älteren Bengalkatze einen Spielgefährten besorgen?

    Hallo!


    Ich habe folgendes Problem:


    Notgedrungen habe ich eine 4 Jahre alte Bengalin aufgenommen, da sie in ihrem alten Zuhause leider nicht zurecht kam. Dort lebte sie mit ihrer Tochter und 4 anderen Katzen, welche sie permanent angriffen.

    Ihre tochter blieb dort, da sie sich gut mit den anderen versteht also nahm ich nur sie.


    Jetzt ist sie seid 2 Monaten bei uns und ich spiele mit den Gedanken, ihr einen Spielgefährten zu besorgen habe aber Angst, dass das nach hinten losgeht.


    Man liest überall, dass Bengalen sich hauptsächlich mit gleich agilen Katze verstehen aber unsere Luna ist super faul 😅auch kuscheln findet sie total doof und jetzt bin ich in meinem Vorhaben verunsichert.


    Können es Bengalen bevorzugen alleine zu sein? Klar, jede Katze ist anders aber jeder in meiner Umgebung meint es ist zwingend notwendig, eine zweite dazuzuholen.die


    Ich bin leider noch eine totale anfängerin was die katzenhaltung betrifft also bitte, lasst mich an eurem Wissen teilhaben 🙈

  • Hallo!


    Diese "Superfaulheit" ;) und das Kuscheldesinteresse könnten auch eine Art Resignation / Depression wegen des langen Mobbings etc. sein. Wenn Katzen ständig scheinbar dösen oder schlafen ist das manchmal ein Zeichen dafür - bei der einen schlägt es um in extrem auffälliges Verhalten bei anderen in ein "In--Sich-Zurückziehen" - eigentlich wie bei Menschen auch ...

    Wenn sie gesund ist, ist das für das Alter ungewöhnlich, so ruhig zu sein - sogar selbst wenn sie jetzt keine Bengalin wäre.

    Versuch mal, sie durch viel Spielen, Leckerli, Clickern etc. aus ihrer Lethargie rauszuholen - da ist bestimmt Geduld gefragt!

    Eine Vergesellschaftung würde ich auf jeden Fall versuchen - und am besten auch mit einer Katzendame ungefähr gleichen Alters (Temperament müsste man dann schauen - evtl. dreht deine Bengaldame ja noch richtig auf). Hab da selbst keine sonderlichen Erfahrungen, da ich diese Herausforderungen noch nie hatte, aber kann da auf meine Theorie mit dem "neutralen Boden" verweisen ;) ... ich kopiere das jetzt mal hier rein ...

  • So hier ist es:


    "Ich hätte sonst noch eine Idee, und zwar, dass ihr die beiden auf unbekanntem Terrain zusammen bringt - also dort, wo keiner sein Revier hat. Das könntet ihr z.B. mit einer Katzenpension absprechen. Die beiden machen dort sozusagen gemeinsam Urlaub und in der Zeit könnt ihr die Wohnung schrubben, einige neue Katzenmöbel aufbauen, etwas umräumen - so dass ein möglichst neutraler "neuer" Lebensraum entsteht, wenn beide zurückkehren.


    Diese "Theorie" ;) habe ich entwickelt, als ich meinen früheren Kater wegen Umbaumaßnahmen in unserer Wohnung für mehrere Wochen in eine Katzenpension bringen musste - er war damals ca. 7 Jahre allein gewesen (und damals nahm man Kätzchen schon sehr früh von der Mutter weg - ich glaub ich hab meinen mit 10 Wochen bekommen und das war schon spät). Ich hatte totale Panik, dass er von den anderen Katzen fertig gemacht werden würde - oder umgekehrt - und die einzige Katzenpension, die es im Umkreis gab, hat nur Gruppenhaltung angeboten. Die meinten dort, das wäre kein Problem, da alle anderen auch fremd im Revier sind und wenn man ein wenig auf die Geschlechter und Charaktere achtet, dann klappt das super. Und tatsächlich war es so, dass er sich dort mit allen gut vertragen hat und sogar schon nach wenigen Tagen mit einigen richtig Freundschaft mit gegenseitig putzen etc. geschlossen hatte. Das hätte ich niemals gedacht. Ich glaube, hätten wir ihn zusammen mit denen wieder mitgenommen, wäre das auch zuhause recht gut gegangen.


    Solltet ihr das so machen, wäre es natürlich von Vorteil, wenn die beiden dort alleine sind und keine Auswahlmöglichkeit für andere Freunde besteht ;)"

  • Nachdem unser Comerford wegen eines Magentumors mit nur 5 Jahren eingeschläfert werden musste, gingen wir auch davonaus, dass wir unserem Charlie unbedingt einen neuen Kumpel besorgen müßten. Wir kauften also von derselben Züchterin ein Kitten und fuhren heim. Charlies Blick beim Anblick des neuen Katers sagte uns nur eins: Ihr wollt mir doch DEN um Himmelswillen nicht antun?! In der Folge gab es Nervenkrieg pur.
    Es dauerte über 3 Jahre, bis die beiden sich einigermaßen aneinander gewöhnt hatten und jetzt kuscheln sie und putzen sich gegenseitig.....ich denke, wir haben damals einen Fehler bei der Vergesellschaftung begangen, wir hätten es langsamer angehen müssen.


    Meine Lehre aus der Erfahrung wäre, zu schauen, wie sich die Katze verhält. Scheint sie zufrieden oder ist sie gelangweilt, was sich auch in Unfug äußern kann wie Anknabbern von Kabeln oder Gardinen, Kratzen an Möbeln, Pinkeln… Und Bengalen können unglaublich laute Beschwerdeschreie loslassen, wenn ihnen was nicht paßt. Ich bin sicher, Du wirst es mitbekommen😉