Hilfe! Katzen sind nicht zu bändigen

    Wie viel Bengalen hast du?
    2
    Wie alt sind deine Katzen?
    6 und 7 Monate
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    2 Monate
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    Kater und Katze
    Sind alle Tiere kastriert?
    JA
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo zusammen!


    Wir brauchen ganz dringend gute Ratschläge!

    Wir haben unsere Kätzchen nun seit 2 Monaten und vor knapp 3 Wochen wurden sie kastriert.

    Inzwischen sind wir mit unserem Latein komplett am Ende, denn die beiden sind nicht zu bändigen: im 'Quatsch-Modus' springen sie auf Tische und Theken, reißen den Weihnachtsbaum runter etc.

    Wir haben inzwischen alles ausprobiert: nass spritzen, lautes 'Nein', klicken, vor die Tür setzen, eine Dose mit Münzen füllen und Krach machen... Die beiden gehen über Tische und Stühle, wenn sie wild sind.

    Auf der anderen Seite sind sie aber auch extrem kuschelig, können total lieb sein und hören auf Klickerkommandos- wenn sie wollen.


    Bisher sind es reine Hauskatzen und wir überlegen nun, ob sich ihr Verhalten wohl ändern würde, wenn sie raus kämen und sich dort austoben?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


    Danke im Voraus für eure Antworten!

  • Hallo Lara,

    ich bin jetzt kein Profi, aber vielleicht hilft es Dir einwenig.

    Rauslassen würde ich die quatschköppe nicht ohne Leine. Wenn erstmal das Terrain mit Leine immer und immer wieder erkunden lassen. Duftmarken setzen lassen, Geräusche gewöhnen lassen, Gerüche usw.

    Ich Weiss natürlich jetzt auch nciht wo du wohnst, wie die Umgebung mit Straßenverkehr, Hunde ohne Leine usw sind oder ob Dein Garten komplett eingezäunt, also abhau sicher ist usw.


    Wir haben für den Anfang eine Kugelbahn gekauft mit einem roten blink Kügelchen. Das hat Spaß ohne Ende gemacht, jetzt als freigänger eher langweilig.

    Wir haben unzählige papkartons zum verstecken, spielen und auseinander nehmen gebaut. Mit kastatinen und Klopapier papprollen drin. Kleine Bällchen und Mäuse und Mini leckerchen und ein minzkissen.

    Wir bauen immer wieder neue fummelbretter, spielen jeden Tag anpierschen, fangen und verstecken und haben immens viele kratz und Kletter Möglichkeiten gebaut.

    Das einzige was er lassen soll ist den baumwollputz an den Wänden los zu kratzen. Habe dort etwas Pfeffer verteilt, den Geruch hasst er, genau wie Kaffee und deswegen meidet er unserer baumwollwande.

    Wasser hilft garnicht, Bengalen lieben Wasser, unser zumindest.

    Lange angeln mit Bällchen dran und federn sind auch immer gut.


    Als er noch klein war, haben wir, leider auch aufgrund seiner Krankheit, uns arbeitstechnisch so aufgeteilt, daß wir ihn schon 5 Std. Oder mehr am Tag beschäftigt haben. Natürlich nicht an einem Stück.

    Bürsten und viel spielen und viel Geduld.

    Die beiden sind ja anscheinend noch sehr jung, übermütig, Grenzen testen und spielen.


    Mehr kann ich leider auch nciht dazu beitragen.

    Wenn er etwas nicht soll, setzen wir ihn immer wieder geduldig mit einem Nein woanders hin werde aber niemals laut, das tut in den Ohren echt weh.


    Ganz Liebe Grüße

    Sally

    Danke für die Antwort und die Tipps!


    Wir leben zwar auf dem Land, dennoch ist an unserer Straße regelmäßiger Verkehr sodass es ohnehin unsere Voraussetzung ist, sie nur an der Leine in den Garten zu lassen.


    Auf einer anderen Seite habe ich gelesen, dass man den Katzen möglichst Zugang zu allen Räumen ermöglichen soll. Bislang waren für sie Schlafzimmer, Bad und Dachboden verschlossen.

    Gestern haben wir dann ausprobiert, ob es Auswirkung auf ihr Verhalten hat, wenn sie nun auch in die anderen Räume dürfen: wir waren erstaunt und auch beschämt zugleich denn die Katzen hatten einfach Langeweile in ihrem bisherigen Umfeld.

    Natürlich springen sie auch noch mal auf die Kuchentheke aber längst nicht mehr so extrem wie vorher.

    Den Tipp mit dem Pfeffer werde ich mir dennoch merken :)

    Liebe Grüße!

  • Guten Abend,

    bei meinen beiden hilft vor allem Beharrlichkeit und Ernsthaftigkeit. Ich gehe hier einmal meine Erfahrung bei Katzen anhand Deiner Liste durch:

    nass spritzen, lautes 'Nein', klicken, vor die Tür setzen, eine Dose mit Münzen füllen und Krach machen

    Nass spritzen: meine beiden mögen an sich Wasser. Von daher verwende ich Wasser nur zum Spielen. Ich hätte ein schlechtes Gefühl dabei sie zu bestrafen in einer Weise, die ihnen unangenehm ist und der Art sehr fremd. Zuletzt verlieren sie ihren Spass am Wasser und an mir, da würde ich mir Sorgen machen.

    Ein lautes Nein: finde ich gut. Wenn ich schon beim Entstehen des Ganzen mit viel Achtsamkeit vorgehe, hilft ein Nein (noch). Bemerke ich es zu spät, hilft es nicht mehr. Würde ein Weihnachtsbaum fallen, würde ich klatschen. Meine beiden wissen, wenn ich klatsche, was ich fast nie tue, ist es sehr ernst. Das spüren sie aber auch Gefahr. Es kann gut sein, dass sie dann die Haare sträuben anfangen, weil sie denken: Feind, klatschen ist hier ein Not-Signal. Fallender Weihnachtsbaum wäre aber bei mir Notfall, das haben sie bisher nie gewagt.

    Klicken: ich halte persönlich überhaupt nichts von Klickern, aber es gibt Viele die das mögen. Somit kann ich Dir zu Klickern nichts sagen, außer meiner Abneigung gegen klassische / instrumentelle Konditionierung, auch von Katzen.


    Vor die Tür setzen: Hier sehe ich das Problem darin, dass Du sie vor die Türe setzt vermutlich. Meine Katzen wissen, wenn sie Mist bauen (das wissen sie ja durch das Nein langsam aber sicher, Monate später ganz sicher ^^) sag ich: nach Hause, dann geht es ab in die Veranda. Dieses Kommando habe ich aber nicht als Strafe eingeführt, sondern als ein Nach Hause gehen. Sie haben die Veranda komplett katzentauglich eingerichtet und es ist sowas wie ihr Zu Hause. Dort geht es hin, wenn sie krank sind, dort bleibt einer, wenn der andere Ruhe braucht, weil zu wild gespielt - nach Hause heißt: so, jetzt ist aber Ruhe im Guten Sinne. Nach Hause ist immer verbunden mit Katzen-Wohlfühl-Faktoren wie: Fressen, Decken, Kletterbäume, Höhlen, Wärme, saubere Toilette,... was Katze so liebt. Nach Hause sage ich auch am Abend, wenn sie keine Ruhe geben und ich schlafen möchte. Nach Hause heißt es zum Fressen gehen jeden Tag zum Füttern. So fing es ursprünglich an, Nach Hause ist was Leckeres, Gutes, Schönes. Die Katzen werden nicht von mir nach Hause getragen, sie müssen selber laufen. Ob sie nun Mist gebaut haben oder es Futter gibt: selbst ist die Katze, getragen wird, wenn ich schmusen will, damit die Botschaft stimmt. Manchmal trage ich nach Hause zum Schlafen und schmuse dort noch, das wissen sie aber, Tragen = Kuschelzeit.

    Krach machen: macht alles schlimmer, ruft vielleicht sogar Panik hervor oder Ähnliches, zumindest bei meinen wäre nachher ganz sicher kein Weihnachtsbaum mehr da, wenn ich Lärm machen würde.

    Bisher sind es reine Hauskatzen und wir überlegen nun, ob sich ihr Verhalten wohl ändern würde, wenn sie raus kämen und sich dort austoben?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Ich gehe davon aus, dass es schlagartig aufhören würde, wenn sie raus können. Bei mir sind zwei Freigänger auf dem Grundstück gewesen, mittlerweile ist es nur noch einer, er ist an Krebs gestorben mit etwa 17 Jahren (Siam-Mix). Beides aber Straßenkatzen, die auf der Straße lebten, als sie eingefangen wurden, also mit sehr harter Lebenserfahrung inc. Straßen und und und... Die EKH 5 Jahre alte Dame lebt auch als Freigängerin. Ich wohne an einer Hauptverkehrsstraße mehr mehreren 10.000 Autos pro Tag. Eine Bengal-Mix-Dame hat es mit 2 Jahren nicht überlebt. Meine beiden Bengalen bleiben somit nun im Haus. Ich bin mir bei Zuchtkatzen nicht so sicher, ob sie es überhaupt lernen können und dann lebe ich ja noch in Berlin, wo eine reinrassige Katze bei Vielen vermutlich Dollar-Scheine in den Augen leuchten lassen.

    Ruhiger: Definitiv. Der Siam-Mix-Kater wäre niemals im Haus zu halten gewesen. Das war aber schon klar, als ich ihn aus dem Tierheim holte. Sie vermittelten ihn mir an die Hauptverkehrsstraße, weil er eben von der Straße kam und somit massig Straßenerfahrung hatte. Ohne Freigang ging bei ihm gar nicht. Einmal klemmte die Katzenklappe in einer Eichentüre. Er wandte so viel Kraft an, dass er die Katzenklappe zerlegte, die Centimeterlangen Schrauben lagen am Boden, neben der zerstörten Plastikklappe, samt zerbrochenem Rahmen.

    Ein 40cm Bengal-Kater ist noch größer, vermutlich schafft er es lediglich schneller. Meine dürfen nicht raus, außer wenn ich es einmal geschafft haben werde ein Außengehege zu bauen - sage ich jetzt, wo sie alle beide wirklich relativ brav sind.

  • Neue Bengalen Mutti


    Hier in dem Post habe ich mal ausführlich beschrieben, wie ich das mit dem Nein mit Silva gemacht habe. Meine beiden sind ja nun fast ein Jahr alt. Vielleicht hilft Dir das ein wenig? Für mich war glaube ich vor allem diese Kombination aus: Nein - ich treibe Dich mit meinem Rock aus dem Zimmer + der Nach-Hause-Veranda die Kombi, die dann endgültig für ganz viel Ruhe sorgte.

  • Hallo Laura,

    Ohja was war ich überfordert. Ich habe viele Klettermöglichkeiten gebaut, am liebsten und besten beschäftigt kriege ich sie, wenn ich einen Stab und einer Decke hin und her bewege und sie es jagen. Jetzt im Winter sind sie was ruhiger geworden. Und ich wollte sie nun an ein Geschirr gewöhnen um dann im Frühling mit denen raus zugehen. Auch schwieriger als gedacht, sie fallen immer um und können dann nicht mehr laufen, sehr witzig. Aber als ich damit anfing wurde ich krank, war nun 1 Monat nicht mehr zu Hause und es ging einiges zu bruch. 🙈 Wenn ich wieder zu Hause bin kann ich wahrscheinlich wieder von neuen anfangen. Aber etwas hören sie, zb klettern sie nicht mehr das Netz vom Balkon hoch, heißt sie dürfen wieder auf den Balkon, so bald sie damit angefangen haben, hatten sie Balkonverbot. Wenn ich essen will und sie springen auf den Tisch, sperre ich sie ins Schlafzimmer, danach lassen sie auch dies. In die Küche sperre ich sie auch aus, sie haben es geschafft meine spülmaschine kaputt zu machen. Das hatten sie dann eig auch schnell kapiert ok da dürfen wir nicht hin, aber habe schon von einer Freundin gehört, die bei mir nun eingezogen ist die Zeit, das sie all das machen was ich ihnen bereits ausgetrieben hatte 😫🙈 es ist auf jeden Fall eine Menge Arbeit, für mich zu mindestens, die zwei in Griff zu bekommen. Aber ich muss dazu sagen, es sind meine ersten Haustiere 🙈 und es hat sich schon deutlich gebessert. Wir sind alle etwas entspannter geworden und ich hoffe wenn ich wieder zurück komme das ich nicht ganz bei Null anfangen muss 😋

  • Hallo Lara,


    so schlimm sind meine beiden "Damen" (2 Jahre alt) zwar nicht, aber auch sie kann ich nicht so auslasten, wie sie es bräuchten. Es wird vor und nach der Arbeit intensiv mit Ihnen gespielt. Aber ich bin meist eher kaputt als sie. :-)

    Freilauf kann ich ihnen leider nicht geben, da wir zwischen zwei Straßen wohnen und es auch viele Hundebesitzer mit nicht so gut erzogenen Hunden hier gibt. Balkon reicht nicht aus um sich auszutoben.

    Nachdem wir jedoch Ende letzten Jahres uns ein Laufrad zugelegt haben, ist es viel entspannter mit ihnen. Sie gehen regelmäßig - ohne gelockt zu werden, in das Rad. Manchmal, wenn sie ausgeschimpft werden oder etwas nicht dürfen .. rennen sie ins Laufrad und machen dort ein paar Galoppsprünge die dann zum traben wechseln. Danach sind sie wieder gut gelaunt.

    Ist zwar eine teure Anschaffung gewesen (460,00 Euro mit Lieferung) ... aber es hat sich echt gelohnt.

    Liebe Grüße

  • Hallo,

    DasThema liegt jetzt ja schon etwas zurück, aber mir ging es am Anfang ganz ähnlich.

    Am 1. Tag an dem ich meinen Kater hatte ist er in der Küche die Fliesen hoch gelaufen.

    Mittlerweile ist er 7 Jahre alt und macht immer noch quatsch.

    Was mir geholfen hat waren Laufstege.

    In meiner Altbauwohnung habe ich Regalbretter an die Wand gebaut in 2 Meter Höhe, das liebt er.

    Genau wie auf dem Kleiderschrank zu liegen.

    Ich weiß nicht, ob das Bengal-Typisch ist, aber alles was weit oben ist erfreut sich höchster beliebtheit.

    Außerdem gibt es die Möglichkeit den Garten Katzensicher einzuzäunen.

    Ich würde die Katzen in dem Alter und mit diesem Verhalten auch noch nicht so raus lassen.

    Meiner hat seit etwa einem Jahr Freigang und ist seit dem deutlich entspannter.

    Meiner wird nicht geklickert, aber was alle meine Katzen können und konnten ist 'komm her' & 'geh weg'.

    Das hilft im Alltag zu 90% um Missgeschicken vorzubeugen.

    Vllt. Hilft dieser Text jemandem, ich hab anfangs auch gedacht, mein Kater macht mich wahnsinnig.

    Liebe Grüße Raggi

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