Erfahrung mit Bengalen und Katzenallergie

  • Hallo Michel...


    Ich hab ne starke Katzenallergie :(
    Bei "normalen" Katzen und anderen Rassen muss ich schon niesen und die Augen jucken, wenn ich die Katze nicht mal anfasse. Streichle ich eine oder spiel mit ihr bekomm ich Atemnot :(
    So sind wir auf Bengalen gekommen und haben einen Termin zum "Allergietest" beim Züchter gemacht.
    Wir waren mehrere Stunden dort und ich hab von groß bis klein, kastriert und unkastriert alle geknuddelt und mit ihnen gespielt.
    Es hat mal kurz in der Nase gekitzelt, aber sonst gar nichts :)
    Kein Niesen, kein Schnupfen, keine Atemnot, keine tränenden Augen,... :)


    Ich habe aber schon gehört, dass es nicht immer so sein muss. Manche Leuten reagieren auch auf Bengalen.


    LG Nicole




    Nicht jede Hand ist es wert, dass man sie hält - aber jede Pfote ❤️❤️❤️

  • Hallo Michel,


    als Teenager hab ich mir eine Perserkatze geholt, nach ca. 10 Jahren hab ich eine starke Katzenhaarallergie entwickelt... das war richtig schlimm, mit roten, juckenden Augen und immer, wenn der Kater in Richtung Kopf kam, bekam ich starke Atemnot.
    Nachdem ich von zu Hause auszog, war es nur noch schlimm, wenn ich meine Eltern besucht habe. Die Katzenhaarallergie habe ich bis heute - egal, wo ich hinkomme, wenn eine Katze da ist, merke ich das sofort: meine Nase schwillt erstmal zu und dann bekomme ich Halskratzen... schlimm ist das...


    Da ich aber trotzdem nicht auf eine Katze in meinem Leben verzichten wollte, da ich Katzen allgemein liebe, fing ich letztes Jahr intensiv an zu recherchieren, welche Rassen man sich bei einer Katzenhaarallergie anschaffen könnte. Die Sphynx-Katze, Cornish Rex, Sibirische Katze und die Bengalkatze kamen bei meiner Recherche raus... die Nacktkatzen wären wirklich meine letzte Wahl gewesen, wenn ich auf die Bengalkatze allergisch reagiert hätte - hauptsache Katze... aber Gott sei dank habe ich beim Probeschnuppern, als ich Murmel abgeholt habe, nicht reagiert :D


    Als wir uns für eine zweite Bengalkatze entschieden, war ich etwas ängstlich, da man den Silbernen nachsagt, dass sie mehr Fel d1 produzieren, als braune Bengalkatzen... außerdem findet man mehr von diesem Protein bei Katern vor, als bei Katzen... wenn die Kater kastriert sind, ist es wohl nicht so schlimm...
    Als wir Simbas Züchter besucht haben, war ich aber total happy, da er mit 23 katzen zusammenlebt und ich habe nicht einmal reagiert :thumbsup:


    Vor ein paar Wochen waren wir auf einer Rassekatzenausstellung, dort gab es Bengalkatzen, British Kurzhaar und Norwegische Waldkatzen... alle bildschön :heart:
    ich musste aber alle zwanzig Minuten aus dieser Halle raus, da ich wieder dieses Halskratzen und eine "dicke" Nase bekam... in solchen Fällen hab ich immer im Auto meine Zitronenlimo dabei (trinke ich sonst gar nicht), aber die erfrischt und kühlt den Hals und dann kann ich wieder für ein paar Minuten mit Katzen in Berührung kommen... wobei meine Augen an diesem Abend feuerrot waren X(


    Ich bin auch eine Allergikerin und bin total glücklich, dass ich endlich mit meinen Katzen schmusen kann... ein Traum ist mit meinen zwei Süßen für mich in Erfüllung gegangen - endlich Katzen zu halten ohne zu leiden :love:


    LG
    Emanuela

  • Und ich doofi hab Michel O. s Beitrag erst mal geliked... Hab das andersrum verstanden, sorry...
    Hattest du schon vor euren Katzen erste Anzeichen auf eine Katzenhaarallergie? Bei Freunden zum Beispiel?
    Man kann aber durchaus mit Katzen und Katzenhaarallergie Leben... nicht ins Schlafzimmer lassen, nicht so nah mit ihnen schmusen und regelmäßig durchsaugen...
    Aber wenn du extrem darauf reagierst, helfen nur Tabletten... gibt's dagegen eigentlich eine Sensibilisierung? Das weiß ich so gar nicht...




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    Ich wusste zwar das ich auf Katzen allergisch reagiere. Deshalb waren wir beim Züchter stundenlang und hatte auch nichts gemerkt. Auch nicht als wir die beiden geholt hatten. Selbst die ersten Tage zu Hause nichts. Naja und dann ging es los das ich kaum Luft bekommen habe. Jede Treppe oder mal schneller gehen ging kaum. Da ich allergisches Asthma habe war es das halt so gut unmöglich mit den beiden zusammen zu leben.


    Wir dachten kurz darüber nach die beiden zurück zu geben, das kam allerdings nicht in Frage!


    Die beiden dürfen nicht in Schlafzimmer oder ins Bad. Ich habe mich mehr oder weniger selbst Sensibilisiert. Also einfach damit gelebt das ich wenig Luft bekomme. Habe mir noch ein Sprey besorgt das ich nehmen kann wenn es gar nicht geht.


    Nun ist der Stand so: Ich habe so gut wie keine Probleme mehr. Kuschel mit den beiden, alles was man so mit dein beiden macht. Ich mache nur das Kutzenklo nicht (leider :1f60b: )
    Am meisten merke ich es wenn ich Alkohol getrunken habe. Mein Hausarzt bietet auch eine Eigenbluttherapie an, das werde ich vielleicht noch mal machen. Aber ansonsten ist in zwischen kaum noch ein großes Problem. Man kann damit leben und ich denke das ich irgendwann nichts mehr merke.
    Ich muss allerdings sagen das ich am Anfang gedacht habe ich kann und werde es nicht schaffen.


    LG Michel

  • Lieber Michel,
    dein Beitrag zeigt uns doch allen, wie groß die Liebe zu seinen Tieren sein kann :heart:
    dass man nicht gleich die Flinte ins Korn wirft und, dass es immer einen Weg gibt...
    ich finde das ganz toll von dir und wünsche mir mehr Menschen, die sich so ihren Tieren gegenüber verhalten... :thumbsup:
    der einfachere Weg wäre natürlich die Abgabe der Tiere, aber wenn du damit gut leben kannst und dein eigenes Leben nicht in Gefahr ist, dann finde ich es ganz ganz klasse :thumbsup:
    ich weiß nicht, ob ich mit meinen Katzen gut leben könnte, wenn eine Allergie sich bemerkbar machen würde, da meine Katzenhaarallergie doch sehr ausgeprägt ist...


    LG Emanuela

  • @Michel O. Wie ist der aktuelle Stand zu den Allergiesymptomen bei Dir, jetzt wo weitere Zeit verstrichen ist? Wie lange hat es bei Dir gedauert bis die schlimmsten Symptome abgeklungen sind?


    Wir haben unseren Tiger erst seit 3 Wochen. Und mein Mann reagiert leider mit heftigem Schnupfen, Husten und Asthma. Teilweise wird es so heftig, dass er Asthma-Spray nehmen muss. Wir haben uns extra für eine Bengal-Katze entschieden, da die Rasse als für Allergiker geeignet gilt. Wir waren vorher natürlich auch bei der Züchterin und haben ausgiebig mit ihm gespielt und gekuschelt. Und dort hat mein Mann absolut null Reaktion gezeigt. Bin grad echt verzweifelt, da wir ihn wohl wieder abgeben müssen. Er ist uns so sehr ans Herz gewachsen, der kleine Kerl. ;( Ein wenig Hoffnung lege ich noch in die Kastration nächste Woche.

    Hallo vodkamartini


    Tut mir leid daß ich mich jetzt erst melde!

    Wie sieht es bei euch aus? Hat es sich etwas gebessert?


    Naja es bei mir so. Generell habe keine großen Probleme mehr. Ich denke das es sich bei mir verlagert hat. Reagiere mehr auf Hausstaub. Abends nach dem Duschen habe öfter Mal Probleme. Aber keine die man nicht aushält. Ich denke liegt hier an der Luftfeuchtigkeit.

    Und wie gesagt wenn ich Alkohol getrunken habe.


    Ich würde sagen es bestimmt ein halbes Jahr gedauert bis es besser wurde.


    Ich hoffe bei deinem Mann ist es nun auch besser.

    Es kostet schon Überwindung, denn es ist Recht schwer ruhig zu bleiben wenn schlecht Luft bekommt.


    LG Michel

  • Hey ☺️

    Also ich vor Zwei Monaten meinen kleinen Bengalkater und meine kleine Halb-Perserkatze bekommen habe, hatten sich leider auch Allergiesymptome gezeigt. Schnupfen, Niesen, juckende Haut und Augen, usw.

    Die Symptome kannte ich schon von anderen Katzen, jedoch hatte ich bei beiden Züchtern keine Probleme.

    Da meine Katzen mir schon in den ersten Tagen wahnsinnig ans Herz gewachsen sind, kam es natürlich nicht in Frage, dass die Beiden wieder ausziehen, deshalb habe ich nach einer Lösung für meine Allergie gesucht.

    Seit ca. 6 Wochen (also seit zwei Wochen, nachdem die Katzen eingezogen sind) nehme ich täglich morgens einen Esslöffel natives Schwarzkümmelöl zu mir. Das Öl soll bei der Linderung von Allergiesymptomen helfen und das tut es auch. Nach kurzer Zeit (etwa eine Woche) habe ich nicht mehr genießt, hatte keinen allergischen Schnupfen mehr, keine juckenden Augen und auch kleine Kratzer haben wesentlich geringere allergische Reaktionen gezeigt.

    Meine Katzen schlafen übrigens mit im Bett, auch da gibt es keine allergischen Reaktionen (mehr).

    Das Schwarzkümmelöl ist nun meiner Meinung nach bei Allergikern sehr zu empfehlen und sollte auch ein gängiges Mittel bei Allergien sein.

    Vielleicht hilft es euch ja auch weiter.

    Ich wünsche euch allen viel Freude mit euren Stubentigern!

    Liebe Grüße von Eva

  • Hallo,


    hab mir gerade eure Erfahrungen durchgelesen. Bei mir war es so, dass ich es vor etwa einem Monat mit einer europäisch Kurzhaar-Katze ausprobiert hatte (also eine „normale“ Hauskatze). Den ersten Tag, als der Kater in der Wohnung war, war nichts. Am zweiten bzw. dritten Tag hat‘s bei mir mit der leichten Atemnot angefangen, die dann schlimmer wurde. Wir mussten den kleinen Kerl wieder hergeben, weil ich ernsthafte Angst hatte, Asthma zu bekommen. Es brach mein Herz. Dann - nach ca. 3 Wochen (nachdem ich intensiv nach „besser verträglichen“ Katzenrassen recherchiert hatte) - haben wir es mit einer Abessinier Katze ausprobiert. Ich freute mich wahnsinnig, denn ich spürte gar nichts. Ich dachte, nun hab ich endlich eine geeignete Rasse gefunden. Aber.. zu früh gefreut. Am vierten Tag setzte die Atemnot wieder ein - ansonsten nichts: kein Niesen, kein Augenjucken (aber anscheinend ist das auch bei jedem Allergiker anders). Ich musste dann abwägen: Gesundheit oder die süße Maus (dieses Mal übrigens ein Weibchen, da ich gehört hatte dass Weibchen besser sind bei der Allergie). Da ich nach wie vor sehr Angst vor Asthma hatte und ich mir dachte, noch länger abzuwarten und mich noch mehr an die Süße zu gewöhnen würde mir im Endeffekt noch mehr mein Herz brechen, ist auch nicht die Lösung. Also haben wir sie letzten Mittwoch zurück gebracht. Wieder ein sch* Erlebnis.

    Was meint ihr, hätte ich abwarten sollen oder war es die richtige Entscheidung?

    Mein nächster Plan ist: Therapie mit Akupunktur und TCM - mal sehen, ich würde mir so wünschen dass es etwa bringt.. es ist wirklich ein Herzenswunsch von mir, eine Katze zu haben.

    LG, J.

  • Hi,


    ich hatte schon immer eine Allergie gegen Hundehaar und Kleintiere wie Hase, Meerschwein, Hamster. Jedoch nie gegen Katzen. Ich habe auch bei meiner Freundin mehrfach zu Besuch übernachtet und mir einen Raum mit deren Mietz geteilt. Meine Eltern haben auch seit Jahren 2 Katzen, keine Reaktion. Da wir so gerne mit Tieren zusammen leben wollten, habe ich zur Sicherheit nach Rassen recherchiert, die als allergenarm gelten. Darunter auch die Bengalen. Wir haben ein tolles Bengalen Paar gefunden und ein paar Probebesuche abgestattet. Vor einem 1,5 Jahren sind dann Diego & Diva zu uns gekommen und wir haben sie schnell ins Herz geschlossen. Nach einem halben Jahr fing dann mein Körper plotzlich an, eine Allergie zu entwickeln, die in einem starken allergischen Asthma mit Bronchitis endete. Es half nix, kein Schwarzkümmelöl, keine Desensibilisierung, nix, sodass wir uns von unseren geliebten Fellnasen trennen mussten.


    Warum ich das schreibe? Meine Erfahrung zeigt mir, dass von ein paar mal Kontakt mit der Rasse oder dem Tier sich nicht wirklich einschätzen läßt, ob man eine Allergie hat oder gar eine entwickelt. Zudem hat mir mein Arzt gesagt, dass es eine Mähr wäre, dass Bengalen weniger oder keine Allergie auslösen und sich diese Info im Internet hartnäckig hält. Wenn Ihr Euch also nicht sicher seid, dann lieber keine Experimente wagen. Es bricht einem das Herz, wenn es dann anders kommt. Wir hatten großes Glück und ein tolles neues Zuhause für beide gefunden.


    Liebste Grüße

  • Hallo


    ich melde mich nun auch mal zu dem Thema.


    Erstmal bin ich sehr froh dass Ihr, Carina, ein schönes Zuhause für Eure Lieblinge gefunden habt.

    So ein Abschied ist bestimmt extrem schwer.


    Auch ich habe 2005 eine Katzenallergie entwickelt, nachdem mir Sammy zugelaufen ist. Ich hatte bereits seit einem Jahr eine Katze, meine erste und mein ganz großer Liebling. Erst nachdem der Husten chronisch geworden ist ging ich zum Arzt und es stellte sich allergisches Asthma heraus.

    Da ich nie unter bedrohlicher Atemnot litt, und hoffe dass das auch nie soweit kommt, behielt ich meine Katzen obwohl der Lungenarzt (auch heute noch) empfahl, sie abzugeben.


    Als meine geliebte Shiela vor 3 Jahren leider gestorben ist holte ich mir trotz Allergie den Joey, auf der Homepage des Züchters stand dass man auf Bengalen weniger allergisch reagiert.

    Ich dachte, ist ja egal ob 1 oder 2 Katzen, Sammy hab ich ja eh.


    Ich war sehr unvernünftig, denn bereits nach dem ersten Tag als Joey einzog merkte ich dass ich vor allem Abends weniger Luft bekam, mehrmals Asthmasray benötigte.

    Ich redete mir ein dass es vom Kachelofen kommt.......was auch ein bisschen dazu beiträgt.


    Ich ging später zur Heilpraktikerin und Ärztin und machte wieder (wie früher) diese Bioresonaztherapie. Man kann es für Humbug halten, ich kann auch nicht sagen ob es eh mit der Zeit besser geworden wäre oder nur darauf besser wurde. Ich wollte halt alles probieren.

    Diese Ärztin sagte mir, an meinen Sammy habe ich mich bereits etwas gewöhnt, und auf den neuen Kater reagiere ich. Es war also nicht egal ob ich 1 oder 2 Katzen habe.


    Nun, Joey habe ich jetzt 3 Jahre, wie weit sich das Asthma verschlechtert hat kann ich nicht genau sagen, jetzt im Herbst brauche ich abends wieder immer mal Spray, dann gehts. Es ist auf jeden Fall viel besser als in den ersten Monaten als Joey bei mir war.


    Was noch interesssant ist, ich las später, dass viele auf Kätzinnen weniger reagieren, oder gar nicht, dass man auf Kater mehr allergisch ist.

    Hätte ich das gewusst hätte ich es mit einer Kätzin probiert. Ich bekam das Asthma ja auch erst als mir mein Kater Sammy zugelaufen ist, bei Shiela hatte ich nur mal Jucken in den Augen wenn ich nicht aufpasste, aber keinen Husten.


    Ich besuche immer mal meine Tochter im Allgäu für eine Woche und merke, obwohl sie eine Kätzin hat, vergeht dort mein Husten. Bei mir scheint es wirklich nur auf Kater problematisch zu werden.


    Wie auch immer, ich hoffe und bete dass es nicht schlimmer wird.

    Da ich Sammy nun schon seit 14 Jahren habe bin ich zuversichtlich.


    Liebe Grüße

    Doris

  • Hallo, danke für euren Imput - ich denke ich werde es mit Bengalen probieren. Ich mache jetzt auch nebenbei so eine Therapie (Kombi aus Akupunktur und TCM). Ich bin optimistisch.


    Alles Liebe!