Zwei Leopardenkitten sollen einziehen

    Hallo zusammen :)


    Ich spiele schon seit fast einem halben Jahr mit dem Gedanken mir zwei Vierbeiner anzuschaffen. Im Laufe des Jahres möchte ich es dann gerne verwirklichen. Da ich im Elternhaus 23 Jahre lang mit Katzen groß geworden bin, bin ich in dem Thema zwar nicht ganz unerfahren, dennoch sind die beiden meine ersten eigenen (zumal wir nie Bengalen hatten) und da möchte ich natürlich, dass es ihnen so gut wie möglich geht. Ich informiere mich derzeit so gut wie möglich über verschiedene Seiten, auch hier im Forum, und möchte demnächst ein paar Züchter besuchen um mir schon mal ein Bild davon machen zu können, z.B. aus welcher Zucht sie kommen sollen. Dennoch stellen sich mir natürlich ein paar Fragen:


    Die Katzen in meinem Elternhaus waren schon immer Freigänger. Bei meinen zukünftigen eigenen bin ich mir da allerdings nicht so ganz sicher. Ich wohne zwar in einem nicht allzu stark befahrenen Wohngebiet, dennoch habe ich ein wenig Sorgen, dass etwas passieren könnte (vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken!?). In der Wohnung halten oder den Freigang lassen? Oder am Geschirr führen? Ich habe eine gut geschnittene 60qm Wohnung mit Terrasse in der ich viele Spielmöglichkeiten aufstellen kann. Ich lese aber oft, dass sich Bengalen nur für große Wohnungen / Häuser eignen da sie viel Platz zum toben und erkunden brauchen.


    Die nächste Frage stelle ich mir anhand meiner Arbeitszeiten. Da ich Kfz- Mechatroniker bin arbeite ich täglich von 8 - 17 Uhr (außer am Wochenende). Nach Feierabend habe ich genug Zeit für die beiden. Da ich nur 5 Minuten von der Arbeit entfernt wohne ist es auch kein Problem in der Mittagspause nach den beiden zu schauen.

    Ist es im Vollzeitjob möglich sich Bengalen anzuschaffen oder würden die beiden dann zu lange alleine sein und sich langweilen oder mir die Wohnung auseinander nehmen? Da stellt sich mir wiederum automatisch die Frage: Freigänger?


    Das sind momentan meine größten Bedenken und ich hoffe ihr könnt mir bei meinen Fragen helfen :S

  • Hallo,


    die gleichen Fragen hatte ich mir vor ca. 6 Jahren auch gestellt, als ich mir Bengalen anschaffen wollte. :)

    Freigänger: Ich würde solche schönen Katzen nicht unbedingt als Freigänger halten, wenn es sich vermeiden lässt. Dann lieber ein gesichertes Katzengehege (wenn das möglich ist) oder die Terrasse katzensicher machen. Meine waren sogar mit einem Balkon zufreiden. Ob du sie an die Leine gewöhnen kannst, hängt mit von den Katzen ab. Meine haben sich z.B. mit allen 4 Pfoten dagegen gesträubt, wenn ich mit dem Geschirr auch nur in die Nähe ihres Fells kam. :D
    Bedenke auch noch eines: Wenn du die Katzen einmal raus gelassen hast, werden sie ihre gewonnene Freiheit nicht wieder aufgeben wollen. Also kannst du sie danach nicht einfach mal so in der Wohnung lassen und als reine Wohnungskatzen halten.

    Zur Wohnung: Ich hatte meine drei ein Jahr in einer ähnlich großen Wohnung. Es funktioniert, man muss sie aber sehr gut beschäftigen können und ihnen vor allem viele Kletter- und Tobemöglichkeiten bieten (z.B. durch Kratzbäume oder Catwalk). Meine liebten es, von einem Raum in den anderen zu jagen.

    Vollzeitjob: Sofern du nicht nur eine Katze bei dir aufnehmen möchtest, ist das kein Problem. Ich war damals 10 bis 11 Stunden außer Haus und meinen Miezen hat es nicht geschadet. Sie hatten sich ja gegenseitig zum Spielen. Wenn du sogar in der Mittagspause schnell mal zu Hause vorbei schauen kannst, wäre es super. Aber wenn es nicht ginge, wäre es auch nicht schlimm.

    Noch etwas zum Thema Freigänger: Wir wohnen hier in einem kleineren Dorf. Es ist zwar nicht viel Verkehr, aber die Hauptstraße des Dorfes ist nicht weit von unserem Grundstück entfernt. Zudem fahren da auch viele LKW lang. Mir war das immer zu gefährlich für meine Katzen. Selbst in dem anderen Dorf, in dem wir früher gewohnt hatten und welches noch ruhiger ist, war mir das zu gefährlich.
    Ich habe auch immer die Befürchtung, dass jemand die schönen Katzen einfach mitnimmt. Die Fellfarbe ist ja nun mal sehr auffällig und wunderschön. So viel Vertrauen in meine Mitmenschen habe ich dann doch nicht. ;)

  • Hi,


    unsere beiden sind Freigänger. Wir wohnen am Rand einer Kleinstadt am Waldrand in einer Sackgasse. Wir haben es mit unserem Sammy so gehalten: er zog im Alter von 14 Wochen bei uns ein und wir ließen ihn solange drin, bis er 1 Jahr alt war. Wir waren der Meinung, dass sich zum einen sein Imunsystem erst einmal vollständig ausbilden sollte und er sich auch erst einmal an uns und unser Haus gewöhnen sollte. Auch sollte er erst einmal physisch an Größe und Gewicht zulegen, damit er von eventuellen Revierkollegen nicht gleich am Anfang vermöbelt wird, weil physisch unterlegen. Und natürlich mußte er einige zusätzliche Impfungen erhalten, bevor er raus durfte.


    Im Frühjahr 2017 war es soweit. Es war ein schöner warmer Frühlingstag und ich ging rausum im Garten zu arbeiten und ließ die Terrassentür auf. Klein Sammy nahm allen Mut zusammen, die Neugier war halt groß, und wagte einige Schritte raus. Ganz geduckt, denn alles war neu, der Geruch, der Wind, die Terrassensteine, die Pflanzen. Tja, es wurde eine Erfolgsgeschichte. Sam ist seit 2 Jahren erfolgreicher Freigänger und er liebt es draußen, aber genauso, wieder nach Hause zu seinen geliebten Dosis zu kommen.


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