Bengalen Mädel und normale Hauskatze? Freigang?

    Wie viel Bengalen hast du?
    1
    Wie alt sind deine Katzen?
    13 Jahre und 9 Monate
    Wie lange hast du deine Bengalen schon?
    6 Monate
    Wie viele männliche oder weibliche Tiere hast du?
    2 weibliche
    Sind alle Tiere kastriert?
    NEIN
    Wenn NEIN welche Tiere nicht:
    Bengale 9 Monate
    Sind deine Katzen vom Züchter?
    JA

    Hallo zusammen,

    ich lese hier gerade mit und erkenne, dass sich hier viele gut mit Bengalen auskennen. Ich hatte bisher nur normale Hauskatzen.


    Als erstes: Die kleine hat für nächste Woche einen Termin zur Kastration.


    Nun zu meinen zwei Themen:

    Die Große (normale Hauskatze, seit 12 Jahren Einzelkatze, Freigänger) hat die kleine Bengale von Beginn an gut akzeptiert ❤️

    Doch als die Kleine vom Kleinkind zum aufmüpfigen Teenager wurde, war sie ihr zu wild und die große ist dann immer direkt raus, um ihre Ruhe zu haben. Die Kleine jagt die Große richtig durchs Haus und springt ihr auch auf den Rücken und beißt ihr in den Nacken. Sie will hat Action und toben, obwohl wir sehr viel mit ihr spielen...

    Noch flüchtet die Große raus, doch bald (Herbst/Winter) wird das keine Lösung mehr sein.

    Wird die Kleine nach der Kastration ruhiger? Wie können wir die Kabbelei verhindern?


    Das andere Thema ist Freigang:

    Bisher war die Kleine nur drinnen. Doch letzte Woche hat sie sich in den Garten geschlichen und seit dem weiß sie, dass es eine Welt hinter den Glasscheiben gibt. Sie sitzt nun immer vor der Türe und will raus.

    Wir überlegten, wie wir ihr den Wunsch erfüllen können und das sie trotzdem sicher ist.

    Mit ihr zusammen in den Garten gehen und sie mit Federglöckchen zurück locken, falls sie weiter weg will? Und dann, wenn wir rein gehen, wird sie dann genug haben und nicht weiter raus wollen? Kann man eine Bengale so erziehen?

    Ich möchte sie ungern alleine draußen frei laufen lassen. Doch in einem ringsum geschlossenen Freigehege ist sie ja auch wieder eingesperrt, wenn sie hinter dem Gitter sitzt und draußen an der Bruchsteinmauer die Mäuse vorbei flitzen.

    Dann kam uns folgende Idee:

    Wir haben einen spannenden Garten mit Wildbewuchs, vielen Mäusen, Sträuchern Bäumen, Bachlauf/Teich mit kleinem Wasserfall (inkl. Koi‘s und Goldfische) ... wenn wir am äußeren Rand unseres Gartens ringsum (oder in einem Teilbereich des Gartens) einen für Kleintiere geeigneten elektro Weidezaun aufstellen. Dann könnte sie sich im kompletten Bereich austoben und wir brauchen keine Angst haben, dass ihr was passiert. Ich denke, wenn sie einmal merkt, dass die Grenze unangenehm ist, wird sie den Zaun meiden. Hat jemand Erfahrung mit solch einer Lösung? Was meint ihr?


    Vielen lieben Dank für Eure Meinung!

    LG

    Sylvia & Tinka ❤️

  • Hallo Sylvia,


    willkommen im Forum, schön dass du dabei bist!

    Zur ersten Frage:

    Meine Beiden, Kater und Katze, jetzt 13 Monate alt, sind nach der Kastration nicht ruhiger geworden! Sie sind genauso wild, verspielt und abenteuerlustig wie vorher.

    Und ich teile Deine Erfahrung, dass, wenn sie einmal geschnuppert wurde, die Sehnsucht nach der Welt da draußen dann einfach da ist.

    Mit Elektrozäunen habe ich leider keine Erfahrung.

    Aber ein paar Fragen an Dich:

    Deine „Große“ ist jetzt seit 12 Jahren Freigänger und ihr ist nichts passiert, so wie Du es schilderst, klingt es für mich nach einer idealen Katzenumgebung😻!

    Und ich bin mir sicher, dass in den 12 Jahren deine „normale Hauskatze“ einen festen Platz in deinem Herzen hat und dass daher auch bei ihr ständig das Loslassen und Vertrauen mit der Sorge, dass etwas passieren könnte im Widerstreit liegen.

    Was lässt dich zögern, Deiner kleinen Bengalin die gleiche Freiheit zu schenken?

    Was ist aus Deiner Sicht für sie gefährlicher als für Deine Große?


    Ich würde mich freuen, von Dir zu hören😻

    Liebe Grüße

    Barbara




    Hallo Barbara,


    lieben Dank für Deine Nachricht...

    ... da hast Du natürlich recht, daß ich auch bei der Kleinen die gleiche Gelassenheit an den Tag legen könnte .... Ich habe halt nur Angst, weil sie halt ganz anders ist als unsere Große:
    sehr schönes Fell und attraktiv für evtl. Diebe vs. normale schwarz/weiße Hauskatze, zutraulich vs. scheu, verspielt vs. ruhig, neugierig und mutig vs. gemütlich und zurückhaltend.... usw...

    Aber, stimmt schon .... ich denke nochmal drüber nach :/

  • Liebe Sylvia,


    das kann ich gut verstehen! Es ging mir genauso mit meinen Beiden😳.

    Es ist eine schwierige Entscheidung, „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es nicht. Es ist wie bei Kindern, man sieht die Gefahren, hat ja auch die Verantwortung und muss doch immer wieder zwischen Loslassen und Beschützen entscheiden!

    Vielleicht hilft es Dir ja, wenn ich meine Erfahrung mit Dir teile.

    Meine sind zwar „nur“ Bengalmix, (hätten eigentlich reinrassig sein sollen, aber die Mutter ist nach dem offiziellen Deckakt irgendwie einmal ausgebüchst und so kam es zu unklaren Vaterschaftsverhältnissen🤔

    Ich hab mich dennoch sofort in meine verliebt😻)

    Die Entscheidung für Freigang war aber schon vorher gefallen, als ich noch von reinrassigen Bengalen ausgegangen bin.

    Auch Rocky und Kitty sind außergewöhnliche Katzen, fallen sofort auf, ... die Sorge schwingt immer mit.

    Sie sind jetzt 13 Monate, seit knapp ½ Jahr Freigänger. Sie waren zuerst eher vorsichtig, nie weit weg und kamen spätestens nach 10 min immer wieder heim. Mittlerweile haben sie sich ihr Revier erobert und ihre (Katzen-) Freunde und Feinde in der Nachbarschaft gefunden. Kitty’s Revier ist eher klein, sie bleibt in Rufweite und kommt auch auf einen speziellen Pfiff immer zu mir. Rocky’s Ausflüge sind ausgedehnter und manchmal recht lang.

    Obwohl sie zutraulich sie sind, wenn zu uns ins Haus Besuch kommt, draußen sind sie vorsichtig, vor allem Kitty.

    Und ich war ich auch schon in Tränen aufgelöst, als Rocky einmal die ganze Nacht weg war😲. Er kam dann um 12:00 mittags heim, unversehrt, fröhlich 😅😬.

    Ich habe dann Handzettel mit Bildern der Beiden an alle , auch entfernteren Nachbarn verteilt, damit sie wissen, wo Rocky und Kitty hingehören. Bekomme seitdem oft Rückmeldung, wo sie gesehen wurden. Das beruhigt mich schon ein wenig.


    Für heute liebe Grüße, und vielleicht kannst Du ja berichten, wie Deine Lösung aussieht?

    Barbara

  • Hi Sylvia,

    ich kann Erfahrungen zum Thema "gesicherter Freigang" beisteuern.

    Bis vor fünf Jahren hatten unsere Katzen "nur" einen Balkon zur Verfügung. Als wir in unser Haus zogen, kam das erste mal die Frage nach Freigang auf. Mein Mann war total dagegen, da wir im Ruhrgebiet wohnen, wo sich in der Nähe dann halt immer viele Straßen/Autobahnen befinden. Außerdem ist die Diebstahlgefahr bei Rassekatzen auch nicht zu unterschätzen. Ich hätte sie, mit Sorge zwar, trotzdem rausgelassen. Es war doof immer aufpassen zu müssen, dass die Katzen nicht rausschlüpfen. Bei mehr Zeit haben wir die Katzen an der langen Leine mit in den Garten genommen, aber nach kurzer Zeit sind dann sämtliche Gegenstände mit der Leine umwickelt gewesen und die Katze hing an dem 2,5 cm Reststück und jammerte.

    Ein Katzengehege wäre auch denkbar gewesen, aber eigentlich wollten wir mit unseren Fellnasen zusammen Zeit im Garten verbringen können. Daher haben wir uns vor zwei Jahren entschieden unseren ganzen Garten abzusichern.

    Unser Grundstück ist zum größten Teil von einem ca. 1,60 m hohen, mit Efeu bewachsenen Doppelstabmattenzaun umgeben. Das alleine stellt natürlich kein Hindernis für eine Katze da, ist aber zumindest "untenrum" dicht. Obendrauf haben wir vier Elektrolitze als sogenannten "PlusMinus" Zaun gespannt. Dazu haben wir ein Elektrozaungerät von der Stärke passend für Kleintiere wie Katzen, Kanninchen usw..

    Die Entscheidung für einen Elektrozaun ist nicht leicht gefallen, natürlich möchten wir unseren Katzen nicht weh tun. Die Hoffnung, dass wir den Katzen so mehr Freiraum gewähren könnten, ohne die Risiken des kompletten Freigangs, hat schließlich überwogen.

    Beide Katzen genießen den Garten total und wir genießen die Zeit mit ihnen zusammen draußen. Nach dem wir es leid waren, besonders in der kalten Jahreszeit, das "Lass mich rein/lass mich raus" Spiel zu spielen, gab es noch eine Katzenklappe dazu. Seitdem können sie rein und raus wie sie wollen. Des öfteren gibt es nun "Geschenke" in Form von halb aufgefressenen Mäusen usw. auf der Terasse<X


    Am Anfang hat Bella einmal Kontakt zu dem Zaun gehabt und hat sich natürlich ziemlich erschreckt. Balu hingegen hat den Zaun berührt und keinerlei Reaktion gezeigt. Ihn scheint allein die zusätzliche mechanische Barriere vom überspringen/überklettern abzuhalten.

    Nach einiger Zeit haben wir angefangen, den Zaun auszulassen, da die Katzen keine Anzeichen von "Ausbruchsversuchen" zeigten. Bisher bleiben sie trotzdem im Garten. Hoffentlich bleibt es so, denn wir sind mit der jetzigen Situation sehr glücklich.


    Liebe Grüße

    Vielen Dank, Luna, für deinen Erfahrungsbericht.

    Das hört sich ja gut machbar an, so haben wir uns das auch vorgestellt...

    Wir werden sie, nachdem sie von der Kastration fit ist, in den gesicherten Garten lassen. Mal schauen, wie sie mit der Grenze zurecht kommt....


    LG

    Sylvia

  • Hallo liebe Gleichgesinnte,

    Ich denke unser Problem passt hier gut hin.

    Erst mal von Anfang, als wir die beiden bekommen haben war Leia 3 Jahre und Rey 1 1/2 Jahre. Die vorherige Halterin war sehr jung und überfordert. Zuerst waren wir in einer Wohnung mit katzensicherem Balkon. Dann sind wir umgezogen und unsere Katzen dürfen seit 2 Monaten raus, in den Garten (Leia = Bengal, aber nur mit Leine) . Der Tierarzt hier vor Ort sprach davon, sie maximal im Garten mit Leine rauszulassen, da sie ansonsten direkt weg wäre, ein bekanntes Problem bei Rassekatzen hier vor Ort.

    Aber, unsere Leia will natürlich nur noch raus und die Leine stört sie, das Umwickeln und Maunzen kenne ich also.

    Da ich von zu Hause arbeite, lass ich die Katzen raus und rein, wie sie wollen.

    Allerdings ist es seit 2-3 Wochen so extrem, dass meine Arbeit darunter leidet. Leia lässt mich keine Minute in Ruhe arbeiten und will RAUS RAUS Raus. Da muss ich dann aufpassen, weil sie mittlerweile rausgefunden hat, wie man aus dem Geschirr heraus kommt.

    Nachts werden die Katzen in dem Keller eingesperrt (entsprechend alles für die Katzen drin), da Leia alle Türen öffnen kann und wir gerne nachts schlafen ;)

    Ich liebe die beiden sehr, aber wir beide (mein Mann und ich) gehen grad auf dem Zahnfleisch.

    Vielleicht habt ihr Ideen... Dafür wäre ich dankbar...

    LG, Janina

  • Neu erstellte Beiträge unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.