sich aber im Nachhinein als absolut passend erwies. Das wäre dann sicherlich auch ein Tipp für euch, dass ihr euch die Kitten erst aussucht, wenn man bzw. vor allem die Kinder ordentlich mit ihnen spielen können, um zu sehen, wie sie da so reagieren.

  • Hallo,

    meine sind zwar nur „Mixe“ , aber ich denke, manche eurer Fragen sind nicht rein Bengal-spezifisch.

    Thema Kinder:

    Mein Mann und ich leben allein-aber sehr oft sind unsere 4 Enkelkinder da- 3-12 Jahre alt- und da geht es hoch her😱. Auch mit den Katzen,- Kitty ist meist die erste Stunde begeistert, dann zieht sie sich zurück, der Kater dreht richtig auf, wenn die Kinder da sind , er liebt es😻.

    So wie du es schilderst, gäbe es ja genügend Rückzugsmöglichkeit für die Katzen, wenn es ihnen Zuviel würde. Aus meiner Sicht sind eure Kinder absolut kein Hinderungsgrund.

    Thema Sturz Gefahr:

    Wir leben in einem 3-stöckigen Reihenhaus. Meine sind Freigänger, aber der Ausgang geht über einen Balkon im 2.Stockwerk. da haben sie eine Katzenleiter. Aber die Balkon-Brüstung ist nicht gesichert. Sie spazieren oft darauf herum, keine ist jemals auch nur gestrauchelt.

    Meine sollen allerdings nicht im EG zur Haustüre raus, da ist eine Straße, aber -vielleicht weil es verboten ist, - für beide ist es äußerst attraktiv, sobald die Türe zum Flur oder gar die Haustüre aufgeht. Wir haben daher auch immer Spielzeug und Leckerli im Flur parat, um sie abzulenken und wieder rein zu locken. Das funktioniert meistens, aber nicht immer.

    Ich könnte mir in eurer Konstellation vorstellen, dass die Brücke wohl immer attraktiv sein wird, aber für erwachsene Katzen die Gefahr, runter zu stürzen doch relativ gering sein wird. Ausgeschlossen natürlich nicht.

    Hallo an euch alle und danke für die Antworten! (:


    Ich habe vor Jahren die ersten Bilder von Bengalen gesehen und mich einfach gleich verliebt. Ich hatte (unter anderen) einen Kater in meiner Kindheit, der zwar sicher kein Bengale war, aber vom Gesicht her irgendwie ähnlich aussah..

    Mein Mann hat in Jugendjahren mal auf eine Katze allergisch reagiert und seine Mutter ist so ziemlich gegen alles allergisch, was man sich vorstellen kann, außer gegen Hunde. Mein Mann hat allerdings auf die Katzen bei Freunden und anderen Verwandten dann nicht mehr reagiert, aber die Gefahr langfristig besteht halt. Ein Grund ist also, dass zumindest ein wenig die Chance besteht, dass seine Mutter uns mal besuchen kann und wir auch zuhause von einer Allergie langfristig verschont bleiben.


    Ich mache gerne mal morgen ein Foto von der Brücke im Hellen (:


    Ich denke, dass unsere Kinder das Recht schnell lernen mit den Katzen, auch bei unserem Hund gibt es bestimmte Regeln, an die sie sich gut halten.. Mir ging es auch eher darum wie Bengalen sich mit dem Lärm und der vlt manchmal überschießenden Liebe tun, die Kinder so mit sich bringen. Aber ich habe den Eindruck, wenn sie es von klein auf kennen, scheint es kein Problem zu machen darinala (:


    Auch wenn ich weiß, dass es bei Katzen generell charakterabhängig ist, ob sie eher flüchten, sich von Kindern unterm Arm tragen lassen oder anfangen in die Blumen zu pieseln "nur" weil sich sich ziemlich erschreckt haben, dachte ich mir einfach, nachdem ich doch ein paar (für mich echte Horror-) Stories gelesen habe, Wohnung zerfetzen und so, ob das bei Bengalen einfach häufiger vorkommt bzw ob sie vlt nicht so familiengeeignet sind.


    Gibt es abgesehen vom Größenunterschied und das Kater internsiver raufen noch weitere Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Auch zB aufs Kuscheln bezogen? Gegen ein Paar aus verschiedenen Geschlechtern steht also vorallem das unterschiedliche Spielverhalten?

    Ich habe es bei Katerbrüdern erlebt, dass trotz Kastration irgendwann dann die Rangordnung zwischen beiden doch zum Problem wurde (so ca im 3ten Lebensjahr) und letztlich einer abgegeben werden musste, nach vielen Versuchen und vielen Tränen. Daher habe ich n bisschen Angst vor zwei Brüdern. Aber das ist jetzt total bengalunabhängig.


    Irgendwo anders habe ich gelesen, dass jmd eine Bengal und eine Norwegische Waldkatze zum Mitbewohner hat. Da Norweger auch etwas weniger allergen sein sollen, dachte ich eben an einen so und einen anders. Eben vor allem weil Bengalen einfach so unglaublich schön sind :S mag ich mich irgendwie nicht von der Rasse trennen...

    Ist also aber eher eine ganz blöde Idee?


    Und wie ist es, wenn wir erstmal einen Bengalen bei uns aufnehmen und dann einen weiteren dazu? Welcher Altersabstand wäre ratsam und sollte dann auch eher an Katzen gleichen Geschlechts gedacht werden?

    Warum tendiert ihr eher zu Wurfgeschwistern?


    Fragen über Fragen 😅🐾


    Gute Nacht!



    So weit (: eine gute Nacht!

  • Gibt es abgesehen vom Größenunterschied und das Kater internsiver raufen noch weitere Unterschiede zwischen den Geschlechtern? Auch zB aufs Kuscheln bezogen? Gegen ein Paar aus verschiedenen Geschlechtern steht also vorallem das unterschiedliche Spielverhalten?

    Man sagt glaube ich allgemein, dass Kater tendenziell mehr kuscheln. Aber ob das stimmt oder ein Mythos ist weiss ich nicht.


    Und wie ist es, wenn wir erstmal einen Bengalen bei uns aufnehmen und dann einen weiteren dazu?

    Würde ich nur machen wenn nicht beide gleichzeitig zur Abgabe bereit sind.



    Welcher Altersabstand wäre ratsam und sollte dann auch eher an Katzen gleichen Geschlechts gedacht werden?

    Es gibt hier im Forum ja auch Konstellationen von Bruder und Schwester was gut funktioniert. Meine Züchterin hatte mir geraten vom gleichen Geschlecht zu nehmen. Gut, waren eh nur noch 2 Jungs frei, aber ich hätte ja auch auf den nächsten Wurf warten können.


    Warum tendiert ihr eher zu Wurfgeschwistern?

    Die Kleinen kennen sich schon und haben also wenigstens etwas vertrautes im neuen zu Hause. Aber es ist natürlich keine Garantie dass es ein Leben lang klappt zwischen den beiden. Meine lieben sich aktuell noch sehr, schlafen viel zusammen, putzen und spielen. Meine Schwester hat 2 Katzen (nicht Bengal), auch Wurfschwestern, die schauen sich mit dem Arsch nicht an. Im Gegenteil. Sie dulden sich mehr oder weniger und das war es leider auch schon.


    ein paar (für mich echte Horror-) Stories gelesen habe, Wohnung zerfetzen und so

    Ja irgendwie liest man immer eher dass es Probleme gibt gell? Ging mir auch so. Aber ich schätze das ist normal. Wenn alles gut läuft geht man selten in ein Forum und schreibt was dazu. Man wendet sich an andere Katzenhalter wenn man Probleme hat. Deshalb dominiert das dann auch bei der Google Suche. Ich habe meine ja erst 6 Monate, aber ich habe das Gefühl, dass Platz in der Wohnung eine wichtige Rolle spielt. Die müssen Wettrennen machen können, über Sofas springen, auf Schränke/Kratzbäume klettern. Wenn sie ihre Energie loswerden können, im Spiel mit ihren Menschen und untereinander, dann glaube ich, dass sie nicht häufiger auffällig werden als andere Katzen.


    Eben vor allem weil Bengalen einfach so unglaublich schön sind :S

    Ich denke das können wir hier alle verstehen, aber ich hoffe ihr mögt auch die Charaktereigenschaften. Wenn ihr eine ruhige Familienkatze sucht sind Bengalen nicht das richtige.

    Ich denke das können wir hier alle verstehen, aber ich hoffe ihr mögt auch die Charaktereigenschaften. Wenn ihr eine ruhige Familienkatze sucht sind Bengalen nicht das richtige.

    😅 Achso ne na eh... Eine Schlaftablette würde nicht wirklich zu uns passen (:


    Danke dir für die ausführlichen Antworten 🙃

  • Moin! Ich glaube auch, dass man über so viele Probleme liest, da man ja meist erst in so ein Forum schreibt, wenn es Probleme gibt - und oft auch schon fortgeschrittener Art. Die vielen, die einfach nur aus Interesse mitlesen oder einfach gar keine Notwendigkeit haben, hier reinzuschauen, bekommt man ja nicht mit. Mir ging das am Anfang genau so.


    Ich denke, sehr viel "Charakterliches" hängt auch mit den Zuchtlinien zusammen, da gibt es bestimmt große Unterschiede - auch hinsichtlich des Rests an "wildem" Verhalten. Klar - wenn nur auf die perfekte Optik gezüchtet wird, besteht eher die Gefahr, dass der Charakter vernachlässigt wird und umgekehrt. Und natürlich ist auch die optimale Sozialisierung wichtig. Ich denke, darauf solltet ihr euer Hauptaugenmerk legen. Dass eben der kinderfreundliche und gelassene Charakter passt - und vlt. nicht allzu sehr auf die perfekte Farbe und den tollsten Körperbau schauen - auch wenn das schwer fällt ;) Wenn ihr euch beispielsweise direkt nach dessen Geburt zufällig das sensibelste Kitten aussucht, weil es den tollsten Kontrast hat, wird es vlt. immer Probleme mit Lautstärke, Hektik etc. haben. Von daher, wie gesagt, besser zu einem Züchter, der nicht schon so frühe Reservierungen verlangt, sondern die Kitten erst "auf den Markt" bringt, wenn sie schon ein paar Wochen alt sind.


    Unsere Geschichte wie wir zu Bengalen gekommen sind, ist übrigens ziemlich ähnlich zu deiner, Happy. Und ohne Witz: wir haben bei einem Besuch von Zoo Zajac zum ersten Mal Bengalen live gesehen und haben dann angefangen, uns damit näher zu beschäftigen. Natürlich finde ich es nicht ok, dass man die dort auch kaufen kann, aber ich will es auch nicht verurteilen, ohne zu wissen, wie das genau abläuft ... naja, das ist ein anderes Thema. Jedenfalls schien es mir so, dass aufgrund der Rund-um-die-Uhr-Betreuung dort die Spieleinheiten nicht zu kurz kamen ...


    Unser Züchter riet uns eigentlich zu einem Pärchen (Junge/Mädchen) - wir haben dann aber die beiden Mädels kennengelernt und es war klar, dass die es werden müssen ... die Jungs haben uns mit dem A... nicht angeguckt ;)


    Wurfgeschwister haben einfach den selben Nestgeruch, die selben Erfahrungen (was nicht heißt, dass sie die gleichen Vorlieben und Charakterzüge entwickeln - unsere beiden sind komplett verschieden!) - unsere beiden verstehen sich aber einfach "blind" - es kann mal ordentlich gekämpft, gefaucht, geknurrt werden - trotzdem liegen sie z.B. kurz danach wieder zusammen und putzen sich. Es kann immer mal zu unüberbrückbaren Differenzen kommen und die Katzen "zerstreiten" sich sozusagen für immer, aber bei Wurfgeschwistern ist dieses Risiko einfach am geringsten.


    Erst eine zu holen, dann später die andere würde ich niemals empfehlen, denn die "erste" ist einsam und hat eine viel schwierigere Eingewöhnung. Kommt dann endlich die zweite, dann muss sie das mühsam eroberte Revier wieder teilen und hat schon wieder Stress - der Neuzugang sowieso. Da können schnell Probleme wie Unsauberkeit etc. entstehen.


    Weibliche Katzen müssen natürlicherweise den Nachwuchs "großkriegen" und die Jagd hat für sie höchste Bedeutung, deshalb sind Jagdspiele für sie am wichtigsten und hier liegen die größten Vorlieben - Kater raufen viel, die mögen auch Raufspiele mit den Menschen sehr gern (unsere Damen mögen das z.B. gar nicht - nur mit sich selbst). Bei Katern kommt es ja z.B. doch recht häufig vor, dass sie aus Übersprung den Arm packen und treten, Füße jagen oder was Kater halt so machen ;) Ich hatte ein bisschen Bedenken, dass meine Tochter da Angst bekommt und hinterher sind die Katzen "böse" - also von daher fand ich neben der Größe auch das ein gutes Argument für Kätzinnen. Wenn Dari mal ihre verrückten 15 Minuten hat, muss man ein bisschen aufpassen. Wenn man sie dann durchknuddelt, kann das wohl auch mal passieren, das sie etwas krallt, aber man muss das dann ja auch nicht machen - bei Nala ist sowas noch nie vorgekommen. Ich habe auch gehört, dass Kater schmusiger sein sollen - auf meinen alten Kater traf das aber nicht unbedingt zu, der war nicht übermäßig schmusig. Ich glaube, Kätzinnen sind etwas unabhängiger bzw. erscheinen einfach so, was vlt. einige als zickig oder so deuten. Ich kann auf jeden Fall keinen großen Unterschied zu meinem früheren Kater feststellen. Diese angeblich Bengalen-typische Aufdringlichkeit und Hyperaktivität kann ich bei meinen beiden übrigens auch nicht unbedingt feststellen. Aber wenn sie spielen und raufen etc. tun sie das halt alles seeeehr sportlich und ausdauernd ;) - also viele stabile hohe Kratzbäume und Säulen, Rennstrecken (Treppen rauf und runter kommt auch immer gut) und evtl. ein Laufrad (das wird bei uns uns gern genutzt) sind halt wichtig.

  • Habe ich mir auch so gedacht mit der Brücke - ich sehe da kein Problem - die stürzen sich ja nicht einfach da übers Geländer ...


    Ja, mein Mann findet das auch sehr schade, dass er nicht raufen kann :) aber für Kinder kann das doch sehr erschreckend und schmerzhaft sein.


    Wenn wir früher Besuch hatten und unser Kater da auch mal getestet hat, ob der denn wohl mal "ordentlich" mit ihm spielen möchte, war der Besuch immer schnell verängstigt. Da kam man sich tw wirklich blöd vor, so klischeemäßig einzuwerfen, dass der doch nur spielen will :D

  • Wir haben bei den Züchtern, die uns von der Webseite oder so schon mal angesprochen haben, einfach gefragt, ob wir wohl mal einige Zeit mit den Bengalen verbringen können - einfach beobachten, spielen etc. (auch wenn die gerade gar keine Kitten hatten), damit wir die Rasse überhaupt erst mal kennenlernen und einfach mal so mit den Züchtern quatschen. Da bin ich dann mit meiner Tochter tw. bis zu 6 Stunden dort gewesen. Das war überhaupt kein Problem und das hat wirklich viele Erkenntnisse gebracht.