Bengal Kitten aggressiv & dominant oder einfach nur ängstlich?

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    3 Monate, 5 Monate, 11 Jahre
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    Seit 2 Tagen
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    2 Männliche, 1 Weibliches
    Sind alle Tiere kastriert?
    NEIN
    Wenn NEIN welche Tiere nicht:
    3 Monate altes Weibchen & 5 Monate alter Kater
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo Foris,


    ich bin neu hier & bereits etwas verzweifelt. Ich hab ein großes Problem mit meinem neuen Bengal Kitten. Sie ist 14 Wochen alt & heute ist ihr 2. Tag bei uns

    Sie ist meine erste Bengal.


    Zuhause habe ich hier noch einen 11 Jahre alten Siamkater (kastriert) & einen 5 Monate alten Burmakater (noch nicht kastriert, aber mit 6 Monaten wird das gemacht.)


    Nun zu der Situation:

    Das Bengalmädchen ist in einem seperaten Gewöhnungszimmer. Großer Kratzbaum, Futter, Spielzeug, Katzenklo usw. vorhanden. Neben einer normale Tür, gibt es zusätzlich eine Gittertür für die Zusammenführung.

    Gestern war ihr erster Tag bei uns. Beim Züchter war sie selbstbewusst, locker, ließ sich ohne Probleme anfassen usw...also keinerlei Verhaltensauffälligkeiten, nicht mal Gezicke oder so. Sie lebte mit ihrem Geschwistern & Mutter zusammen. Alle verhielten sich sozial & freundlich (auch der Vater, der seperat lebte).

    Als das Bengalmädchen zu uns kam & ins Gewöhnungszimmer gebracht wurde, änderte sich ihr Verhalten schlagartig. Sie knurrte, fauchte & jaulte was ununterbochen. Das Jaulen war wie ein Rufen nach ihrer Mutter. Sehr sehr laut & schrill.

    Sie knurrte & fauchte auch mich an. Jeden Gegenstand im Zimmer, jedes Spielzeug & sogar das Spielzeug was der Züchter mir mitgegeben hat.

    Ich hab sie erstmal nicht angefasst & nur gespielt. Spielen tat sie gut.

    Mit der Zeit knurrte & fauchte sie weniger. Aber sie jaulte extrem & ununterbrochen, wenn ich das Zimmer verließ. Ich fragte den Züchter. Sie riet mir meine Katzen ihr zu zeigen (an Gittertür), da es evtl. sie beruhigt, dass sie nicht allein ist. Falsch gedacht. Sie wurde sehr aggressiv, knurrte, fauchte & schrie auch einmal wie ein wilde Katze. Das hat meine Kater erschreckt. (Beide zeigten keinerlei Aggression...also kein Fauchen, Knurren usw., sie guckten nur.) Sie hat sich zeitweise versteckt oder kletterte auf den Kratzbaum.

    Ich habe das Mädchen dann mit Spielzeug abgelenkt. Sie spielte gut, aber knurrte dabei ununterbrochen. Ich hab dann die Zusammenführung sein lassen.

    Am Abend & Nacht aß sie mehrmals, sie trank, ging brav aufs Klo (etwas weicher Kot!) & hörte auch mich anzuknurren & anzufauchen. Sie ließ sich streicheln & schnurrte auch dabei. Nachts war sie unruhig.

    Der Züchter meinte, dass ihr Fauchen & Knurren Dominanz wäre. Ich sehe es als Unsicherheit. Stimmt das?


    Heute zeigte sie Besserung, indem sie weniger jaulte. Nur noch selten tat sie das nun & eher kurz. Sie aß, trank & spielte...den ganzen Nachmittag bis Abend schlief sie & schien etwas depressiv.

    Ich ließ sie den Flur & das Badezimmer erkunden, sie lief mit erhobenen Schwänzchen umher, rannte auch spielerisch umher. Meine Kater waren in einem anderen Zimmer.

    Als sie wieder in ihrem Zimmer war, habe ich die Katzen an der Gittertür treffen lassen. Das Mädchen knurrt ununterbrochen, es sei denn ich lenke sie mit Spielzeug ab. Der einzige Unterschied zu gestern ist, dass sie beim spielen heute fast durchgängig ruhig war...also kein Knurren oder so. (Ab & zu wenn sie mal zu den Katern guckt, meckert sie wieder.)

    Wenn ich mit den Katern an der Gittertür spiele, meckert sie phasenweise. Mal lauter, mal leiser. Sie hatte auch mal einen längeren Moment (30 Sekunden?), wo sie still beobachtete. (Dabei sitzt sie auf einem erhöhten Platz 1- 1 1/2m Abstand zur Gittertür) Sie zeigt zeitweise Neugierde (typisches neugieriges Kittengesicht) & dann schwenkt sie wieder zurück in Geknurre.

    Nachdem sie beim Ganzen wieder mehr ins Gemecker verfallen ist, hab ich die Sache beendet. Danach jaulte sie erstmal in ihrem Zimmer herum.

    Ich ging rein, sie begrüßte mich freundlich, schnurrend & ich streichelte sie...dabei wurde sie plötzlich gereizt. Sie wollte mir in den Pulloverärmel beißen (hat sie auch etwas geschafft, aber ich habs schneller weggezogen). Ich hab das Zimmer danach einfach verlassen, weil es mir schien, dass sie weiter beißen wollte & ich grad keinen Nerv dafür hatte. Sie schrie dann noch rum, aber ich hab sie ignoriert. Jetzt ist sie wieder ruhig.

    Bisher hatte sie nicht einmal gekratzt oder gebissen...somit ist das neu.


    Ich muss ehrlich sagen, dass mich das gerade überfordert. So ein Verhalten kenne ich von keiner einzigen Katze & Kitten die ich je hatte. Ich hatte bisher Siam, Burma, OKH, Norwegische Waldkatze & Hauskatzen. Mir ist natürlich klar, dass Bengalkatzen ne ganz andere Schiene sind...aber so ein gereiztes, aggressives & hysterisches Verhalten hatte ich nicht erwartet.

    Besonders nicht von einem Kitten gegenüber größeren Katzen. (Kitten sind in der Regel stiller, vorsichtiger & haben nicht so eine "große Klappe").

    Leider ist die Züchterin keine große Hilfe. Ich hab ihr alles erzählt, aber die meint einfach es wäre Dominanz, das "wilde Blut" & sie riet mir, sie nicht so dominieren zu lassen. (?)

    Heute hat sie mir noch gar nicht geantwortet.

    Als ich sie vor dem Kauf fragte, ob Bengal bei der Gewöhnung & Zusammenführung Besonderheiten haben, im Gegensatz zu anderen Katzen, hatte sie es verneint. Sie ließ es so aussehen, als ob nichts Ungewöhnliches passieren würde...somit habe ich mich auch auf "normales" Verhalten eingestellt.


    Ich sehe zwar die Fortschritte die sie seit gestern gemacht hat, aber ich hab echt Angst, dass sie so negativ gegenüber meinen anderen Katzen bleiben wird oder evtl. noch aggressiv gegenüber mir wird. Ich spiele mehrmals am Tag mit ihr, ich bin die ganze Zeit Zuhause usw. Ich geb mir schon viel Mühe...aber mir kommts so vor, dass ich irgendwas derbe falsch mache. Oder ist das bei Bengalkatzen normal & sie brauchen einfach mehr Zeit (& bessern ihr Verhalten dann mit der Zeit)?

    Ich bin bereit viel Arbeit zu investieren & habe auch die Zeit (arbeite von Zuhause aus)...doch ich würde gerne in die richtige Richtung dabei gehen.


    Ich hoffe jemand kann mir hier helfen. Danke im voraus!

  • Hallo Tundra!


    Ich bin jetzt auch noch nicht sooo lange Bengalkatzenhalterin ;) aber vlt. kann ich dir wenigstens ein bisschen helfen.


    Das Geschrei ist sicher eine Art Heimweh, Unsicherheit usw. und ich würde sagen, dieses in Ärmel oder Hände beißen etc. ist in dem Alter relativ normal - wenn es die Tendenz zu Aggressivität hat, könnte es eine Art Spielaggression sein - also, dass da einfach noch zu viel Power aufgeladen ist, die raus muss. Auch durch Streicheln lädt man eine Katze sozusagen auf, das sieht man ja am Schwanz ganz gut, wenn der sich immer stärker bewegt. Am besten ist natürlich viel Spielen (was du ja auch machst) und immer so, dass am Ende "echte" Beute gemacht wird, die das Kätzchen dann wegtragen kann oder verstecken etc. - nicht das Spiel mit Laserpointer oder einfach so enden lassen, das steigert den Frust letztendlich. Sicher muss man das manchmal machen auch aus Zeitgründen - meine fallen dann übereinander her und entladen sich so. Zwar spielerisch - aber das geht ganz gut zur Sache mit und sich anknurren tun die beiden sowieso ständig, wegen jedem Quatsch - hier würde ich also auch meinen, das ist bei Bengalen eher so als bei anderen Rassen. Da passiert aber dann eigentlich nix, der jeweils angeknurrte versteht anscheinend ganz gut, was gemeint ist.

    Ich bekomme das auch nicht immer hin, gerade bei so kleinen Katzen, aber füttern soll man sie ja immer erst nach dem Spiel (dann haben sie ein noch zufriedeneres Beute-gemacht-Gefühl).


    Ansonsten würde ich sagen, immer wenn die Katzen sich sehen, sollen sie etwas Positives erleben - am besten alle gleichzeitig. Alle spielen, alle bekommen Leckerchen etc. Haben sie sich denn schon einmal richtig getroffen ohne Barriere? Das müsstest du sonst mal ausprobieren, mit ordentlich Ablenkungen jeweils für alle - vlt. ist das gar nicht so schlimm. Der eine Kater ist ja auch noch in so einem schönen Raufbold-Alter - vlt. harmoniert das ja doch besser als gedacht?

  • Oh, mir fällt gerade noch ein, dass unser Züchter sagte, dass es Mutterkatzen gibt, die ihre Kitten dermaßen betüddeln, dass die später ganz schön verwirrt sein sein können - ohne Mama. Sowas könnte das Trauer-Verhalten oder die Angst natürlich auch noch steigern. Naja - und 2 Tage Entwöhnung sind ja noch nicht lang. Die Zeit wird vieles bestimmt auch noch bessern!

    darinala:


    Danke für deine Antwort! Sie hat mir sehr geholfen.


    Du meintest, dass deine 2 Bengal auch beim Spielen Knurren? Sie sind also einfach mehr "gesprächig" bei der Sache? Ich nehme an, dass sich deine beiden aber sonst gut verstehen, auch zusammenliegen, sich gegenseitig putzen usw?

    In welchen Situationen knurren sie sich noch an? (Ich würde gerne wirklich jede Situation wissen, damit ich Bescheid weiß, falls es bei uns auch so sein wird....as wäre sehr hilfreich für mich.)


    Ich spiele mit der Bengal mit einer Federangel & ich schmeiße das Teil auch mal in die Ferne & sie rennt hin & bringt es wieder (meistens jedenfalls). Ich bin auch strikt gegen Laserpointer, aus dem gleichen Grund, den du aufgeführt hast.


    Die Bengal war heute nacht komplett ruhig & hat erst was gesagt, als ich aufgestanden bin & sie mich im Flur gehört hat. Das Jauen tagsüber hat sich auch gebessert...wenn ich das Zimmer verlasse, jammert sie noch 5min oder so & bleibt dann ruhig bis ich komme.


    Ich habe heute die Katzen an der Gittertür treffen lassen. Es lief besser. Die Bengal hat mit 1m Abstand zur Gittertür/zu meinen Katern gespielt ohne zu Meckern. Sie war auch ruhig, als sie sie ab & zu dabei anschaute. Sie ging zum 1. Mal zur Gittertür um die Kater direkt zu beschnuppern. Sie fauchte das Burmakitten an & das wars (Burmakitten hat auch gefaucht, er hat ehrlich gesagt etwas Angst vor ihr...sie ist fast 2 Monate jünger, aber größer als er). Beim Siamkater war sie grummeliger & knurrte & jaulte auch etwas....dann ging sie weg & grummelte weiter. Mein Siamkater fauchte zurück, aber blieb einfach da sitzen. Er zeigt keine Angst vor ihr.

    Wenn ich sie dabei nicht mit Spiel ablenke, also mit meinen Katern am Gitter spiele, neigt sie wieder dazu zu meckern.


    Also einbisschen Fortschritte hat sie heute gemacht. Gestern war das Spielen mit nur 1m Abstand ohne Gemecker noch nicht möglich.

    Ich bin noch etwas unsicher sie zusammen zu lassen, ich warte in der Regel solange ab, bis sich alle Katzen an der Gittertür ohne Gemecker beschnuppern & das mindestens 2-3x mal um auf Nummer Sicher zu gehen...also die Begegnung soll praktisch wie simple Routine passieren.

    (So habe ich das auch bei meinem Siamkater & dem Burmakitten, als ich es geholt hab, gemacht...bei beiden ging es aber viel schneller)


    P.S.: Die Bengal hat das Geknurre im Zimmer nun gelassen (vorher hat sie alles angeknurrt) & sie hat mich auch nicht nochmal versucht zu beißen.

    Generell zeigte sie sich heute sehr lieb zu mir...wollte viel gestreichelt werden & schnurrte.

    Ich spiele nun noch mehr mit ihr...lasse sie über Hürden, Tunnel usw. das Spielzeug jagen...sie kann das echt lange & es wird ihr auch nie langweilig.


    Ja, stimmt, dass das Streicheln eine Katze aufladen kann. In dem Moment, wo sie mich beißen wollte, ist mir ein Schwanzschlagen nicht aufgefallen..aber kann auch sein, dass ich es einfach übersehen habe...ging alles auch relativ schnell.

  • Sie wurde von Ihrem zu Hause in ein fremdes Revier gesetzt das, zu allem Überfluss, anderen Katzen gehört. Sie ist unsicher und hat Angst.

    Die meisten Katzen fauchen und beißen weil sie Angst haben.

    Beim Züchter war sie ja in Ihrem eigenen Revier. Ich nehme an das wird sich mit der Zeit geben.


    Hast du irgendwas vom Züchter mitgenommen. Eine Decke die nach Ihrem sicheren zu Hause riecht?

    Wenn nicht kannst du die vielleicht eine besorgen. Das würde für den Übergang vielleicht helfen.

    sternenfahrer:

    Also siehst du ihr "extremes" Verhalten als normal? Ist es also keine Dominanz wie der Züchter sagt? (Ich würde schon sagen, dass sie eine dominante Katze ist, das meinte auch der Züchter...aber ihr jetztiges Verhalten scheint mir eher Angst & Gereiztheit durch Stress.)

    Sie hat in ihrem Zimmer seit gestern abend aufgehört zu Knurren, fühlt sich da schon ganz wohl. Das Jaulen ist auch fast weg. Das Zimmer riecht jetzt sowieso schon stark nach ihr. Aber dein Tipp wäre sicher hilfreich gewesen, wenn ich das am Anfang gemacht hätte. Hab leider zu spät ihr Forum nach Hilfe gefragt.

    Der Züchter hat ein Spielzeug mitgegeben, aber das knurrte auch die ersten 2 Tage an. Das Spielzeug was ich benutze (was natürlich auch den Geruch meiner Kater hat), hat sie aber angenommen. Warum auch immer.

  • Hallo Tundra!


    An Aggressivität glaube ich hier auch nicht - wie und vor allem warum soll bitte so ein Baby aggressiv sein. Da hat es doch nichts von. Das kann wirklich nur aus Angst und Unsicherheit heraus sein :)

    Ganz allein, fremde Katzen usw.


    Ist das Beißen denn richtiges Beißen - also ich vergleiche das immer mit einer Schlange - so richtig schnell, stark und tief? Oder mehr so ein Schnappen und Kauen? (meine machen das halt im Übermut, oder als so eine Art Liebesbiss - erst beißen und dann lecken - das ist dann aber nicht sonderlich schmerzhaft.)


    Wir hatten damals Decken auf denen wir vorher eine zeitlang geschlafen haben beim Züchter gelassen und diese dann nach zwei Wochen wieder mit den Katzen nach Hause mitgenommen und auch Kloinhalt - also von den Katzen ;) ... darf man auch keinem erzählen, aber hier geht das hoffentlich, schätze ich ;)


    Die Eingewöhnungszeit dauert halt entsprechend länger, wenn sowas jetzt nicht da ist, da sich der Geruch erst ausbreiten muss (Kratzpappe nimmt den übrigens sehr schnell an). Sicher wird dein neues Kätzchen sich bald viel besser fühlen, wenn das passiert ist und wenn es weiß: das Eingewöhnungszimmer ist mein Revier und da bin ich sicher (und da sollte dann erst einmal auch keine andere andere Katze reindürfen). Dann kannst du nach und nach Dinge aus dem Katzenzimmer in der Wohnung verteilen und die kleine Katze kann sich an "ihrem Geruch entlang" orientieren. Auch etwas Kloinhalt in die anderen Klos geben. Das gibt ihr mehr Sicherheit - ob die anderen dann dabei sein dürfen, würde ich ganz vorsichtig testen - vlt. erst mal nur der junge Kater - da ist ja der Reviertrieb noch nicht so stark, dafür aber der Spieltrieb. Damit könntest du die beiden vlt. zusammenbringen.


    Meine beiden knurren sich an bei tollem Futter, bei Leckerchen, bei Spielzeug, bei guten Plätzen - z.B. in der Sonne (da wird dann auch richtig gekämpft mit fauchen, beißen und treten). Man merkt auch manchmal, dass es jetzt wohl richtig weh getan hat, wenn eine laut losquäkt - aber stören tut das keine, nach ein paar Minuten kuscheln sie zusammen. Dieses Geknurre kenne ich von meinen früheren "normalen" Katzen eigentlich kaum.

  • Ja. Mein Loki hat sich letzens in die Wohnung vom Nachbar verirrt. Der hat 2 große Kater. Der war dermaßen von der Rolle. Er hat ein halbe Stunde später noch alles angefaucht, inklusive mich. Er hat sogar nach mir geschnappt als ich ihn auf dem Arm aus der "Gefahrenzone" getragen habe.

    Die beiden Kataer haben ihn übrigens nur angeschaut, sonst nichts.


    Loki hat vorher noch nie gefaucht oder war aggressiv zu mir. Danach auch nicht mehr. Er war nur hochgradig nervös und verwirrt.

    Ich nehme an das gibt sich bald.

    darinala: Das Beißen war eher ein Schnappen...da sie meinen Pulloverärmel nicht ganz gekriegt hat. Keine Ahnung was sie gemacht hätte, wenn sie ihn richtig zu fassen bekommen hätte. Ich muss leider zugeben, dass ich angespannt bin, wenn ich sie anfasse. All dieses Geknurre, Gefauche, Geschreie & all dieses gereizte Verhalten all die Tage, haben mich sehr unter Stress gesetzt & ich hab das ganze "Potenzial" von ihr gesehen. Ich streichle sie trotzdem natürlich, aber ich würde sagen, dass ich eher nervös dabei bin. Hört sich vielleicht komisch an, weil sie nur 3 Monate alt ist....aber ihr Verhalten ist teilweise echt überfordert für mich. Eigentlich bin ich nicht so eine Memme...hat mich selbst gewundert, wie ich drauf reagiere.

    Sie hat aber auch gute Fortschritte gemacht. Im Zimmer selber fühlt sie sich eigentlich nun sehr wohl. Kein Knurren & Fauchen, auch nicht gegenüber mir. Sie ist eigentlich im Moment sehr lieb zu mir.

    Ich hab leider deinen Kommentar erst später gelesen & hab die Bengal bereits in den Flur & Schafzimmer gelassen...dafür die Kater in ihr Zimmer. Es lief viel besser als erwartet.

    Das Schlafzimmer ist auch gleichzeitig das Katzenzimmer mit Abenteuer-Spielplatz (5 rießige Kratzbäume, mehrere Kletterregale/Cat Walk, lange Brücken, viele Tunnel uvm.), dort ist der Geruch der Kater am Stärksten. Ich dachte sie würde die ganze Zeit knurren, aber hat sie nicht gemacht. Sie knurrte nur 2-3x sehr kurz & die restliche Zeit (15min) lief sie herum & erkundete alles selbstbewusst & mit Freude. Fing an rumzurennen/spielen & hat wie bekloppt rumgeklettert. Sie hat sich richtig wohl gefühlt & wollte danach nicht mehr zurück in ihr Zimmer. (Ich musste sie echt gut mit Spielzeug ablenken & schnell die Gittertür schließen....davon war sie nicht begeistert & jaulte erstmal etwas.)

    Die Kater haben in der Zeit ihr Zimmer erkundet, alles in Ruhe.

    Ich dachte auch, dass sie knurrt, wenn die Kater ihr Geruch in ihrem Zimmer lassen...aber sie hat nicht einmal gemeckert & hat sie so benommen, als ob da niemand anderes drin gewesen wäre.


    Ich hab später die Katzen auch an der Gittertür treffen lassen. Die Bengal war etwas ruhiger. Sie meckerte nur bei dem direkten Beschnuppern, aber auch nicht durchgängig. Generell benahm sie sich nicht mehr wie eine "Wildkatze", sondern mehr "domestiziert".

    Sie fängt an auf meine Stimme zu reagieren...wenn ich sie lieb anspreche, ändert sich ihre Stimme zum freundlichen & ihre ganze Körperhaltung wird freundlich (sogar wenn sie direkt vor den Katern steht...). Es funktioniert nicht immer 100%, aber trotzdem überraschend gut.

    Meine Kater sind allerdings nun ziemlich angespannt wenn sie zu ihr nahkommen...weil sie so ein Gezeter die Tage davor gemacht hat. Mein Burmakitten hat direkt gesagt ziemliche Angst vor ihr & faucht oft. (Sowas hat er beim Siamkater bei der Gewöhnung nicht gemacht.)

    Durch ihr früheres "Furien-Verhalten" hat sie die beiden Kater etwas vergrauelt. Denn wenn sie aus Aggression/Angst jault, hat sie so eine derbe Lautstärke, dass es in den Ohren wehtut & die Kater schon mehrfach zur Flucht befördert hat.

    Am Ende der Zusammenführung verfiel sie wieder etwas in ihr altes Verhalten, sodass ich es schnell abgebrochen hab...damit meine Kater nicht noch mehr traumatisiert werden.

    Sie hat bei der Zusammenführung auch oft versucht durchs Gitter zu klettern...sie wollte raus (nicht um die Kater anzugreifen). Ich glaub, dass hab ich mir selbst eingebrockt, indem ich sie in den Flur & besonders ins Katzenzimmer gelassen hab. :(


    Sie jault übrigens immer noch in ihrem Zimmer, wenn ich es verlasse. Jedes Mal. Allerdings nach 5-10min hört sie nun auf.


    Dass sind wirklich viele Situationen, wo deine Bengalen knurren...aber gut zu wissen. Dann kann ich mich auch schonmal drauf einstellen.


    sternenfahrer: Danke für die Erzählung. Zeigt wohl, dass Bengalen wirklich sehr sensibel sind & schnell überreagieren.


    Wie reagieren Bengalen beim Tierarzt (besonders im Wartesaal mit den anderen Tieren dort), Umzug o.ä.? Drehen sie da auch durch?


    Ich muss sagen, dass mich die 3 Tage, die ich sie nun habe, echt geschlaucht haben. Wahrscheinlich weil ich einfach nicht auf sowas vorbereitet war. Bin aber auch selbst schuld.

    Hatten ihr auch solche Momente mit euren Bengalen, wo ihr einfach kaum noch Nerven übrig hattet?

    P.S.: Wenn die Bengal jault/schreit aus Aggression/Angst (wenn sie die Kater getroffen hat), hört es sich ähnlich an wie in den Videos auf Youtube, wenn 2 Straßenkater sich treffen & sich anbrüllen. (also dieses extreme Schreien)

    Ist das normal? (Sie ist aber definitiv ein Mädchen.)

    Sie macht es zwar nicht mehr so stark, aber es kommt noch manchmal vor...leider immer dann wenn sie direkt beim Beschnuppern der Kater ist & denen somit voll in die Ohren schreit. Dass hat die schon ziemlich verstört.

  • Hallo Tundra!


    Wenn das Kätzchen allein in seinem Raum ist und dann du endlich kommst zum Spielen oder Schmusen, dann könnte ich mir vorstellen, ist es so freudig aufgeregt, dass es "sich dann vergisst" und zuschnappt - das ist bestimmt nicht dominant oder so gemeint. Auch das Gerufe ist für Bengalen eigentlich ziemlich normal - unsere Nala hat am Anfang so laut gerufen - vor allem, wenn sie ihre Schwester Dari nicht sofort in der Wohnung finden konnte, da haben wir schon ein bisschen Angst bekommen. Inzwischen ist es nur noch das normale Gequatsche von Bengalen. Ihre Schwester kann leider gar nicht (oder sollte ich besser sagen zum Glück) richtig miauen - das ist nur ein leises Quietschen. Aber es stört sie nicht und ihre Schwester versteht sie auch so.


    Dass deine Kleine schnurrt ist, doch schon einmal ein super Zeichen - meine haben erst nach ca. 2 Wochen zum ersten Mal geschnurrt - und die wirkten nicht ängstlich oder so vorher. Erst da haben sie sich wohl erst richtig gut gefühlt.


    Am Anfang waren die beiden auch wesentlich weniger gut einzuschätzen als jetzt, sie haben zwar nie absichtlich gekratzt oder sowas, aber auf dem Arm so gezappelt oder beim Spielen nicht aufgepasst (oder besser gesagt ich hab nicht aufgepasst) - da hättest du mal meine Hände und Arme sehen sollen! Inzwischen ist da kein einziger Kratzer mehr.


    Die Geschichte von Sternenfahrer kann ich absolut nachvollziehen (aber auch den Kater gut verstehen) - ganz am Anfang hat sich Nala nicht mehr aus einem Zimmer getraut, da ich im Nachbarraum gesaugt hatte. Der Staubsauger war hinterher gar nicht mehr in der Nähe, aber sie wusste noch ganz genau wo er mal im Flur stand und an der Stelle ging sie einfach nicht vorbei auch nicht mit Spiel- oder Futter-Lockmethoden. Nun war einige Zeit rum und ich dachte, so langsam ist mal Fressen oder Klo an der Reihe und wollte sie am ehemaligen Staubsauger-Stellplatz vorbeitragen. Genau an der Stelle hat sie so einen Ausraster bekommen, dass sie mich ganz schön tief mit ihren kleinen Babykrallen am Arm gekratzt hat. Da ist das Blut nur so rausgelaufen ;) Aber das war ja nicht böse gemeint. War ja meine Schuld.


    Und ich dachte dann - ok - das Thema Staubsauger ist ein für alle Mal durch - aber schon ein paar Wochen später jagen die beiden hinterher, wenn ich sauge. Also alles halb so wild.


    Ich würde sagen, entspann dich einfach und wenn es mal etwas weh tut - Augen zu und durch ;) - und gib allen Beteiligten einfach Zeit, das kann nun mal nicht von jetzt auf gleich alles perfekt klappen. :)


    Ich finde, die können ganz gut aufdrehen und wirklich richtig Action machen, aber andersrum genauso sanft und schmusig oder auch einfach cool sein - das sind für mich so "richtige" Katzen (auch wenn ich alle Katzen und Rassen liebe). Und ich finde, dass sie vom Verhalten - auch Körpersprache etc. - ziemlich klar und eindeutig sind - vlt. gerade weil da noch ein bisschen mehr "Original"-Katze drinsteckt, als tw. bei anderen Rassen.


    Wir hatten eigentlich keine Probleme von Anfang an (bis auf diesen Staubsauger-Zwischenfall) - ehrlich gesagt hatten wir nach kurzer Zeit schon ein bisschen überlegt, ob wir noch zwei weitere nehmen - allerdings uns dann erstmal dagegen entschieden, da man der einzelnen Katzenpersönlichkeit dann gar nicht mehr so gerecht werden kann. Und da für uns diese Rasse ja auch "neu" ist, wollen wir erst mal die beiden richtig kennenlernen.

    Hallo darinala,


    danke, dass du dir die Zeit nimmst mir soviel zu schreiben. Das ist sehr hilfreich für mich & beruhigt mich auch, besonders weil es von jemanden kommt, der die Rasse selber besitzt.

    Dann werde ich mal mit dem Staubsauger in der Anfangszeit aufpassen.


    Ich habe heute die Bengal & das Burmakitten im Flur zusammengelassen, weil sie sich heute am Gitter beschnuppert haben & es kein Gemecker gab.

    Die Bengal lief im Flur herum (war froh endlich mehr Platz zum Rennen zu haben), das Burmakitten hatte erstmal Angst vor ihr. Ich hab mit Spielzeug abgelenkt, was bei der Bengal gut funktionierte...beim Burmakitten nicht so doll. Dann hab ich Futter rausgeholt...da weiß ich, dass das Burmakitten sehr dominant ist & keine andere Katze ans Futter lässt (auch nicht meinen älteren Siamkater).

    Das hat dem Burmakitten geholfen selbstbewusst zu werden.

    Die Bengal zeigte sich beim Essen eher unterwürfig. So aßen beide mit ca. 30-40cm Abstand zu einander. Erst hat das Burmakitten etwas geknurrt, aber hat sich dann beruhigt. Beide aßen dann für ca. 5min ohne Gemecker so.

    Beim Spielen zeigte die Bengal Dominanz & hat auch einmal das Burmakitten so angestarrt (er grad am spielen), als ob sie was machen wollte. Ich hab sie geblockt & das Burmakitten hat sie auch angefaucht.

    Nach 20min hab ich die Sache beendet & die Bengal zurück ins Zimmer gemacht. (Sie hat erstmal lautstark protestiert & gejault...)


    Den Siamkater hat sie heute noch nicht gesehen...da muss ich noch schauen.


    Jedenfalls versucht sie seit gestern abend ständig aus ihrem Zimmer auszubrechen (ich gehe raus & sie versucht rauszurennen). Oder sie versucht durch Gitter auszubrechen (das Ding ist nur ca. 1m hoch...sie könnte theoretisch da einfach rüberspringen...ist aber noch nicht drauf gekommen...sie versucht sich bisher nur durchzuquetschen).


    Wie ist deine Einschätzung der Situation? Ich hatte den Gedanken, vielleicht einfach alle zusammenzulassen & das Katzenzimmer aufzumachen. (Gestern war sie so glücklich dort beim klettern usw...absolut kein Geschreie/Gejaule...im Flur jault sie öfters mal.)

    Natürlich mit Futter & Spielzeug ablenken & im Fall der Fälle eingreifen.

    Sie ist benimmt sich nun sehr selbstbewusst & dominant....allerdings hat sie gestern den Siamkater noch durchs Gitter angeknurrt. Dass müsste ich am Gitter erstmal noch ausprobieren.

  • Ich würd an deiner Stelle einfach alle zusammen laufen lassen und gut aufpassen, so dass du jederzeit eingreifen könntest. Ein bisschen Rauferei muss aber auch mal sein - wenn es dazu kommt, würd ich erst eingreifen, wenn es einem der Beteiligten wirklich weh tut. Und du hast ja mit Laufstegen usw. keine Sackgassen oder so in den Räumen, sondern gute Ausweichmöglichkeiten nehme ich an.


    Dass die Kleine jetzt da raus will ist ja klar - und da die noch so jung ist (und der kleine Kater ja eigentlich auch), würde ich auf Dominanz und Reviergetue gar nicht so viel geben. Meine sind nun 6 Monate alt und fangen jetzt erst so langsam an, ab und zu das Köpfchen an was zu reiben - also haben die vorher noch gar nicht das Bedürfnis gehabt, eine Art Revier zu markieren. Ok, das sind vermutlich auch Spätzünder ;) aber trotzdem sind deine beiden auch noch Kitten und benehmen sich eben auch wie Kleinkinder - also nicht unbedingt rational und nachvollziehbar ;) meine ich damit.


    Auf den älteren Kater hätte ich da eher ein Auge, denn der weiß sicherlich, was ein Revier ist und wie man es verteidigt.

    darinala: Ich hab wieder alle am Gitter treffen lassen & da es kein Gemecker gab (von niemanden), hab ich alle zusammen laufen lassen. Denn ich hab gemerkt, dass sie langsam echt frustriert wurde, in ihrem Zimmer soviel zu hocken...und Frust macht ja launisch & aggressiv. Somit hab ichs einfach riskiert.

    Also Gewöhnungszimmer, Flur & Katzenzimmer. Es lief überraschend gut.

    Die Bengal zeigte sich großteilig selbestbewusst (erhobenes Schwänzchen), lief auch zügig ins Katzenzimmer (sie hat sich gleich gemerkt, was es da gibt).

    Von Weitem gab es kein Gemecker (von niemanden), beim Beschnuppern gabs manchmal Fauchen & Knurren (Knurren eher von der Bengal, Fauchen von meinen Katern). Es gab aber auch Beschnupperungen ohne jegliches Gemecker. Die Atmosphäre war relativ ruhig & positiv. Mein Siamkater lag auch oft ausgestreckt auf dem Sofa & hat sich das Ganze entspannt angeschaut (hat auch gegessen). Das Burmakitten hat sie eher etwas angespannt beobachtet, spielte aber & aß.

    Ich hab mich mit Nassfutter & Spielzeug "bewaffnet" & auch mit viel Knuddel & Lob. Die Bengal hat versucht einbisschen das Burmakitten anzustänkern (fixieren, lauern, schleichen), ich hab sie aber aufgehalten & abgelenkt. (Ich weiß das Burmakitten ist fürs Spielen mit ihr nicht bereit, er hat noch etwas Angst vor ihr...somit habe ich eingegriffen.)

    Beim Siamkater hat sie auch das versucht & kam ganz nah, doch er zeigte keine Angst, hat einpaar Schritte sehr schnell auf sie zugemacht (drohend) & türmte sich vor ihr auf. Sie zeigte sich sofort unterwürfig & er ging dann weg. Keine Fauchen, Knurren oder Schlagen.

    Ich hab ihn das einfach machen lassen & ihn danach auch gelobt, weil ich wollte, dass er sie auf ihren Platz stellt. Generell werde ich ihm mehr Freiheit geben & ihn viel dabei loben, solange er die Dominanz natürlich zivilisiert zeigt (er weiß auch, dass ich Schlagen o.ä. nicht dulde...).

    Sie soll gleich kapieren, dass er hier der Älterste & der Chef ist. Denn sie hat wirklich ne klare Tendez zu dominieren....sie ist nun alles andere als Ängstlich.

    Sie benimmt sich schon fast so, als ob sie hier schon immer gewohnt hat. Ich hab klar mit ihr täglich viel gearbeitet...aber so ein krassen Umschwung hab ich net erwartet.

    Jedenfalls lief es ganz gut...ich werde das heute nochmal machen. Ich hoffe, dass Knurren & Fauchen hört auch bald auf. Dann kann ich etwas aufatmen.


    Ja, das Schnurren hat sie, glaube ich am 2. oder 3. Tag gemacht. Ich glaube sie war vielleicht einfach verzweifelt & wollte unbedingt Zuneigung. Immerhin war sie allein im Zimmer.

  • Tundra, schön, dass die Zusammenführung doch so gut geklappt hat. Das Geknurre und Gefauche am Anfang ist normal. Damit stecken die Katzen ja auch ihre jeweiligen Rollen im Haushalt ab. Und wundere dich nicht, wenn die (Spiel-)Kämpfe mal etwas ruppiger werden. Wenn sich meine drei prügeln, da fliegen hier nur so die Fetzen (im wahrsten Sinne des Wortes). Hab mal ein Bild angehangen, wie es letztens aussah, als die Kater mal wieder ihre Rollen neu verteilt haben (das machen sie fast jeden Tag).

    Solange kein Blut fliest, lasse ich sie auch machen und greife da nicht ein. Wäre sowieso nicht gut für mich, weil ich dann am Ende noch einen Krallenhieb abbekomme. :D

    Zum Tierarzt-Besuch: Meine drei sind da wie die Lämmchen. :D Sie sitzen in ihrer Box (hab eine große, wo sie zu dritt reinpassen) und schauen ängstlich. Aber die geben vielleicht mal ein kleines Miau ab. Auch wenn der Tierarzt sie untersucht, sind sie sehr zahm und lassen alles über sich ergehen. Zu Hause haben sie dann wieder die größe Klappe und miauen lautstark.

    Ich empfehle dir, immer mit allen gleichzeitig zum Tierarzt zu fahren (sofern es der jährliche Check-Up und die Impfungen sind). Einer meiner Kater musste Ende letzten Jahres zum Zahnsteinentfernen und ein Zahn wurde ihm gezogen. Da war er allein beim Tierarzt. Als wir ihn wieder abgeholt hatten, wurde er von seinen Geschwistern angefaucht und angeknurrt und gemieden, als wäre er ein Fremder. Sein Bruder fauchte ca. 3 Tage. Seine Schwester zog das fast 2 Wochen durch. Da dachte ich schon, sie kriegt sich nie wieder ein. Aber jetzt ist wieder alles gut. :)

    Ich würde mir auch nicht so viel Stress bei der Eingewöhnung machen. Gerade die Kitten sind ja alle recht verspielt. Meine Katze beißt mich auch heute noch gern in die Finger bzw. es ist ja eher ein Knabbern. Das ist nicht bösartig gemeint, sondern sie zeigt so ihre Zuneigung.

    Und wundere dich auch nicht, wenn es lange dauert, bis sie dir vertraut. Unsere Katze brauchte ein halbes Jahr dafür. Die Kater waren da etwas schneller (hat nur ein paar Wochen gedauert). Aber wohlgefühlt haben sich alle drei schon nach ein paar Wochen. Sei also etwas geduldiger.
    Kratzer an den Händen und Armen gehören jetzt wahrscheinlich erstmal dazu. Ich weiß noch, wie viele Kratzer ich immer hatte. Manchmal auch richtig tiefe, weil ich die Katzen falsch eingeschätzt hatte oder beim Spielen wurden sie übermütig und ich habe es nicht rechtzeitig bemerkt. Irgendwann wird man da auch schmerzunempfindlicher. :D

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Bengalen ziemlich laut und penetrant sein können. Besonders, wenn sie etwas wollen. Sie sind in der Regel doch sehr selbstbewusst und wissen auch, wie sie etwas einfordern können. Besonders, wenn sie dich dann auch besser kennen. ;)

    Andromeda: Danke für die Infos! Das beruhigt mich, dass Bengale beim Tierarzt nicht durchdrehen.


    Ich persönlich lasse generell keine Rangordungskämpfe in meinem Haushalt zu. Nur freundliches Spielen. Das wissen auch meine Kater. Wenn irgendwer versucht zu dominieren/zu ärgern gehe ich dazwischen & beide wissen, dass ich das nicht dulde. Seitdem sie dies das kapiert haben, ist hier Frieden jeden Tag, weil beide wissen, dass sie sich nicht "bekämpfen" müssen um sich sicher in ihrem Platz zu fühlen, sie kriegen schon alles was der Andere kriegt & ich beschütze auch jeden vor "Ungerechtigkeit".

    Gekratzt oder gebissen wurde ich bei meinem Einmischen noch nie...wenn ich komme, wussten eh immer alle Bescheid, dass jetzt Schluss ist. Und wenn ich mal gekratzt werden sollte, ist das mir egal.

    Ich weiß, dass es ne Menge Leute gibt, die das anders sehen & nur dazwischen gehen, wenn Blut fließt etc...das wird ja auch oft so weitläufig empfohlen, aber ich persönlich sehe das anders. Würde ich das nämlich machen, hätte ich hier jeden Tag Gezicke oder gar richtige Kämpfe. Denn beide meine Kater sind dominant.

    Das ist natürlich jetzt keine Kritik gegenüber deiner Empfehlung, jeder kann natürlich machen wie er es für richtig hält.

    Ich danke trotzdem für deine Erzählung wie es bei euch abläuft...dann weiß ich, was evtl. passieren kann.


    darinala: Dann hoffe ich, dass deine Bengalen auch kein Problem beim Tierarzt haben werden. :)


    Ich hab meine 2 Kater & die Bengal wieder heute zusammengelassen. Die Bengal & das Burmakitten hatten längere Phasen wo sie miteinander gespielt haben. Was mich sehr gefreut hat. Ab & zu gabs ein Fauchen vom Burmakitten (er saß zb. in einer Höhe & die Bengal stand davor), dann habe ich die Situation gelöst. (Burmakitten aus der Höhle raus & die Bengal etwas zurückgeschoben). Dann ging es mit dem Spielen wieder gut weiter.

    Ich hab eine feste Regel, dass wenn eine Katze in einer Höhle sitzt (mit nur 1 Ausgang), dann darf keiner diese Katze stören & muss sofort weggehen...wenn diese rauskommt, kanns erst weitergehen. Meine 2 Kater hab ich das schon beigebracht, dass werde ich der Bengal auch beibringen...sie hat es auch schon etwas verstanden & macht es ab & zu schon von selbst korrekt. (Ich lobe viel beim richtigen Verhalten.)

    Der Siamkater & Bengal scheinen aber immer noch ein Problem miteinander zu haben. Der Siamkater faucht & knurrt manchmal. Nicht beim Beschnuppern & auch nicht wenn sie vorbeiläuft, aber wenn sie versucht mit ihm zu spielen. Ich halte dann immer meine Hand dazwischen & der Siamkater beruhigt sich sofort, weil er weiß, dass ich mich kümmere. Die Bengal hat das jetzt auch verstanden & geht wieder weg. Ich misch mich da jetzt besonders ein, weil die beide gestern einen echt blöde Moment hatten & der Siamkater seitdem mehr gereizt wegen der Bengal ist. (Nicht generell, aber wenn sie spielen will.)

    Mein Siamkater war grad am Ende eines Tunnel hinten im Zimmer & ich hab der Bengal grad Spielzeug rumgeschmissen. Ich hab den Siamkater nicht beim Tunnel gesehen & schmiss das Spielzeug in seine Richtung...die Bengal natürlich hinterher & durch den Tunnel, direkt auf den Siamkater zu.

    Er fauchte & hebte die Pfote (ohne Krallen), die Bengal hebte auch die Pfote aber mit Krallen & hinterließ ihm einen Kratzer auf der Nase. Er wurde sofort wütend & richtig laut, ich bin dann dazwischen & es kehrte wieder Ruhe ein.

    War also mein Fehler, dass es dazu gekommen ist. :( Ich muss jetzt besser aufpassen. Ist schon soviele Jahre her, seitdem er mal eine Kratzer auf der Nase hatte...dass ist er gar nicht gewohnt, so behandelt zu werden. (Er lebte davor mit seiner Schwester zusammen, sie ist vor kurzem verstorben.)


    Die Bengal benimmt sich heute eigentlich ganz gut soweit. Die schreit aber doch noch ab & zu laut durch Zimmer (wie ein Rufen), besonders im Flur, wenn kein anderer dort ist. Und sie protestiert immer noch für 5min richtig laut, wenn sie allein in ihrem Zimmer ist (Tür geschlossen).

    Alle 3 haben heute mit 30cm Abstand zueinander ruhig gegessn...das ist ja schonmal was.

    Es fällt aber auch auf, dass die Bengal echt nicht ausreichend ausgelastet ist, obwohl ich viel mit ihr spiele. Kann es kaum erwarten, wenn sie sich genug gewöhnt hat & wir dann alle gemeinsam Gassi gehen können...die 2 Kater gehen schon gemeinsam in den Wald. (wenn das Wetter gut ist) Beim nicht so gutem Wetter geht der Siamkater noch allein....das Burmakitten ist da noch zu empfindlich.

    Die Bengal hat jetzt nicht noch einmal versucht mich zu beißen oder zu schnappen, auch nicht beim spielen. Auch nicht wenn ich meine Hand dazwischen halte, wenn es zu einer Diskussion zwischen ihr & einer anderen Katze kommt.

    Ob sie mir nun schon richtig vertraut kann ich noch nicht sagen. Sie zeigt zumindest kein wehrhaftes Verhalten gegenüber mir. Ich kann sie auch hochnehmen & sie wehrt sich nicht. (Ich halte es aber kurz um auf Nummer Sicher zu gehen). Sie schnurrt beim Streicheln, geht auf meinen Schoß, kommt immer mit erhobenen Schwänzchen angelaufen & sie hört auch sofort, wenn ich sie rufe. Sie verhält sich sanft & respektvoll gegenüber mir.

    Und ich fühl mich auch ganz wohl, wenn sie bei mir ist, mein Missvertrauen zu ihr ist eigentlich weg. (Weil sie sich jetzt besser benimmt.) Aber sie hat trotzdem noch eine gewisse Unruhe & Sorge in sich...als ob sie sich noch nicht 100% Zuhause fühlt.

    Heute ist ihr 5. Tag bei uns...somit ist natürlich nicht verwunderlich.

    Ich hoffe, dass der Siamkater & die Bengal bald auf den gleichen Nenner kommen.

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