Das Tagebuch von Anton und Benji - 2 Kater ziehen ein

    Am Samstag wurde Anton von einer Wespe gestochen. Die Pfote ist auf das Doppelte angeschwollen und er hat so komisch vibriert beim Atmen. Deshalb sind wir zum Tierarzt. Eine Cortison-Spritze und 117 CHF später ging es ihm bald wieder besser. Er hatte tatsächlich Fieber.


    2.3 kg bringt Anton jetzt auf die Waage. Beim Tierarzt wurde er gewogen. Ich hatte 2 Tage vorher 2.0 kg gewogen. Benji steht dem mit 2.1 kg in nichts nach. Die beiden wachsen langsam zu richtigen Katern heran.


    Auch wenn sie anstrengend sind wenn sie ihre 15 Minuten haben, ich möchte die beiden um nichts missen.

    Jetzt habe ich mich ja länger nicht gemeldet. Die beiden werden langsam gross. Anton bringt mittlerweile 2.8 Kilo auf die Waage, Benji 2.7. Die Küchenzeile ist kein Problem mehr und sie springen da fleissig hoch und runter. Allerdings nur wenn jemand da was werkelt, sonst ist es nicht interessant.


    Ich gewöhne die beiden jetzt langsam an das Tragen eines Geschirrs. Das anlegen klappt gut, aber wenn sie es tragen bewegen sie sich nicht richtig und auch unsicher. Kann es daran liegen, dass es noch etwas zu gross ist? Oder ist es normal, dass sie das am Anfang noch nicht können (oder wollen??).


    Wir haben aktuell leider viele Wespen draussen. Vorgestern und gestern wurden sie auch mit Begeisterung gejagt. Ich konnte das nicht mit ansehen und habe dem immer ein Ende bereitet. Habe echt Angst, dass sie in den Mund oder Hals gestochen werden. Ich mache mir einfach zu viele Sorgen!

    Ich hatte das Glück dass marvill mir das mittlerweile für ihre Bengalen zu klein gewordene Hundegeschirr von Grossenbacher günstig überlassen hat. Es ist das fun run in 10XS. Das ist aber auch noch minimal zu gross, aber in ein paar Wochen wird es passen.

    Habe überlegt das Beroni Katzengeschirr auch mal zu probieren, da kann man die Rückenlänge verstellen. Falls ich es noch bestelle werde ich berichten.

  • Zitat

    Ich gewöhne die beiden jetzt langsam an das Tragen eines Geschirrs. Das anlegen klappt gut, aber wenn sie es tragen bewegen sie sich nicht richtig und auch unsicher. Kann es daran liegen, dass es noch etwas zu gross ist? Oder ist es normal, dass sie das am Anfang noch nicht können (oder wollen??).

    Das ist total normal war bei meinen beiden auch so beim Kater deutlich heftiger. Der hat sich die ersten Wochen nur hingelegt und versucht das Geschirr runterzulecken oder ist nur in geduckter Haltung gelaufen.

    Da sind die Bocksprünge von meinen beiden ja gar nicht so schlecht. Je nach Tagesform stellen sie sich tot oder springen wie Geisslein durch die Gegend. Ein mal hat Benji mit Geschirr relativ normal den Federwedel gejagt und ich dachte, jawohl, jetzt hat er es raus. Am nächsten Tag hat er sich dann hingelegt und nicht bewegt.

    Wie lange hat das bei euch so gedauert bis die Vierbeiner das im Griff hatten?

    Hallo, mal was neues von uns.


    Die beiden sind am Wochenende 5 Monate alt geworden und wiegen jetzt knapp über 3 Kilo.


    Das Tragen der Geschirre geht immer besser. Die von Beroni sind angekommen, aber ich habe sie noch nicht angepasst.


    Nächsten Dienstag steht die Kastration an. Hoffentlich geht alles gut.


    Dann versuche ich mich an einem Naturkratzbaum. Bein uns auf der Terrasse musste einer gefällt werden.


    Die gestrige Kastration haben beide ganz gut überstanden. Benji war schneller wieder munter als Anton. Anton hat auch mal wieder alles mitgenommen. Er fing plötzlich an zu humpeln. Ein Anruf bei TA ergab, dass es schon mal vorkommen kann, dass sie die Stelle spüren wo die Narkose gegeben wurde. Ähnlich wenn wir ne Impfung bekommen. Fühlt sich dann wohl an wie Muskelkater. Heute morgen ist er auch noch gehumpelt, aber mittlerweile sieht es fast wieder normal aus. :S

    Jetzt sind es fast 4 Monate, dass die beiden Rabauken bei uns leben. Die ersten kleinen Hürden sind genommen (Stress-Durchfall beim Einzug, Kastration, Zahnwechsel) und die beiden bringen uns jeden Tag neu zum schmunzeln, lachen aber auch zweifeln. Geht es ihnen gut? Warum frisst er so viel, wenig, was auch immer. Mal lässt Benji Anton nicht spielen, ein paar Tage später ist es dann andersrum. Ist ihnen langweilig, wie kann ich sie beschäftigen etc.

    Ich habe die Idee Leckerchen (bei mir sind es die grösseren TroFu Brocken) zu verstecken aus diesem Forum aufgenommen. Habe das Gefühl das ist ganz gut. Am ersten Tag habe ich noch gezeigt, dass überall TroFu versteckt sein könnte. Heute morgen, als sie die Tüte gehört haben, sind sie schon eigenständig durch die Wohnung und haben gesucht. So haben sie mal sicher noch ne halbe Stunde Beschäftigung wenn ich aus dem Haus bin. Demnächst schaffe ich mir Snackmäuse an, die ich besser verstecken / platzieren kann.

    Ich habe auch einige Futterstellen für Vögel draussen eingerichtet, bisher kommen aber kaum welche vorbei. Und wenn, würden es die beiden tagsüber vermutlich kaum merken wenn die Fenster geschlossen sind. Na mal sehen was Herbst / Winter da noch bringen. Wenn es sich einspielt, dass die Vögel immer zu festen Zeiten kommen und die beiden das mal gecheckt haben, werden sie sicher anfangen das Treiben zu beobachten.

    Jetzt wo es Richtung Winter geht steht auch Weihnachten vor der Tür. Da bin ich die letzten Jahre immer ein paar Tage bei meinen Eltern in D gewesen. Was mache ich dieses Jahr mit den Katern?

    Option 1: Die Mama von meinem Freund kommt zum Catsitting zu uns. Das wäre perfekt, aber irgendwie habe ich das Gefühl da kommt was dazwischen oder sie will plötzlich doch nicht. Ausserdem bin ich nicht sicher ob sie mit den beiden umgehen kann.

    Option 2: Eine Freundin oder bezahlte Catsitterin kommt vorbei. Hier wären die beiden ziemlich lange alleine, da beide immer nur für ne Stunde oder max 2 da wären

    Option 3: Katzenpension. Hier checke ich gerade ob mein Favorit überhaupt geöffnet hat über die Jahre. Dort gibt es einen Aussenbereich und 24h Webcam :-) Nachteil ist natürlich die neue Umgebung, dafür aber mehr Menschenkontakt.

    Option 4: Ich nehme die beiden mit zu meinen Eltern. Nachteil hier ist die 5-stündige Autofahrt. Ist das zu stressig? Habe überlegt am Wochenende mal ne längere Strecke als zum TA mit den beiden zu fahren um zu sehen, wie es ihnen dabei geht. Am Liebsten würde ich sie wirklich mitnehmen, ich trenne mich ungern von den beiden.


    Wenn Option 1 nicht klappt, was würdet ihr bevorzugen?


    Hier ein paar aktuelle Bilder....



  • Wir haben eine Katzenpension mit „integriertem TA“ - bzw. gehört die Pension zur Praxis - das hat im Sommer super geklappt, ich hatte den Eindruck, ihnen hat es gefallen. Und falls mal was ist, kann man beruhigt sein, denn sie können sofort untersucht werden.

    Ich hatte Bedenken, dass ihnen einfach langweilig wird, wenn nur einmal am Tag kurz jemand kommt und sie sich irgendwelchen Quatsch angewöhnen ;)

    Ich melde mich auch mal wieder.... Eigentlich ist soweit alles gut bei uns, aber seit ein paar Tagen bekomme ich die beiden nicht mehr richtig zum spielen animiert. Sie lauern zwar auf den Federstab, aber springen ihm nicht mehr nach. Ich habe sie sonst damit ewig lang über das Bett scheuchen können, wie die Flummis waren sie. Auch die Federangel ist nur mässig interessant. Andere Angeln wollen sie gar nicht. Sie raufen aber noch miteinander und jagen sich auch mal gegenseitig durch die Wohnung.


    Bei uns ist ja jetzt Nebelzeit, habe jetzt schon 3 Tage hintereinander keine Sonne gesehen. Kann das die Kater auch beeinflussen? Kann es sein dass sie im Winter weniger aktiv sind? Oder haben sie jetzt einfach so eine Phase?


    Wenn man so viel von Problemen mit Bengalen oder anderen Katzen liest, dann macht man sich bei jeder kleinen Verhaltensänderung Sorgen. Wie sind denn eure Erfahrungen? Sind eure Bengalen immer gleich aktiv oder haben sie auch mal Tage, wo sie sich nicht richtig für etwas begeistern können?

  • Ich glaube, das hat auch was damit zu tun, dass sie älter werden - das wilde nachrennen ist ja eher ineffizient und so ein „Kinderkram“ - jetzt wird im Spiel lang gelauert und der Sprung sollte möglichst zielführend sein, damit nicht soviel Energie verschwendet wird. Das beobachten und lauern ist für die Katzen aber genauso aufregend und anstrengend - nur für uns macht das blöderweise nicht mehr so viel Spaß. Ist bei unseren also genau wie bei dir. Meine Tochter meint dann immer, „ach die wollen gar nicht“ aber wenn man so richtig aufwendig den Jagdinstinkt weckt mit Pfauenfeder unter Möbeln herziehen etc. sind die beiden sehr konzentriert dabei - sie jagen nur nicht mehr so kopflos überall hinterher. Die richtig auszupowern wird immer schwieriger, das müssen sie dann unter sich machen.

  • Ist bei uns genauso. Als meine Bengalen noch klein waren, sind sie auch über Tisch und Bänke gejagt, sobald sich etwas bewegt hat (Laserpointer, Mäuse, Spielangel). Mittlerweile machen sie das nur noch ganz kurz, dafür lauern sie aber auch immer ewig.

    Wenn man mal Katzen in der Natur beobachtet, sieht man sie ja auch nicht die ganze Zeit wild rumrennen. Die lauern ja eigentlich auch die meiste Zeit auf ihre Beute oder schleichen durch die Gegend.

    Vielen Dank für eure Anregungen.


    Ich glaube Langeweile weil es kein neues Spielzeug gibt war es nicht. Ich habe immer mal wieder was anderes im Angebot, auch mal Dinge aus dem Haushalt. Es sind eigentlich 3 Sachen auf die sie eigentlich immer ansprechen: Federstab mit Raschelpapier, der Federschmetterling von qualipet oder so ne grüne Federboa. In der beschriebenen Phase ging der Stab noch am ehesten. Auch mit anderen Sachen hatten sie keine Lust. Aktuell habe ich meine Rasekatzen aber zurück. :love:

    Erst wird der Wedel unter Decken, Kissen, Teppichen versteckt oder unter Türspalten etc., da lauern sie dann uns springen wie kleine Füchse. Irgendwann merke ich dann dass sie in Fahrt kommen und wir spielen fangen in der Wohnung. Wenn sie dann ein paar mal hinter mir hergerannt sind jagen sie sich gegenseitig. Ich kann das Tempo eh nicht gehen. Wenn wir uns morgens so intensiv ne Stunde oder mehr miteinander beschäftigt haben kann ich irgendwie ruhiger zur Arbeit. Ich hänge dann noch TroFu Säcke auf und verstecke andere Leckerlis, so dass sie dann noch ne Weile durch ihr Revier streifen und Fressen abstauben.


    Anton wiegt jetzt mit 9 Monaten 5.3 Kilo, Benji nur 4.4 kg. Schon ein krasser Unterschied zwischen den beiden.