Bengalkater 15Monate soll einen Spielgefährten bekommen

    Hallo zusammen,

    ich weis das Thema kommt des Öfteren mal wieder hoch aber ich brauche eure Hilfe.

    Unser Kater Zeus (Bengal, 15Monate, unkastriert, Stubentiger, 90m² Spielfläche ) hat die Möglichkeit einen 12Wochen jungen Bengalkater als Spielgefährten zu bekommen. Leider hatten wir nicht die Möglichkeit damals einen seiner Geschwister mitzunehmen da sie schon alle vergeben waren. Meine Freundin und ich müssen bald beide 8Stunden am Tag arbeiten und wir wollen unseren kleinen Rabauken nicht so lange alleine und sich langweilen lassen. Die Züchterin mit der wir im Kontakt stehen sieht eine Zusammenführung als unproblematisch an. Da Zeus aber noch nicht kastriert ist bezweifle ich das ein wenig. Eine Zusammenführung brauch ja viel Zeit und Ruhe und wie ich mehrfach gelesen habe ist es noch schwieriger wenn die Kater nicht kastriert sind. Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir weiterhelfen könnt...wir wollen unbedingt das die Zusammenführung klappt. Wir würden uns über viele Tipps freuen.:)

    Ganz liebe Grüße

    Lara&Jan

  • Hallo zusammen!


    Darf ich fragen warum er (noch) nicht kastriert ist? Ist ja recht ungewöhnlich, es so spät machen zu lassen - oder ist es ein Zuchttier? Wenn ja, dann wird er ja einen "bestimmten Lebensauftrag" haben als potenter Kater - und ich glaub, da ist das Zusammenleben mit einem anderen Kater bzw. einem anderen kastrierten Kater schwierig, sofern es keine Geschwister sind - und selbst da ist es wohl fraglich, ob das gut gehen könnte ...

    Hallo,

    der Tierarzt hat uns damals empfohlen wenn er ein Wohnungskater ist und nicht markiert ihn nicht zu kastrieren...wir haben uns da vollauf unseren Tierarzt verlassen. Er meinte noch dazu falls wir mal einen weiteren Kater oder eine weitere Katze habe wollten könnte man das immer noch machen.

    Mittlerweile haben wir einen anderen Tierarzt, bei Ihm haben wir das Thema allerdings noch nicht angesprochen.

    Liebe Grüße

    Jan

  • Ah ok - ich hab meinen früheren Kater auch erst mit 14 Monaten oder so kastrieren lassen, der hatte nie markiert und hätte es vlt. auch gar nicht getan - aber dann hatte ich Angst, dass er's doch macht ... und dann abgewöhnen ist natürlich blöd ...


    Ich glaube mit einem anderen Kater zusammen wird er damit sowieso anfangen - und merken, dass er ein richtiger Kater ist ;)

    Ich würde sagen, kastriert ihn schnellstmöglich und wartet einige Zeit ab, bis der Hormonpegel wirklich wie bei einem kastrierten Tier ist (das kann euch bestimmt der TA sagen, wann das genau ist) - und dann könnt ihr ihn mit einem anderen kastrierten Kater am besten in ähnlichem Alter vergesellschaften. So'n ganz junger ist vermutlich zu stark unterlegen - die sollten am besten ziemlich gleiche Kampfgewichte aufweisen.

    Das ist halt auch meine Meinung das er sobald ein anderer Kater in sein Revier kommt direkt mit dem markieren anfängt. Ich finde das Thema zusammenführen extrem schwierig. Viele sagen am besten mit einem Kitten andere wiederum gleichaltrig und alles halt auch mit passenden Argumenten. Hat alles denke ich mal seine Vor- und Nachteile.

  • Das wird er mit Sicherheit und 90 qm sind nicht zu vergleichen mit einem "Draußen-Revier" - er könnte sogar recht aggressiv einem "Eindringling" gegenüber werden. Wenn ihr ihn jetzt erst mal kastrieren lasst, dann ist er ja noch ca. 6 Wochen lang zeugungsfähig - und bis der "kastrierte" Hormonhaushalt wieder ganz im Lot ist, dauert es bestimmt noch ein paar Wochen länger ... dann wäre der jetzt 12 Wochen alte Kater vlt. fast ein halbes Jahr, das ist ja schon mal was anderes - und dann klappt das Spielen und Raufen bestimmt auch besser ... (wenn er so lange in seinem jetzigen Zuhause bleiben kann) ... ansonsten gibt es bestimmt unter Bengalen in Not etc. auch ab und zu Abgabekater in einem passenden Alter, die sich freuen, ein tolles neues Zuhause zu bekommen.

  • Hallo Lara und Jan,

    Zu allererst: super, dass ihr Zeus einen Katerkumpel schenken wollt.😻😻! Und auch, dass ihr euch im Vorfeld so viele Gedanken machst.


    Dem oben gesagten kann ich unbedingt zustimmen!! So bald wie möglich kastrieren lassen- das ist ja keine große Affäre- die mini Wunde wird nur verklebt und stört den Kater nicht. Meiner ist noch am gleichen Tag wieder munter rumgeklettert.


    Die Zusammenführung braucht, -egal in welcher Konstellation- ohnehin meist Zeit und Geduld. Zeus war ja jetzt ca. ein Jahr alleiniger Herrscher - Zeus eben 😉 dazu noch unkastriert, es wäre ein großes Wunder, wenn das auf Anhieb klappen würde. Sowas wie Welpenschutz gibts bei Katzen eher nicht, da kann schon mal heftig zugelangt werden.

    Ein sozialer, etwa gleichaltriger Kater wäre ideal. Für ein 12-15 Wochen altes Kitten wäre das vermutlich erstmal Stress pur. Wenn Ihr euch aber schon entschieden habt: auch das kann gut klappen.

    Ich würde dann aber darauf drängen, dass der neue kleine Kater frühestens mit 15-18 Wochen zu euch kommt. In dieser Zeit lernt er von den älteren Katzen und seinen Geschwistern kätzisches Benehmen: Wann man sich zurückzieht, Körpersprache lesen, höfliches Verhalten, wann man aufhören muss, den anderen zu piesacken...

    Auch bei eurem Zeus müsst ihr einkalkulieren, dass er vieles an Katzensprache verlernt hat oder sogar nie wirklich gelernt hat (wenn er schon mit 12 Wochen bei euch eingezogen ist, hat er nur "Grundschulkenntnisse" gelernt)

    Alles kein Hindernis,- nur habt wirklich Geduld, geht langsam Schritt für Schritt vor. Ungeduld kann im schlimmsten Fall Feindschaft auslösen.

    Ihr könnt euch gerne hier häppchenweise Tipps holen😁

    Für die Zusammenführung gibt es auch gute Literatur: Mein Favorit: John Galaxy, Der Katzenflüsterer.


    Herzliche Grüße

    Barbara

  • Ich hätte sonst noch eine Idee, und zwar, dass ihr die beiden auf unbekanntem Terrain zusammen bringt - also dort, wo keiner sein Revier hat. Das könntet ihr z.B. mit einer Katzenpension absprechen. Die beiden machen dort sozusagen gemeinsam Urlaub und in der Zeit könnt ihr die Wohnung schrubben, einige neue Katzenmöbel aufbauen, etwas umräumen - so dass ein möglichst neutraler "neuer" Lebensraum entsteht, wenn beide zurückkehren.


    Diese "Theorie" ;) habe ich entwickelt, als ich meinen früheren Kater wegen Umbaumaßnahmen in unserer Wohnung für mehrere Wochen in eine Katzenpension bringen musste - er war damals ca. 7 Jahre allein gewesen (und damals nahm man Kätzchen schon sehr früh von der Mutter weg - ich glaub ich hab meinen mit 10 Wochen bekommen und das war schon spät). Ich hatte totale Panik, dass er von den anderen Katzen fertig gemacht werden würde - oder umgekehrt - und die einzige Katzenpension, die es im Umkreis gab, hat nur Gruppenhaltung angeboten. Die meinten dort, das wäre kein Problem, da alle anderen auch fremd im Revier sind und wenn man ein wenig auf die Geschlechter und Charaktere achtet, dann klappt das super. Und tatsächlich war es so, dass er sich dort mit allen gut vertragen hat und sogar schon nach wenigen Tagen mit einigen richtig Freundschaft mit gegenseitig putzen etc. geschlossen hatte. Das hätte ich niemals gedacht. Ich glaube, hätten wir ihn zusammen mit denen wieder mitgenommen, wäre das auch zuhause recht gut gegangen.


    Solltet ihr das so machen, wäre es natürlich von Vorteil, wenn die beiden dort alleine sind und keine Auswahlmöglichkeit für andere Freunde besteht ;)

  • Ihr dürft der Züchterin glauben schenken. Euer Kater ist zwar nicht kastriert, aber und das ist durchaus relevant: ihr habt keine (potenten) Kätzinnen im Haus, wegen denen sich die Kater in die Haare kriegen könnten. Deswegen kann es sogar dauerhaft funktionieren, das zwei oder mehrere potente Kater friedlich zusammen leben. Solange keine weibliche (!!!) Katze dabei ist. Und sollte einer (oder auch beide Kater) anfangen zu markieren, auch kein Stress. Dann lasst kastrieren. Zu 99,9% hören sie nach der Kastration auf damit. Meistens sind es eher Zuchtkater, die jahrelang potent waren und gedeckt haben, die trotz Kastration nicht mehr damit aufhören zu markieren. Solltet ihr Ambitionen haben, die Kater zum decken einzusetzen, tut es ggf auch der Suprelorin Chip, um eventuelles markieren zu unterbinden. Allerdings ist markieren durchaus auch Linienabhängig. Haben der Papa bzw. der Opa nicht markiert, dann machen es die Söhne, bzw. Enkel meist auch nicht. Aber dazu müsst ihr entweder die Linien von eurem Kater studieren, oder ganz simpel, den Züchter fragen🙂 ... und ich denke, es ist von Vorteil, wenn der Neuzugang jünger ist, als euer Kater. Ein gleichaltriger und dementsprechend selbstbewusster Kater, wird sich nicht unterordnen. Das wird eher zu Stress führen, als wenn ihr ein 12/13-20 Wochen altes Kitten dazu holt, das euren älteren Kater, bedingungslos als Boss akzeptieren wird. So wie ich es verstanden habe, kommt euer Kater aus einer ordentlichen Zucht, und ist gut sozialisiert. Dementsprechend wird er das Baby bestimmt nicht überfordern. Mein Ashley war auch sehr rücksichtsvoll als Aaron eingezogen ist, und hat ihn weder überfordert noch unterdrückt. Und nun mit dem sechs Wochen alten Baby Alexis, gehen sowohl Aaron als auch Ashley sehr lieb um. Miteinander wird aufs übelste gerauft, und Action gemacht, mit dem Baby wird so gespielt, das der Kleine nicht unter die “Räder” gerät. Vertraut eurem Kater, der macht das schon, das es passt. Und vertraut der Züchterin, die weiß das schon😉

  • Ach interessant ... ja das könnte erklären, warum mein früherer Kater in der Hinsicht keine Anstalten gemacht hat! Aber der hatte einen ziemlich großen Drang, aus der Wohnung abzuhauen, das wäre ohne die Kastration später dann wohl noch wesentlich schlimmer gewesen ...