Eingewöhnungsfragen Kitten

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    12 Wochen
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    2 Tage
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    1 Männchen
    Sind alle Tiere kastriert?
    NEIN
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo erstmal, bin neu hier und komme aus Österreich.



    Wir haben seit 2 Tagen ein junges, einzelnes wunderschönes Bengalenkaterchen Elivs. Wurde genau mit 12 Wochen von einem Züchter mit Stammbaum zum üblichen Preis übernommen. Hatte dort noch 5 Geschwister und diverse andere Katzen im Umfeld. Soweit ich erkennen könnte durften sie sich im Haushalt/Wohnzimmer aufhalten, fürchte jetzt aber sie hatten zu wenig direkten sozialen Kontakt zu den Menschen über die Fütterung hinausgehend. Er ist tierärztlich untersucht und geimpft. Bei der Besichtigung 2 Wochen zuvor ließ er sich (im gewohnten Umfeld) noch problemlos hochheben und blieb auch lange ohne Zwang auf dem Schoß sitzen und ließ sich streicheln. Wir hatten früher auch schon mal eine Katze (wurde über 20 Jahre alt), leben in einem großen Haus mit viel Platz, Freigang ist später vorgesehen.


    Seit der Ankunft vor 48 Stunden aber brüllt (miauen kann man da nicht mehr sagen) er nun Tag und Nacht ständig herum. Wirkt teilweise schon suchend nach seinen Kameraden. Natürlich haben wir schon Umstellungsschwierigkeiten erwartet, aber das wirkt total verstört. Wie lange kann das dauern und was können wir tun ? Anfangs hat er sich natürlich auch versteckt, inzwischen wandert er auch im bisher freigegebenen Bereich (auch nicht mehr geduckt) herum, aber immer mit einem Sicherheitsabstand von einem halben Meter zu uns. Berühren ist noch immer nicht möglich. Dennoch fordert er eindeutig, dass sich immer jemand (auch beim Schlafen) in seiner Sichtweite aufhält. Von der zugeschriebenen Anhänglichkeit und Kuscheln ist leider nichts mehr zu merken. Kann er sich in den 2 Wochen so verändert haben ? Kommt das wieder ?


    Ansonsten frisst er sein gewohntes Nass- und Trockenfutter (auch dabei Gebrüll) und benützt den extra gekauften Trinkbrunnen (war er gewohnt, Wasserschale ignorierte er). Auch das Katzenklo ist groß und klein kein Problem und er putzt sich auch. Spielen interessiert ihn noch gar nicht. Das neu gekaufte Kuschelhöhle-Körbchen hat er in Besitz genommen. Dort drinnen fühlt er sich sicherer wird er etwas ruhiger (plaudert nur mehr), schläft endlich aber in Summe aber noch sicher viel zu wenig. Von da her machen wir uns weniger Sorgen.



    Habt ihr Tipps für uns ?


    LG

  • Hallo Wilfried,

    hab einfach Geduld!

    Dein Katerchen ist mit 12 Wochen sehr jung, - und plötzlich ist keine Katzenmutter, kein Geschwisterchen, kein vertrauter Mensch mehr da.

    Alles, was ihm Sicherheit gegeben hat ist plötzlich weg. Er braucht einfach Zeit, um Vertrauen aufzubauen

    Ich finde, die Fortschritte in den 2 Tagen schon richtig gut: kein Verstecken mehr, kein Ducken, eure Anwesenheit gibt ihm offensichtlich Sicherheit.

    Bedrängt ihn nicht, lasst ihn in seinem Tempo ankommen. (Auf keinen Fall „zwangsweise“ anfassen oder hochheben)

    Keine Sorge, das wird schon😻

    LG Barbara

    Hallo Barbara,

    danke für die rasche aufmunternde Antwort. Kurzer Zwischenbericht:

    Gestern hat er mal eine Menge Schlaf nachgeholt in seinem Körbchen, viele Stunden. Auch die Nacht war ruhiger. Wenn er wach ist brüllt er nicht mehr ganz so, ruft aber schon noch sehr und ist immer stimmlich präsent (bleibt das so ?). Er versteckt sich nicht, spaziert direkt an uns vorbei und zweitweise läuft er mir direkt hinterher – hin und zurück und auch auf die Couch. Er lässt sich manchmal auch kurz über Kopf und Rücken streicheln, streckt sich dabei entgegen (muss ihm also gefallen), nach 4-5-mal hat er aber genug (nimmt es aber nicht übel). Hochheben lassen wir natürlich lieber noch. Auch fegt er jetzt einen Tischtennisball quer durch den Raum. Gefressen wird immer noch wie ein Raubtier J.


    LG Wilfried

  • Hallo Winfried,

    danke für den Zwischenstand😄!

    Das klingt ja schon richtig gut😻 Falls ihr das nicht ohnehin schon tut: Spielangel etc. könnte jetzt funktionieren, gemeinsames Spielen fördert Bindung.

    Ihr macht schon alles richtig👍

    Das mit dem „stimmlich präsent“ ist meiner Ansicht nach schon noch Rufen nach seinem Rudel.

    Aber lautstark etwas einfordern (Futter, Speileinheiten, ...) das machen manche Bengalen schon lebenslang. Aber das ist individuell unterschiedlich.

    Meine beiden sind Geschwister- Sie redet wenig und eher leise, ihn hörst du schon von weitem, wenn er von draußen reinkommt und dann ist erst mal „erzählen“ angesagt.

    Insgesamt haben aber beide ein enormes sprachliches Repertoire in der Kommunikation mit uns, das geht von leisem Gurren bis lautstark „Jaulen“ in vielen unterschiedlichen Variationen.

    Hab ich vorher so noch nie bei Katzen erlebt.

    LG Barbara

  • Ja er vermisst seine Geschwister und Eltern. Ist normal da er ja noch nie in seinem Leben alleine war. (Du zählst nicht). Darüber Hinaus riecht alles fremd (auch du) und vielleicht auch deswegen bedrohlich. Du solltest dir überlegen noch ein kleines Katerchen dazu zu holen. Eine Katze braucht eine Katze damit es ihr gut geht. Meine Meinung.


    Verweise dabei auch gerne auf mein Ringkampf-Video meiner beiden Kater in der Galerie:

    Video ist weiter unten: Koda und Loki beim täglichen Ringkampf. - Bengalen-forum.de - Das größte deutsche Bengalen-Forum


    Sowas kriegst du als Mensch nicht hin :-)


    Gruß

    Ralph

  • Dem kann ich nur zustimmen! Ist auch einfacher, wenn ihr mal nicht da seid. Zwei Katzen machen nicht mehr Arbeit als eine.

    Aber sie sind ausgeglichener als allein.

    Falls ihr euch mit dem Gedanken anfreunden könnt, würde ich , so wie schon Ralph sagt, unbedingt einen kleinen Kater dazunehmen , (muss nicht zwingend ein Bengale sein, das Alter sollte passen). Das Spielverhalten von Katern ist halt robuster, das ist einer Katze oft zu grob.

    Gruß Barbara

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